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Letzter Beitrag: 03. Oktober 2024, 08:07:59
🕊 Hand in Hand für den Frieden & Ger... von Hamzah

🏞  Inn: Innspitze

Begonnen von Naze, 06. August 2025, 09:28:10

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Topic keywords [SEO] InnSalzachInnspitzeZusammenfluß

Naze

🏞  Inn: Innspitze


Innspitze (Zusammenfluß: Inn und Salzach

Der Innspitz ist die Wasserlandschaft, wo Salzach und Inn zusammenfließen. Der Weg führt in der Ortschaft Haiming vom Sportplatz in Richtung Hochwasserdamm. Wandert man auf diesem nach Osten, so führt nach etwa 1,5 km ein schmaler Wanderweg nach rechts hinunter in die Innauen. Dieser Weg trennt die auf der rechten Seite liegende Mastenlacke von der Dreieckslacke, die sich links des Weges befindet. Nach 1,5 km endet dieser Pfad am Innspitz.

Die Schmelzwässer der Gletscher gruben sich nach der letzten Eiszeit immer tiefer in die von ihnen selbst aufgeschütteten Kiesflächen und schufen so im Laufe der Jahrtausende eine ausgedehnte Flusslandschaft im Zusammenfluss von Inn und Salzach. Durch Hochwasserspitzen der alpinen Schneeschmelze und ihrer mächtigen Geschiebeführung entstand im Mündungsbereich eine eindrucksvolle Wildflusslandschaft, die ihre Flussbetten ständig verlagerte, Kiesbänke wurden aufgeschüttet und andern Orts wieder abgetragen und so bestand von jeher eine sich immer wieder verändernde Landschaft. Ende des 19. Jahrhunderts wurde ein Großteil des früheren Auwaldes in der Talsohle von Haiming zwischen Salzach und Inn durch die Errichtung des Salzachleitdammes vom zeitweiligen Überfluten und Ablagern von Sedimenten geschützt. Nach Errichtung der Staustufe Simbach-Braunau Mitte des 20. Jahrhunderts ist im Mündungsgebiet eine gewisse Beruhigung eingetreten und es entstanden große Überschwemmungsflächen.

Hochwässer können das Material nicht mehr so schnell umschichten und trotz der gewonnenen Wasserfülle durch Alz und Salzach hat der Inn unterhalb Haiming seine ursprüngliche Kraft verloren. Hinter dem Leitdamm verläuft landseitig ein Wirtschaftsweg und neben ihm ein Bach, der die dammseitig austretenden Sickerwässer aufnimmt, da durch den Rückstau des Inns die neu entstandenen Altwässer höher liegen als die Haiminger Au. In dieser älteren Aulandschaft besteht ein Gewässersystem aus mehreren Bächen, wie der Haiminger Mühlbach, Hubmühlbach, Winkelhamer Bach, Kressenbach, Schwaigerbach und Neuhäusl Bach, die vom Westen nach Osten dem Mündungsdelta Inn-Salzach zufließen und letztendlich über ein Pumphebewerk in den Inn befördert werden. Hier ist schon seit jeher ein typischer Auwaldbestand und eine charakteristische Krautflora vorzufinden.

Der namenlose und größere Teil der Altwasserlandschaft öffnet sich Innseitig und wird von einer Schilf- und Auwald bewachsenen längeren Halbinsel, die das rechte Flussufer des Inns vor der Salzachmündung bildet, begrenzt. Zwischen dieser Halbinsel und dem Innspitz befindet sich eine Insel, die dicht mit Schilf und Seggengräsern und Augehölzen bewachsen ist. Im Westen, entlang des Leitdammes, drängt sich ein ausgedehnter und von Gerinnen durchzogener Schilfgürtel in das Altwasser, vor dessen Gestaden gern Silberreiher, Casmerodius albus, wie sie lateinisch benannt werden, im seichten Wasser scheinbar erstarrt auf Beute lauern. Im Süden wird dieses ausgedehnte Stillgewässer von einer künstlich angelegten Landzunge, dem Innsporn, von der Salzach getrennt.Auf der gegenüberliegenden Seite, zum flachen Altwasser hin, bilden Schilfgürtel und Röhricht im Uferbereich einen wertvollen Lebensraum als Laichgebiet vieler Fische. Draußen im freien Altwasser wurden vom Landesbund für Vogelschutz mehrere schwimmende Holzflöße verankert, um Flußseeschwalben eine Nistmöglichkeit zu bieten.

Bei Flkm 69,4 mündet landseitig hinter dem Leitdamm der Sickerbach, der auch die Abwässer der Haiminger Kläranlage aufnimmt, in ein großes Sammelbecken. Bei Erreichen eines vorgegebenen Pegelstandes wird das aufgestaute Wasser über den Damm in die Innaue gepumpt, wo es durch kanalartige Gerinne durch Auwald und Schilfgebiete zum Teil in das Altwasser und zum Teil in den Inn strömt. Im südwestlichen Teil der Pumpstation reichen dichte, gegliederte Schilfgürtel vom Leitdamm bis ans gegenüber liegende Ufer des mit einem Fahrweg angelegten Sporn. Dort, wo der Weg vom Leitdamm runter führt in Richtung Innspitz, liegt linker Hand die Dreieckslacke, dessen Ufer zu Beginn des Sporns dicht mit ins Wasser hängenden Weidenbüschen bewachsen ist.

Gegenüber der Dreieckslacke, getrennt von dem zum Innspitz führenden Sporn, liegt die Mastenlacke, ein langgezogenes Gewässer, das durch den Aufstau erst entstanden ist. Die Mastenlacke ist am unteren Ende mit der Salzach durch ein bachähnliches Gerinne verbunden, das für Durchgängigkeit und Vernetzung sorgt, wobei Wasserschwankungen der Salzach Einfluss nehmen auf den Pegelstand der Lacke.
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Naze "Ignaz" Landshuter