Autor Thema: Brzeziński gegen NATO-Mitgliedschaft der Ukraine – „Nicht nötig, sogar schädlich  (Gelesen 649 mal)

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Die NATO-Mitgliedschaft der Ukraine ist nach Ansicht von Zbigniew Brzeziński nicht nötig und kann sogar schädlich werden. „Aber natürlich soll der Ukraine geholfen werden“, sagte der Präsidentenberater in der Administration von Jimmy Carter am Mittwoch in einem Interview für die polnische Zeitung „Gazeta Prawna“.
„Sollte die Ukraine denn künftig Mitglied der Allianz werden? Im Großen und Ganzen ist das nicht nötig. Das kann auch schädlich sein. Es gibt große und mächtige Länder, die keine NATO-Mitglieder sind und nicht daran leiden… Was die EU-Mitgliedschaft Kiews betrifft, bin ich nur dafür. Aber der Weg in die EU wird langwierig sein, und die Ukraine hat noch viel zu leisten. Die Ukraine als Mitglied beider Bündnisse wäre eine schallende Ohrfeige für Russland. Es geht nicht darum, Russland nicht zu reizen, sondern darum, den Konflikt nicht weiter zu schüren“, sagte Brzezinski.

Ende Dezember 2014 hatte das ukrainische Parlament den blockfreien Status des Landes aufgehoben. Die Behörden in Kiew begründeten den Schritt damit, dass dieser Status die Sicherheit der Ukraine nicht garantiert hat. Dabei erklärte Präsident Pjotr Poroschenko mehrmals, dass über einen NATO-Beitritt der Ukraine bei einem Referendum entschieden werde.

Der frühere NATO-Generalsekretär Anders Fogh Rasmussen hatte seinerzeit erklärt, dass die Ukraine noch viel unternehmen muss, um den in der Allianz gültigen Kriterien zu entsprechen. Darüber hinaus nimmt die NATO Länder nicht auf, die territoriale Ansprüche gegenüber anderen haben. Dabei erhebt Kiew Anspruch auf die Krim, die nach einem Referendum vom März vergangenen Jahres in den Staatsverband Russlands aufgenommen wurde. Experten gehen davon aus, dass die Ukraine im Laufe der nächsten 20 Jahren keine Chancen hat, dem nordatlantischen Bündnis beizutreten.

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