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Begonnen von Bastian, 17. Mai 2025, 07:42:38

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Bastian

✨ 17. Mai: Bild, Neuguinea-Kompagnie, Kalenderblatt, Mondkalender, Bauernregeln, Heilige, Sagen

Bild des Tages: Neuguinea-Kompagnie
 Bismarck-Archipel



Anteilschein der Neuguinea Compagnie vom 16. Februar 1914

Die Neuguinea-Kompagnie (auch Neuguinea-Compagnie) war eine 1882 in Berlin von Bankiers und Großfinanziers als Neuguinea-Konsortium gegründete Gesellschaft. Ihr Ziel war der Erwerb von Kolonialbesitz in der Südsee, insbesondere in Neuguinea, auf dem Bismarck-Archipel und auf den Salomonen. Zu den Gründungsmitgliedern zählen u. a. die Bankiers Adolph von Hansemann und Gerson von Bleichröder.

Die Vertreter deutscher Wirtschaftsinteressen im Pazifik waren seit dem Sommer 1883 durch die britisch-australische Konkurrenz beunruhigt. Sorge bereitete ihnen vor allem die Abwerbung insularer Arbeitskräfte – dies jedoch mehr aus Eigeninteresse, denn aus Engagement für die Einheimischen. Die Praxis minimaler Entlohnung und miserabler Arbeitsbedingungen glich schon nach damaliger Auffassung einem nur ,,schlecht verhüllten Sklavenhandel" (P. v. Hatzfeldt). Als Großbritannien im August 1884 den Ostteil Neuguineas für die Krone vereinnahmte, beanspruchte der Agent des Neuguinea-Konsortiums Otto Finsch im Dezember desselben Jahres die Nordostküste Neuguineas und den Bismarck-Archipel. Dadurch verhinderte er die Inbesitznahme des Gebietes durch Großbritannien, was insbesondere durch die britische Kolonialverwaltung in Queensland (Australien) gefordert worden war. Großbritannien regierte ab 1884 den Südostteil Neuguineas (→ Britisch-Neuguinea) und ab 1889 wurde der Westteil zur Kolonie der Niederlande (→ Niederländisch-Neuguinea).

Im Frühling 1885 erfolgte durch Hansemann eine Umbenennung in Neuguinea-Kompagnie, die durch weitere Finanziers wie Guido Henckel von Donnersmarck, Christian Kraft zu Hohenlohe-Öhringen und Adolph Woermann unterstützt wurde. Nach einem Anschluss der Hamburger Firma Robertson & Hernsheim an die Kompagnie bekam diese am 17. Mai 1885 mit dem kaiserlichen ,,Schutzbrief" die Hoheitsrechte für den Nordosten Neuguineas (genannt Kaiser-Wilhelms-Land) und den Bismarck-Archipel übertragen. Am 13. Dezember 1886 kamen die Nord-Salomonen (Bougainville, Choiseul, Isabella u. a.) dazu. Die Überschreibung der landeshoheitlichen Rechte bedeutete, dass die Neuguinea-Kompagnie autonome Selbstverwaltungsrechte innehatte und das ihr vom Deutschen Reich zuerkannte Land in Besitz nehmen konnte, sowie eigenständig mit den Einheimischen Verträge über Land abschließen konnte. Das Recht, Beziehungen mit fremden Mächten zu regeln, blieb allerdings der kaiserlichen Regierung vorbehalten. Höchste Verwaltungsinstanz für die Gebiete hatte der Landeshauptmann inne.

Wegen drohender Insolvenz der Neuguinea-Kompagnie war das Deutsche Reich gezwungen, am 7. Oktober 1898 die Hoheitsrechte für die Kolonie Kaiser-Wilhelm-Land zurückzukaufen. Ab dem Jahr 1899 verwaltete das Kaiserreich die Kolonien als Teil von Deutsch-Neuguinea. An Stelle des früheren Landeshauptmanns trat der kaiserliche Gouverneur, der dann seinen Sitz in Herbertshöhe im Bismarck-Archipel hatte, wodurch Friedrich-Wilhelm-Hafen seine Stellung als Verwaltungshauptstadt verlor.
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Bastian Gruber
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