Autor Thema: «Luchs-Opfer» reicht erneut Beschwerde ein  (Gelesen 954 mal)

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«Luchs-Opfer» reicht erneut Beschwerde ein
« am: 05. November 2016, 09:12:26 »
LUZERN/SCHWYZ


Nach einem missglückten Polizeieinsatz der Spezialeinheit «Luchs» im Jahr 2005 in Arth hat ein heute 29-Jähriger Geld von der Suva bezogen. Nun fordert diese 120'000 Franken zurück. Der Mann zieht deswegen vor Bundesgericht. 
Ein 29-jähriger Mann aus Goldau hat beim Bundesgericht in Luzern Beschwerde eingereicht. Dies teilt die höchste richterliche Instanz der Schweiz unserer Zeitung mit. Der Anwalt des Mannes, David Husmann, bestätigt: Die Suva fordert eine Rückzahlung der Taggelder von 120'000 Franken, die sein Mandat von Juni 2005 bis Juni 2011 bezogen hat. Diese hat der damals 17-Jährige ungerechtfertigt erhalten, urteilte das Schwyzer Strafgericht bereits im Juli 2014. Damals wurde der junge Mann zu einer Freiheitsstrafe von 18 Monaten auf Bewährung verurteilt, weil er seine Arbeitsunfähigkeit nur vorgetäuscht hatte.

Der Fall «Luchs» ist damit um ein weiteres Kapitel reicher. Im Jahr 2005 wurde der damals 17-Jährige und sein 22-jähriger Kollege in Arth von der Spezialeinheit «Luchs» der Luzerner Polizei fälschlicherweise aus dem Auto gezerrt. Die Polizisten vermuteten einen international gesuchten Schwerverbrecher. Die beiden Männer mussten sich anschliessend im Spital behandeln lassen. Der jüngere der beiden erhielt folglich Suva-Taggelder und verlangte zudem eine IV-Rente, die ihm jedoch verwehrt wurde. Dies focht er zunächst beim Schwyzer Verwaltungsgericht an, später sogar beim Bundesgericht. Beide Beschwerden wurden abgeschmettert.