Autor Thema: "Reichsbürger"-Verdacht: Ermittlungen gegen Olympioniken  (Gelesen 1021 mal)

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"Reichsbürger"-Verdacht: Ermittlungen gegen Olympioniken
« am: 01. Dezember 2016, 08:52:58 »
Passau


Wegen "Reichsbürger"-Verdachts haben bayerische Sicherheitsbehörden nach Informationen der PNP gegen einen Teilnehmer der Olympischen Sommerspiele 2016 in Brasilien ermittelt, der privat über Waffen verfügt.
Weil sich der Sportler gegenüber den Staatsschützern "klar" von der "Reichsbürger"-Ideologie distanzierte, wurde am Ende kein Verfahren zum Entzug der Waffen eingeleitet. Gegenüber der PNP bestätigte Innenminister Joachim Herrmann (CSU) Ermittlungen und machte klar: "Wenn es Hinweise gibt, dass jemand Reichsbürger ist und Waffen im Spiel sind, dann wird dem nachgegangen – konsequent, rigoros und ohne Rücksicht auf das Ansehen der Person. Wenn sich die Hinweise erhärten, dann entziehen wir die Waffen." In diesem konkreten Fall sei das aber nicht notwendig gewesen.

Ins Visier der Staatsschützer ist das Mitglied der Olympiamannschaft nach PNP-Informationen durch eine Meldung des Landratsamtes an dessen Wohnort geraten. Dort war eine länger zurückliegende Beantragung eines sogenannten Staatsbürgerschaftsnachweises, eines bei Anhängern der Reichsbürgerbewegung begehrten Dokumentes, aktenkundig. Ein "Staatsbürgerschaftsnachweis" ist allerdings nur in extrem seltenen Fällen von behördlichem Belang – während er unter den sogenannten Reichsbürgern ausgesprochen nachgefragt ist, da er auf einem Gesetz aus dem Jahr 1913 fußt.


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