Autor Thema: Putins Beauftragter über ausgestelltes Skythengold: Schätze gehören auf die Krim  (Gelesen 1506 mal)

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Skythengold

Die skythischen Goldgegenstände aus Museen der Krim, die derzeit in Amsterdam ausgestellt sind, müssen laut dem Sonderbeauftragten des russischen Präsidenten für internationale kulturelle Zusammenarbeit, Michail Schwydkoi, auf die Krim zurückkehren.
Die Ausstellung „Krim: Gold und Geheimnisse des Schwarzen Meeres“, die archäologische Artefakte aus fünf Museen der Krim umfasst, war Anfang Februar im Allard-Pierson-Museum in Amsterdam eröffnet worden. Die Schmuck-, Rüstungs- und Alltagsgegenstände der antiken griechischen, römischen, skythischen, sarmatischen und byzantinischen Kultur waren zuvor in Bonn gezeigt worden.

Laut Medienberichten vom Sonntag könnten die Schätze nicht mehr auf die Krim gelangen, wenn die Niederlande die Ausstellungsstücke an das Kulturministerium der Ukraine schicken sollten.

In einem Gespräch mit RIA Novosti schloss Schwydkoi unterschiedliche  Varianten der Rückkehr der Ausstellungsstücke nicht aus. „Da es sich aber um einen Teil des Kulturerbes der Krim handelt und dieses Gold mit Cherssones (antike Stadt bei Sewastopol, Red.) und vor allem mit der Kultur und der sozialen Geschichte der Krim verbunden ist, gehören die genannten Gegenstände auf die Krim“, betonte Schwydkoi.

Ihm zufolge ist hierbei eine sorgfältige rechtliche Expertise notwendig. „Da die Krim Teil eines anderen Staates geworden ist, erhebt sich hier eine rechtliche Frage und wir werden nach einer Antwort darauf suchen“, so der Kulturbeauftragte. „Das wird kaum ein leichter und schmerzloser Prozess werden, aber ich bin überzeugt, dass vernünftige juristische Normen sich durchsetzen werden“, sagte Schwydkoi.


Bei einem Referendum am 16. März über den Status der Krim waren mehr als 96 Prozent der Stimmen für den Beitritt der Region zur Russischen Föderation. Am 18. März wurde ein diesbezüglicher Vertrag unterzeichnet, der vom russischen Parlament gebilligt und vom russischen Präsidenten unterzeichnet wurde.

© 2014 RIA Novosti
« Letzte Änderung: 01. April 2014, 08:43:05 von Sputnik Magazin »