Autor Thema: Britisches Schariagericht: Vergewaltigungsopfer muss mit ihrem Peiniger leben  (Gelesen 487 mal)

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Geschlagen, ausgeraubt und vergewaltigt: Trotz eines offiziellen Gerichtsurteils und eines Annäherungsverbots ist eine britische Pakistanerin aufgrund des Drucks ihrer Familienangehörigen und der Anordnung eines sogenannten Schariagerichtes ungehindert von ihrem gewalttätigen Mann misshandelt worden, berichtet „The Daily Express“.
Die aus Pakistan stammende britische Staatsangehörige Lubna (Name geändert), Mutter zweier Kinder, habe gegenüber der Staatsanwaltschaft angegeben, dass sie von ihrem getrennt lebenden Ehemann geschlagen, ausgeraubt und vergewaltigt worden sei. Zuvor habe das Gericht dem britischen Pakistaner untersagt, sich der Frau zu nähern und ihm das Sorgerecht für die Kinder entzogen.

Nach dem damaligen Gerichtsprozess gegen ihren Ehemann sei Lubna von ihrer Familie dazu genötigt worden, eine islamische Scheidung im Schariagericht zu erzielen. Allerdings habe das muslimische Gericht geurteilt, dass sie zu ihrem Mann zurückkehren solle.
Das sei die Realität solcher in Großbritannien wirkenden Schariagerichte, so die britische Menschenrechtsaktivistin Gita Sahgal.

„Jede Frau, die eine neue Beziehung beginnt, begeht Ehebruch, so sagen sie, — ein Verbrechen, das in ihren Augen nur mit Apostasie, dem Verlassen des Islam und Blasphemie gleichgesetzt werden kann“, zitiert das Blatt die Aktivistin. Den Frauen werde zudem erzählt, dass die offizielle Scheidung aus islamischer Sicht keine Gültigkeit hätte.

Laut Dr. Ahmad al-Dubayan, dem Vorsitzenden des Rates für Schariagerichte in Großbritannien, arbeiten solche selbsternannten Gerichte schon „überall im Land“. Obwohl sie über keinerlei Rechtskraft verfügen, würden sich muslimische Familien regelmäßig an sie wenden, um Ehen zu schließen, Scheidungen auszusprechen und Konflikte zu regeln. Hierfür nähmen diese Instanzen auch Gebühren, die oft sogar höher als die der britischen Gerichte seien.

Mittlerweile werde in Großbritannien gegen solche Gerichte ermittelt, was allerdings auf Kritik vieler im Land lebender Muslime stoße. Sie hielten dies für eine „Einmischung“ in ihre inneren Angelegenheiten.

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