Autor Thema: Jetzt mehr Polizei auch für unsere Adventmärkte!  (Gelesen 1109 mal)

Sputnik Magazin

  • Administrator
  • Hero Member
  • *****
  • Beiträge: 4016
  • Karma: +0/-0
    • Profil anzeigen
    • Sputnik Magazin
Jetzt mehr Polizei auch für unsere Adventmärkte!
« am: 20. Dezember 2016, 11:49:46 »
Innenministerium:


Weihnachtsmarkt in Wien
Ein Lkw rast auf einem Weihnachtsmarkt ungebremst in die Menschenmenge, mindestens zwölf Menschen werden in den Tod gerissen, weitere 48 teils schwerst verletzt. So geschehen am Montagabend in Berlin- Charlottenburg, fünf Tage vor Weihnachten. Der Schock über den Terror- Anschlag in Deutschlands Hauptstadt sitzt tief. Doch wie ist es bei uns in Österreich? Sind unsere Weihnachtsmärkte ausreichend gesichert?
"Bereits in den frühen Morgenstunden hat ein Einsatzstab im Ministerium getagt und über das weitere Vorgehen nach dem Anschlag in Berlin beraten", so der Sprecher des Innenministeriums, Karl- Heinz Grundböck, Dienstagmorgen gegenüber krone.at. "Und ja, wir werden die Polizeipräsenz im öffentlichen Raum weiter erhöhen", so der Sprecher.

Gleichzeitig betonte er aber auch, dass es derzeit "keine konkreten Hinweise" auf eine Gefährdung in Österreich gebe, und - bezogen auf den Anschlag in Berlin - laut derzeitigem Ermittlungsstand auch keinen direkten Bezug nach Österreich.

"Behörden tun alles in ihrer Macht Stehende"
"Wir haben ja bereits seit längerer Zeit eine allgemein erhöhte Risikosituation, nicht nur hier, sondern in ganz Europa", so Grundböck weiter. Deshalb werde man auch mit Veranstaltern von Großevents an einer erhöhten Präsenz der Einsatzkräfte arbeiten und auch hier Maßnahmen setzen. Diese seien jedoch je nach Veranstaltung individuell zu gestalten, so der Sprecher.

Sobotka: "Wir können diesem Terror nicht weichen"
"Die Behörden tun jedenfalls alles in ihrer Macht Stehende", unterstrich Grundböck im krone.at- Gespräch. Auch Innenminister Wolfgang Sobotka appellierte an Österreichs Bevölkerung, nach dem Terroranschlag in Berlin Ruhe zu bewahren und rief im Ö1- "Morgenjournal" dazu auf, sich "vom Terror nicht Gebräuche und Lebensgewohnheiten nehmen" zu lassen.

Ein derartiger Anschlag könne überall passieren, so der Innenminister. "Wir können diesem Terror nicht weichen, gerade eine freie und demokratische Gesellschaft muss auch die Kraft haben, dem zu widerstehen", meint er. Doch auch Sobotka ist der Ansicht, dass "Sorgsamkeit bei uns mehr denn je geboten" sei.

Mutiger Zeuge lotste Polizei zu Verdächtigem
Gegen 20 Uhr war am Montagabend in Berlin ein schwarzer Lkw in den Weihnachtsmarkt am Breitscheidplatz gefahren. Am Steuer dürfte nach aktuellem Ermittlungsstand ein Mann aus Pakistan gesessen sein, der als Flüchtling im Dezember 2015 über Passau nach Deutschland eingereist war. Am Beifahrersitz fanden Beamte einen toten Polen. Wie der Mann zu Tode kam, ist Gegenstand von Ermittlungen.

Nach der grausamen Tat sprang der mutmaßliche Täter aus dem Führerhaus und rannte davon. Nach Angaben der "Welt" verfolgte ein mutiger Zeuge den Flüchtenden und lotste die Polizei schließlich zu dessen Aufenthaltsort. Bei der Siegessäule, rund zwei Kilometer vom Ort der schrecklichen Szenen entfernt, wurde der Verdächtige schließlich festgenommen. Er wird derzeit befragt.