Autor Thema: Lagert Atommüll bald in direkter Grenznähe zum Bayerischen Wald?  (Gelesen 567 mal)

Sputnik Magazin

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Maňovice (CZ)/Cham


Lediglich 130 Kilometer Luftlinie trennen Passau von dem kleinen westböhmischen Dorf Maňovice, das derzeit nur noch 39 feste Einwohner hat. Tendenz sinkend. Über die Ursache ist sich der Bürgermeister Miroslav Panuška im Klaren: Außer an Arbeit in der Umgebung mangelt es in seinem Dorf vor allem an Vertrauen in die Zukunft. Kämen im Sommer nicht die Städter in ihre Ferienbauernhäuser, wäre das Dorf längst ausgestorben.
Wie lange noch ist fraglich, denn die tschechische Verwaltung für die Lagerung von radioaktivem Abfall plant in dem Areal "Březový potok", das außer an Maňovice noch an fünf weitere Ortschaften angrenen, unter Umständen ein Endlager für radioaktiven Abfall der beiden tschechischen Atommeiler Temelin und Dukovany. Begraben in einem 300 Hektar großen unterirdischen Areal würde der Sondermüll dort noch Jahrhunderte lang strahlen. Ohne dass jemand weiß, welche Schäden sich daraus für die Umwelt ergeben können.

Der Chamer Landrat Franz Löffler hat sich laut Bayerischem Rundfunk bereits in einem Brief an die Bundesministerin für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit, Barbara Hendricks, gewandt. Darin bittet Löffler die Ministerin darum, der tschechischen Regierung den Widerstand in Ostbayern gegen das Vorhaben zu verdeutlichen. Überdies fordert er von Prag Klarheit über den Stand der aktuellen Planungen.




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