Autor Thema: Polizei verstärkt Personal auf Weihnachtsmärkten - nicht einschüchtern lassen  (Gelesen 1074 mal)

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München


Weihnachtsmarkt
Nach dem mutmaßlichen Terroranschlag in Berlin hat die Polizei in München ihre Sicherheitsvorkehrungen für die Weihnachtsmärkte in der bayerischen Landeshauptstadt erhöht. Das Personal auf den Märkten sei verstärkt worden, sagte ein Polizeisprecher am Dienstag. Einzelheiten wollte er nicht mitteilen. Auch in Niedersachsen und Bremen soll die Sicherheitsvorkehrungen hochgefahren werden. In Bremen steht die Polizei nach eigenen Angaben im Austausch mit den anderen Bundesländern. Die Lage werde am Dienstagmorgen neu bewertet und es werde geprüft, ob neue Maßnahmen ergriffen werden. In Braunschweig zeigte die Polizei am Montagabend bereits mehr Präsenz als sonst. Es seien mehr Streifenwagen als normalerweise vorgesehen rund um den Weihnachtsmarkt postiert worden, sagte ein Polizeisprecher.
Nicht einschüchtern lassen
Mecklenburg-Vorpommerns Innenminister Lorenz Caffier (CDU) hat die Menschen in seinem Bundesland aufgerufen, sich von dem mutmaßlichen Anschlag auf einen Berliner Weihnachtsmarkt mit mindestens zwölf Toten nicht einschüchtern zu lassen. Das sei genau das, was solche Täter erreichen wollten, sagte Caffier am Dienstag dem Sender NDR 1 Radio MV. Die Menschen sollten zwar eine gewisse Aufmerksamkeit walten lassen, sich aber nicht vom Besuch eines Weihnachtsmarktes abhalten lassen.

Eine hundertprozentige Sicherheit könne es nicht geben, sagte der Innenminister. Weihnachtsmärkte hätten in Deutschland einen besonderen Symbolwert und seien deshalb potenzielle Anschlagsziele. "Wenn Sie auf den Weihnachtsmarkt gehen, (...) dann wollen sie auch den Weihnachtsmarkt genießen und sich nicht ausschließlich innerhalb einer Festung bewegen."

Im Laufe des Vormittags soll über weitere mögliche Konsequenzen aus dem schrecklichen Geschehen in Berlin beraten werden. Vorsätzlich soll ein Mann am Montagabend einen Lastwagen in den Weihnachtsmarkt an der Gedächtniskirche im Herzen der Hauptstadt gesteuert haben. Dabei waren mindestens zwölf Menschen getötet und zahlreiche weitere verletzt worden.