Autor Thema: „Imitation“ der Terrorbekämpfung: Moskau kritisiert US-Vorgehen in Syrien  (Gelesen 418 mal)

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Thema: Regelung der Syrien-Krise (2016)


Das russische Verteidigungsministerium hat auf die jüngsten Erklärungen der USA reagiert, dass Russland sich angeblich die Errungenschaften Washingtons bei der Terrorbekämpfung in Syrien selbst anrechne. Laut dem Ministeriumssprecher Igor Konaschenkow ist es den USA zu verdanken, dass die Terroristen weiteres Territorium erobert haben.
Am Montag sagte Josh Earnest, Sprecher des Weißen Hauses, Russlands Luftwaffe sei es nicht gelungen, ihre Aufgaben in Syrien zu erfüllen, deswegen sei Russland nun gezwungen, sich die Verdienste der US-geführten internationalen Koalition selbst anzurechnen.

„Wir möchten Herrn Earnest aus dem Himmel auf die Erde zurückbringen und ihn daran erinnern, dass genau wegen des brodelnden Imitierens des US-Kampfes mit dem IS diese Terrorgruppierung vor der ganzen Welt zuerst den Norden Iraks und anschließend beinahe die ganze Arabische Republik Syrien verschlungen hatte“, sagte Konaschenkow in diesem Zusammenhang.

Dabei erwähnte der Sprecher, dass die russische Seite immer noch von den USA keine Antwort auf die Frage erhalten habe, warum die Terrorgruppierung Dschebhat an-Nusra eine „unglaubliche Gewogenheit und sogar direkte Protektion Washingtons“ erhalte.

Konaschenkow betonte, dass die USA die Vereinbarungen über die Waffenruhe vom 9. September untergraben hätten. Dem Land sei es nicht gelungen, die Gruppierungen der sogenannten „Opposition“ von der Dschebhat an-Nusra abzugrenzen, was den Terroristen ermöglicht habe, eine weitere Umgruppierung durchzuführen und ihre Vorräte zu erneuern.

„Sollten unsere amerikanischen Partner nicht endlich öffentlich zugeben, dass praktisch die ganze von ihnen geförderte und kontrollierte „Opposition“ in Syrien ein untrennbarer Teil einer „Schirmmarke“ ist: Al-Kaida-Dschebhat an-Nusra?“, so der Sprecher des russischen Verteidigungsamtes.

Das Ziel der russischen Operation in Syrien habe sich niemals geändert und sei niemals verheimlicht worden, so Konaschenkow weiter, und es handle sich um den Kampf gegen den internationalen Terrorismus in allen seinen Manifestationen.

„An dieser Front kann man Russlands Erfolge nicht mit Klagen von Tribünen messen, sondern mit Realien auf syrischem Land: mit hunderten zum Frieden zurückgekehrten Siedlungen, zehntausenden von Terroristen befreiten Quadratkilometern und tausenden Tonnen humanitärer Hilfe an die Bevölkerung“, erläuterte er.

„Über welche Erfolge der USA im Kampf gegen den IS im vergangenen Jahr kann man dann ernsthaft reden?“, fügte Konaschenkow hinzu.

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