Autor Thema: Mittelmeer: Russische Fregatten vertreiben Nato-U-Boot  (Gelesen 208 mal)

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Mittelmeer: Russische Fregatten vertreiben Nato-U-Boot
« am: 10. November 2016, 09:48:53 »
Thema: Kampf gegen den IS


Zerstörer: "Vize-Admiral Kulakow" in Syrien
Zwei Fregatten des russischen Flugzeugträgerverbandes haben ein U-Boot der Königlichen Niederländischen Marine in der Nähe des Flugzeugträgers „Admiral Kusnezow“ geortet und zur Umkehr gezwungen, wie Russlands Verteidigungsministerium mitteilt.
Die Mannschaften der beiden russischen Kampfschiffe haben das U-Boot in 20 Kilometer Entfernung von dem Flugzeugträger „ohne jedwede Schwierigkeiten akustisch geortet“, sagte der Ministeriumssprecher Igor Konaschenkow. Dabei seien die akustischen Ortungsgeräte der beiden Fregatten sowie U-Boot-Jagdhubschrauber vom Typ Ka-27 eingesetzt worden.

Die russische Marine habe einen hydroakustischen Kontakt mit dem U-Boot hergestellt und – trotz der Manövrierversuche des Unterseeboots – aufrechterhalten, so der Sprecher. Rund eine Stunde lang hätten die Fregatten das U-Boot verfolgt und letztlich dazu gezwungen, den Aktionsbereich des Trägerverbandes zu verlassen.

Die Königliche Niederländische Marine verfügt derzeit über vier U-Boote der Walrus-Klasse, die Anfang der Neunzigerjahre in Dienst gestellt worden sind. Die dieselgetriebenen Untersee-Schiffe erreichen eine Geschwindigkeit von bis zu 20 Knoten bei einer Wasserverdrängung von 2650 Tonnen. Die Tauchtiefe beträgt bis zu 300 Meter. Die Schiffe sind mit vier Torpedorohren von je 533 Millimeter Durchmesser ausgerüstet und führen bis zu 20 schwere Torpedos vom Typ Mk48 an Bord. Die niederländischen U-Boote sind regelmäßig an Nato-Einsätzen im Nordatlantik, in der Ostsee und im Mittelmeer beteiligt.

Zuvor hatten Medien unter Berufung auf eine Quelle im Verteidigungsministerium berichtet, dass russische Kriegsschiffe, geführt vom Flugzeugträger "Admiral Kusnezow" und dem schweren Atom-Raketenkreuzer "Pjotr Weliki" im Laufe des heutigen Tages einen Raketenschlag gegen den "Islamischen Staat" in der Provinz Aleppo zu führen planen.

Der Leiter der Abteilung für gesamteuropäische Zusammenarbeit beim Außenministerium Russlands, Andrej Kelin, teilte später jedoch mit, dass die Erklärung der Nato über eine mögliche Beteiligung der russischen Flugzeugträgerkampfgruppe im Mittelmeer an Kampfhandlungen im syrischen Aleppo absurd sind.

„Für Besorgnis gibt es keinen Grund, da sich unsere Flugzeuge Aleppo schon seit neun Tagen nicht mehr annähern. Die Schiffgruppe ist im Mittelmeer unterwegs. Unsere Schiffe befanden sich schon immer im Mittelmeer. Es gibt also keinen Grund, uns zu verdächtigen. Die Äußerungen des Nato-Generalsekretärs (Jens Stoltenberg – Anm. d. Red.) sind haltlos“, so Kelin.

Die Flugzeugträgergruppe der Nordflotte Russlands besteht aus dem schweren Flugzeugkreuzer "Admiral Kusnezow", dem schweren Atom-Raketenkreuzer "Pjotr Weliki" sowie den großen U-Jagd-Schiffen "Seweromorsk" und "Vize-Admiral Kulakow". Die russische Flotte war Mitte Oktober zur Unterstützung der russischen Marine im Syrien-Einsatz ins Mittelmeer losgeschickt worden.

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