Autor Thema: Hoteliers begrüßen Ende der Bestpreisklausel  (Gelesen 1771 mal)

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Hoteliers begrüßen Ende der Bestpreisklausel
« am: 21. Oktober 2016, 09:22:44 »
Gesetzesnovelle


Hotel- Buchungsplattformen wie booking.com, Expedia und HRS dürfen den heimischen Hotelpartnern bald nicht mehr die Preispolitik vorgeben. Eine entsprechende Gesetzesnovelle wurde am Dienstag auf den Weg gebracht. Die Parlamentsparteien stimmten dem Entwurf zur Änderung des Gesetzes gegen den unlauteren Wettbewerb und des Preisauszeichnungsgesetzes im Tourismusausschuss zu.
"Heute ist der Anfang vom Ende der Bestpreisklausel in Österreich. Und das ist gut so", freute sich die Präsidentin der Österreichischen Hoteliervereinigung, Michaela Reitterer.

Auch vonseiten der Branchenvertreter in der Wirtschaftskammer kam Beifall für den Schritt: "Endlich ist es wieder möglich, dass Unternehmer frei entscheiden können, zu welchem Preis sie ihr Angebot am Markt und vor allem auf ihrer eigenen hoteleigenen Website präsentieren", so die Obfrau der Bundessparte Tourismus und Freizeitwirtschaft, Petra Nocker- Schwarzenbacher, und der Obmann des Fachverbandes Hotellerie, Siegfried Egger.

Preisaushang künftig nicht mehr in jedem Zimmer
Im Zuge der Novellierung wird auch die "nicht mehr zeitgemäße Auszeichnung der Zimmerpreise" geändert: Die Preisauskunft muss nicht mehr direkt in jedem Hotelzimmer ausgehängt werden, sondern künftig nur in Form von Standardzimmerpreiskategorien im Eingangsbereich sichtbar zur Verfügung gestellt werden. "Zettel aushängen ist so was von 1517 - wie Luthers 95 Thesen; darüber sind wir 2016 hinweg", ist Reitterer froh über die Regierungsvorlage.

Die Gesetzesänderungen müssen noch im National- und Bundesrat verabschiedet werden und sollen bis Anfang 2017 in Kraft treten.