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WIRTSCHAFTSKRIEG GEGEN RUSSLAND: Der Winter kann kommen

Begonnen von Liam, 13. Juli 2022, 09:47:03

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Liam

Bibbern ist jetzt Staatsräson: Regierungsgrüne schwören auf Energiekrise ein


»Muss ja nichts Schlechtes sein«: »Energieautarkie« beim Baden


»Wir sind jetzt in einer Schicksalsgemeinschaft in Europa«, sagte Robert Habeck am Dienstag in Wien mit Bezug auf »die Gasströme« aus Russland. »Monatelange Unterbrechungen« sah der Wirtschaftsminister kommen und zeigte sich bereit, dem Mangel etwas Gutes abzugewinnen: »So düster der Tag ist, das muss ja nichts Schlechtes sein.«

»Energieautarkie« und »Energiesicherheit« waren für Habeck dasselbe bei diesem Termin, bei dem es um gemeinschaftliche Krisenbewältigung ging. Österreichs Energieministerin Leonore Gewessler (ebenfalls Die Grünen) erklärte eingangs recht triumphalistisch: »Was manche vor Monaten noch als grüne Träumerei abgetan haben, zeigt sich heute als Staatsräson.« Damit übergab sie das Wort an Habeck, der einmal mehr auch die Warmduscher in die Pflicht nahm für den Wirtschaftsstandort: »Dass Menschen privat geschützt sind, die Unternehmen aber nicht; das macht nur Sinn, wenn der Engpass kurzfristig ist.« Letzteres wird keiner behaupten.

Nord Stream 1 wird derzeit turnusmäßig bis 21. Juli gewartet. Wie bald eine fehlende Siemens-Turbine von der Reparatur im kanadischen Montreal eintreffen wird, ist unklar. Die Exportgenehmigung nannte der ukrainische Präsident Selenskij in einer Videobotschaft am Montag »gefährlich nicht nur für die Ukraine, sondern auch für alle Länder der demokratischen Welt«.

Viele dieser Länder konkurrieren nun allerdings mit bangem Blick nach Moskau um die 30 Prozent des Flüssigerdgases (LNG), die weltweit frei gehandelt werden. Für den Rest gibt es längerfristige Verträge. Mit den kompletten 30 Prozent könnte die EU das russische Gas wohl ersetzen, nur fehlen ihr dafür Importterminals. Die BRD plant zwei schwimmende (in Wilhelmshaven und Brunsbüttel). Vor dem Frühjahr werden die nicht ans Netz gehen können.

Es fehlt der westlichen Solidargemeinschaft nicht an Bedürftigen. Wie Polen ist etwa Tschechien bei der Ersetzung des russischen Gases auf Hilfe angewiesen. Die versprach Habeck am Montag in Prag, aber woher nehmen? Als Außenministerin Annalena Baerbock sich am Montag in Tokio beim weltgrößten LNG-Importeur Japan gewohnt forsch für eine Umwertung der Wirtschaftsordnung stark machte – »Ich werde nicht zulassen, dass wir jetzt konkurrieren um das, was am allerwichtigsten ist, nämlich alternative Versorgungsmöglichkeiten wie LNG« – beschied Außenminister Yoshimasa Hayashi auf Nachfrage nur: »Wir haben zur Zeit nicht vor, LNG an Deutschland zu liefern.«

Es bleibt also erst mal bei dem Szenario eines »westlichen Gashändlers« in der NZZ vom Dienstag: »Wenn Russland nicht mehr liefert, kommt (...) der schlimmste Winter seit 1945«: »Blackouts, Heißwasserrationierungen und Produktionsunterbrechungen«. Ähnlich grundierte Sparappelle Habecks haben den Deutschen Städtetag nun erreicht, wie Verena Göppert aus der Geschäftsführung am Dienstag gegenüber dpa versicherte. Die Städte »lassen etwa Beleuchtungen aus, verzichten auf warmes Wasser in öffentlichen Gebäuden, schalten Brunnen ab, temperieren Klimaanlagen und Badewasser anders«.

Und auch bei einem der größten europäischen Gasversorger, der Gasag in Berlin, ist die Botschaft angekommen. »Duschen, Spülen, Händewaschen« müssten verkürzt werden, erklärte Gasag-Chef Georg Friedrichs in der Berliner Zeitung vom Dienstag: »Wir alle sollten schauen, wo unsere Schmerzgrenze liegt.«

Quelle: junge Welt
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Liam Clarence
  > Redaktion

"Nur wer gegen den Strom schwimmt gelangt zur Quelle!
Nur tote Fische schwimmen mit dem Strom!"


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