Autor Thema: Jugendliche als Botschafter für ihre Anliegen  (Gelesen 463 mal)

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Jugendliche als Botschafter für ihre Anliegen
« am: 15. Oktober 2016, 09:26:27 »
Triesen/Vaduz


Theaterprojekt Assitej Liechtenstein mit Kindern und Jugendlichen
Das Nürnberger Papiertheater hat die «Konferenz für Kinder und Jugend» entwickelt. Zusammen mit Assitej Liechtenstein haben zwölf Jugendliche ein persönliches Buch dazu entwickelt. 
Begonnen hat alles im Mai 2009, ein Jahr, nachdem Deutschlands grösste Bank definitiv in die Krise schlitterte, und gemunkelt wurde, dass die Regierung ihr unter die Armee greifen müsse. Der Gedanke, ob das bezahlbar wäre, war für Johannes Volkmann, Leiter des Papiertheaters Nürnberg, Auslöser, das Forschungsprojekt «Konferenz der Kinder» zu lancieren. Das Projekt musste reifen.
Kinder ab 9 Jahren und Jugendliche werden nun seit 2014 nach ihren Ängsten und Wünschen in Bezug auf ihr anstehendes Leben und nach ihren Forderungen an die Gesellschaft befragt. «Wir haben dazu ein «Fragebuch» entwickelt, das jedes Kind gestalten kann. Aus allen Büchern entsteht eine wachsende Bibliothek», so Volkmann.
Im Jahr 2018 ist in Nürnberg in der Strasse der Menschenrecht eine «Gipfelkonferenz der Kinder» geplant, bei der zentrale Themen in den Fokus gerückt werden sollen.

Themen nicht unter den Teppich kehren
In dieser Woche hat das Papiertheater und die «Konferenz der Kinder» im Fürstentum Liechtenstein Halt gemacht. Zusammen mit Assitej Liechtenstein, dem Ableger der internationalen Vereinigung des Theaters für Kinder und Jugendliche, beschäftigten sich neun- bis 13-jährigen Mädchen und Buben mit Themen, die nicht unter den Teppich gekehrt werden sollen.
Petra Büchel, Leiterin des Gasometers in Triesen, nannte es zur Begrüssung am Freitagabend ein «aussergewöhnliches Forschungsprojekt, bei dem die Jugendlichen eine spannende Arbeit geleistet und schöne Begegnungen erlebt haben.»
Der Präsident der Assitej Liechtenstein, Georg Biedermann, war dankbar, dass mehrere Stiftungen und das liechtensteinische Amt für soziale Dienste das Projekt unterstützt haben. Johannes Volkmann ist begeistert, dass er immer mehr dieser Bücher bekommt. «Es ist spannend, welche Antworten die Jugendlichen auf die entsprechenden Fragen geben. Dass aber nicht nur Jugendliche Antworten finden müssen, zeigte dann die Inszenierung, die in nur zwei Tagen entstanden ist. Da stand die Frage «was ist der nächste Schritt» am Anfang. Oder «worauf kann ich verzichten, worauf nicht?»
Ein Film zeigte anschaulich, mit welcher Überzeugung die Jugendlichen ihre Botschaften unters Volk gebracht haben. Einige Autos fuhren dann bis der nächste Regen als Schwamm diente, mit Botschaften wie «ich will spielen» oder «alle Menschen sollen nett sein» umher.

« Letzte Änderung: 15. Oktober 2016, 09:28:08 von Sputnik Magazin »