Autor Thema: Längere Blühfreuden in der Vase  (Gelesen 1258 mal)

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Längere Blühfreuden in der Vase
« am: 26. April 2015, 08:52:08 »
Tulpen-Tipps


Bunte Blumensträuße, wohin das Auge blickt! Der Frühling ist voll angekommen und nicht nur in Gärtnereien und Blumengeschäften, sondern auch in Supermärkten werden farbenprächtige Blumen in verschiedensten Zusammenstellungen angeboten. Doch oft dauert das Blumenglück nicht lange an: Schon nach kurzer Zeit lassen Tulpen, Rosen und Co. ihre Köpfe hängen oder sind in der Vase vertrocknet. Einige Tipps für eine längere Haltbarkeit.
Schon um einige Euro kann man jetzt einen Hauch von Frühling nach Hause tragen. Besonders beliebt sind die typischen Frühlingsboten wie Tulpen, Narzissen und Hyazinthen. Rosen in allen Formen und Farben dürfen heute sowieso zu keiner Jahreszeit mehr fehlen.

Wie lange sollte ein Blumenstrauß halten?
Für die Haltbarkeit von Schnittblumen gibt es keine Einheitsregel. Die jeweiligen Blumenarten - und innerhalb dieser oft auch noch die verschiedensten Sorten -, Frische beim Kauf, Standortbedingungen und natürlich auch die richtige Pflege spielen dabei eine große Rolle.

Aber auch durch die Zusammenstellung der Blumensträuße kann die Lebensdauer beeinflusst werden. So zum Beispiel gelten die so beliebten, gelb leuchtenden Narzissen als wahre "Killerblumen" gegenüber anderen Blumenarten. In Blumenländern, wie etwa den Niederlanden, gehört es längst zum Standardwissen, dass Narzissen niemals mit anderen Blumen gemeinsam in Sträußen verwendet werden dürfen. Die Ursache liegt darin, dass Narzissen ein schleimiges Sekret absondern, das auf andere Blumen giftig wirkt.

Sehr gute Haltbarkeitsvoraussetzungen weisen Tulpen auf: Bei richtiger Pflege und gutem Standort können sie bis zu drei Wochen satte Blühfreuden verbreiten. Über die Wirksamkeit von diversen "lebensverlängernden" Zusätzen - angefangen von Hausmitteln wie Zucker und Kupfermünzen bis hin zu den abgepackten Floristikzusätzen - herrscht selbst bei Experten große Uneinigkeit. Hier heißt es für den Blumenfreund also: selbst ausprobieren und aus Erfahrung lernen!

Tulpen, Tulpen und nochmals Tulpen
Sie sind die Frühlingsblumen schlechthin: Tulpen in allen Farben und Arten überschwemmen im Frühling auch als Schnittblumen geradezu den Blumenmarkt. Ursprünglich aus dem Orient als Wildtulpe nach Europa eingeführt, gibt es heute mehr als 4.000 verschiedene Tulpensorten - darunter auch einige Duft- Highlights.

Übrigens: Der Name "Tulpe" soll ursprünglich aus dem asiatisch- orientalischen Raum kommen. Seine Wurzeln reichen bis in das indische Sanskrit zurück, und auch im Osmanischen Reich wurde der Name auf die optische Ähnlichkeit der Blüte mit den Turbantüchern vornehmer Osmanen zurückgeführt.

Als Schnittblumen weisen Tulpen einige Besonderheiten auf: Im Gegensatz zu den meisten anderen Schnittblumen bevorzugen sie beim Einwässern in der Vase nicht lauwarmes, sondern kühles Wasser. In der Vase selbst wachsen auch die Schnitt- Tulpen noch weiter. Dies sollte man bei der Wahl der Vase (möglichst hoch!) und auch bei etwaigen Arrangements berücksichtigen.

Tulpenpflege und einige Tipps
  • Frische: Beim Kauf sollten die Knospen fest und prall sein, die spätere Farbe muss bereits deutlich zu erkennen sein. Bei frischen Tulpen quietschen die Blumenstängel. Motto: Je frischer die Tulpen, desto mehr quietschen die Stängel!
  • Richtig anschneiden: Viele Experten raten, die Blumenstängel vor dem Anschnitt nochmals gründlich abzuwaschen, um etwaige Bakterien abzuspülen. Diese Maßnahme soll zu einer längeren Lebensdauer beitragen. Tulpen werden nicht schräg, sondern gerade angeschnitten. Dazu stets ein scharfes Messer verwenden, bei einem Scheren- Schnitt werden die empfindlichen Leitbahnen im Stiel gequetscht und können später nur schlecht Nährstoffe aufnehmen. Nach einigen Tagen im Wasser verfärben sich die Stiele bräunlich und müssen wieder neu angeschnitten werden. Unnötige Blätter entfernen! So kann die Pflanze mehr Energie für die Blüte aufwenden und loses Laub im Wasser fördert die Bakterienbildung und behindert die Nährstoffaufnahme.
  • Ausreichend Wasser: Tulpen sind wahre "Säufer" und benötigen daher stets viel Wasser. Wer lange Freude an seiner Tulpenpracht in der Vase haben will, sollte daher täglich den Wasserstand kontrollieren. Tipp: Am einfachsten geht dies, wenn man eine Glasvase nimmt!
  • Wasser nachfüllen: Wer täglich das Blumenwasser zur Gänze austauscht, führt den Tulpen zu oft einen vollen Energieschub zu. In der Folge wachsen die Tulpen rascher in die Höhe, entfalten rascher ihre Blüte - und verblühen eben auch rascher! Besser für eine längere Haltbarkeit ist es daher, regelmäßig Wasser aufzufüllen, da so das Nährstoffkonzentrat in etwa gleich bleibt. Trübt sich das Wasser allerdings ein, muss es ausgetauscht werden. Der Wasserstand in der Vase sollte nicht tiefer als zwei oder drei Finger unter dem Vasenrand liegen.
  • Standort: Tulpen bevorzugen schattige und vor Zugluft geschützte Standorte. Achtung: Nicht in die Nähe von Heizkörpern oder Kamine stellen - dies verkürzt ihre Lebensdauer deutlich. Wer lange Freude an den Blumenschönheiten haben will, stellt die Tulpen über Nacht besonders kühl. Wie bei anderen Blumensorten gilt auch hier, dass die Nähe zu Obst vermieden werden muss. Denn das Reifegas von Obst verkürzt die Lebensdauer.
  • Gestaltung: Glasvasen sind für Tulpen nicht nur aufgrund der erforderlichen Wasserkontrolle, sondern auch in Bezug auf die Gestaltungsmöglichkeiten optimal geeignet. Sehr hübsch machen sich z.B. runde Kieselsteine in Weiß oder entsprechenden Kontrastfarben in der Vase. Achtung: Ist der Strauß verblüht, müssen nicht nur die Vase selbst, sondern auch die Steine vor dem nächsten Einsatz gründlich gereinigt werden.