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🕊 Hand in Hand für den Frieden & Ger... von Hamzah

🏞  Inn: Passau Innstadt & Innpromenade

Begonnen von Sebastian, 13. August 2025, 11:44:25

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Sebastian

🏞  Inn: Passau Innstadt & Innpromenade


Passau, Innstadt mit Kloster Maria Hilf
Bild 2: Passau, Innpomenade mit Scheiblingsturm

Die Innstadt ist ein Stadtteil der Universitätsstadt Passau im bayerischen Regierungsbezirk Niederbayern mit 6081 Einwohnern (Stand: 2005). Als einziger Stadtteil Passaus liegt die Innstadt rechts des Inns, der ansonsten ab der Salzachmündung bei Haiming die Grenze zu Österreich darstellt.

Die Innstadt wird begrenzt durch den Inn und die Staatsgrenze zu Österreich. Der nördlichste Grenzpunkt liegt auf dem Kräutelstein. Als einziger Passauer Stadtteil befindet sie sich auf der rechten Seite des Inn. Mit den anderen Stadtteilen ist sie über die Marienbrücke, den Innsteg (Fußgängerbrücke), sowie der Kaiserin-Elisabeth-Brücke und die Kräutlsteinbrücke (Eisenbahnbrücken) verbunden.

Der ursprüngliche Siedlungskern wurde um das Jahr 270 n. Chr. von den Römern errichtet. Sie bauten das Kastell Boiotro in den Bereich der heutigen Lederergasse. Ab 450 n. Chr. wirkte der heilige Severin in der Innstadt. Er gründete in der Umgebung des Kastells eines der ersten Klöster in Bayern. Die wahrscheinlich daraus hervorgegangene Kirche St. Severin ist die älteste im Mauerwerk erhaltene Kirche Passaus und war bis 1787 Sitz der Pfarrei Passau-Innstadt. Anfang des 12. Jahrhunderts wurde die zeitweise zum St. Ägidien-Spital gehörende Spitalskirche St. Gertraud am heutigen Kirchplatz gebaut. Die Befestigungsanlagen, zu denen auch das Severinstor gehörte, wurden 1408 bis 1414 errichtet. Ab etwa 1500 entwickelten sich, bedingt durch die Auslagerung bestimmter Risikoberufe aus der Altstadt, erste Gewerbezentren. So siedelten sich Schmiede, Lederer und Rotgerber in dem Gebiet der heutigen Lederergasse und der Löwengrube an. In den Jahren 1624 bis 1627 wurde die Wallfahrtskirche Mariahilf errichtet, die bis heute ein wichtiger Anziehungspunkt für Touristen ist. Am 27. April 1662 wurde ein großer Teil der Gebäude durch ein Feuer vernichtet. Sowohl Mariahilf als auch St. Gertraud konnten nicht vor den Flammen geschützt werden. 1787 wurde der Sitz der Innstadtpfarrei von St. Severin nach St. Gertraud verlegt, seit 1968 ist St. Gertraud auch offiziell Pfarrkirche. Die Pfarrei Passau-Innstadt behielt jedoch weiterhin das Patronat St. Severin. Die heutige Prägung erhielt die Innstadt erst nach dem Großbrand Passaus im Jahre 1809.

Mit dem Frieden von Teschen 1779 kamen die östlich des Inn gelegenen Gebiete des Kurfürstentums Bayern, die bis dahin ,,Innbaiern" geheißen hatten, als ,,Innviertel" zu Österreich. Dies hatte auch Auswirkungen auf die Passauer Innstadt, da sich dadurch die politische Zugehörigkeit des unmittelbar an die Innstadt angrenzenden Umlandes änderte.

1816 wurde die Gemeinde Beiderwies errichtet, deren Name auf das Kastell Boiotro zurückgeht. Sie umfasste das gesamte Gebiet außerhalb der Stadtmauern rechts des Inn, das 1803 zu Bayern kam und zog sich wie ein breiter Gürtel um die ursprüngliche, zu Passau gehörige Innstadt. Sowohl die damalige Pfarrkirche St. Severin, das St. Ägidien-Spital als auch die Wallfahrtskirche Mariahilf gehörten zu Beiderwies, während St. Gertraud auf Passauer Gebiet lag.

Bereits 1818 schnitt man das Mühltal aus Beiderwies heraus und gliederte es in die Stadt Passau ein. 1897 stellten einzelne Bürger den Antrag auf Eingemeindung nach Passau. Stattdessen wurde vom Bezirksamt die Eingliederung der Gesamtgemeinde zur Abstimmung vorgelegt. Die Abstimmung vom 8. Juli 1898 ergab 25 Pro- und 25 Kontrastimmen, womit der Antrag abgelehnt war. 1912 wurde die Freiwillige Feuerwehr Beiderwies gegründet.

Am 28. März 1922 legte der Passauer Bürgermeister Carl Sittler dem Gemeinderat von Beiderwies ein Gutachten vor, das auf die engen Verflechtungen zwischen Beiderwies und Passau verwies. Am 21. Mai 1922 fand die nach dem Gesetz erforderliche Volksabstimmung über eine Eingemeindung von Beiderwies nach Passau statt. 379 Gemeindemitglieder befürworteten die Angliederung, 127 waren dagegen. Am 1. Juli 1923 kam die Gemeinde Beiderwies, die zuletzt 1860 Mitglieder zählte, zur Stadt Passau.

Der Name der Gemeinde Beiderwies wurde nach dem gleichnamigen Ortsteil im Bereich Lindental, Kühberg, Voglau und Am Severinstor benannt.

Der Wortstamm Beider geht auf die keltische Ortsbezeichnung Boiodurum, später Boiotro bzw. das gleichnamige römische Grenzkastell zurück, was sich später über Peiter und Peichter zu Beider weiterentwickelt hat. Beiderwies ist als Ortsbezeichnung im Sprachgebrauch heute unüblich.

Der Bach, der das Lindental durchfließt und zwischen Innsteg und Severinstor in den Inn mündet, heißt noch heute Beiderbach.
[...]

Die Innpromenade (auch: Innuferweg) ist ein Fußgänger- und Radfahrerweg in Passau. Sie wurde ab 1786 auf Geheiß von Fürstbischof Joseph Franz Anton Graf von Auersperg anstelle der einstigen Stadtmauer direkt am Inn angelegt.

Die Innpromenade führt vom Promenadenweg entlang des Inns und parallel zur Innstraße bis hin zur Marienbrücket. Dort geht sie ohne Unterbrechung in den Innkai über, der dann weiter bis hin zur Ortspitze führt.

Über der Promenade führen die Kaiserin-Elisabeth-Brücke, der Innsteg (,,Fünferlsteg") und am Ende auch die Marienbrücke über den Inn.

Alleen als Spazierwege zur Erholung und Erbauung der städtischen Bevölkerung waren ein wichtiger Punkt in der Theorie des spätbarocken Städtebaus. Ausgehend von den Ideen Jean-Jacques Rousseaus, dass der Aufenthalt in der Natur den Menschen bessere, wurde die Forderung, im Stadtraum auch Naturräume zu integrieren, in ganz Europa aufgegriffen. Einer der stärksten Verfechter dieser neuen Praxis in Deutschland war der Architekt der Grafen von Schönborn, Baltasar Neumann in Würzburg.

Bereits 1779 legte Fürst Carl Anselm von Thurn und Taxis in Regensburg eine Allee rund um die Stadtbefestigung an. Diese dürfte Anreiz und Vorbild für den Passauer Fürstbischof Joseph Franz Anton Graf von Auersperg gewesen sein, der gleich nach seinem Regierungsantritt die Verschönerung der Passauer Südstadt angeordnet hatte. 1786/1787 ließ er die Stadtmauer am Innufer vermutlich bis auf die Grundmauern abbrechen und diese in die neue Promenade integrieren. Infolgedessen erfuhren auch die neu entstandenen Häuser im Sand bessere Luft- und Lichtverhältnisse. Gleichzeitig ließ der Fürstbischof am Inn eine Kastanienallee mit dazwischen gestellten Sitzbänken anlegen und schuf damit die eigentliche ,,Innpromenade". Auf dem Passauer Urkataster von 1827 ist sie bereits als markanter öffentlicher Raum zu erkennen. Der Chronist Carl Seyffert sah ,,an schönen Sommerabenden den Landesherrn, Adel, Bürger und alles Volk spazieren."

1933 erhielt die Innpromenade den Namen Hindenburganlage, nach Kriegsende wieder den jetzigen Namen. Am Ende der Innpromenade stand bis November 2003 auch der Pemperlprater, das älteste Karusell der Welt mit Ringelstechen. Im Jahr 2008 wurde diskutiert, die Innpromenade nachtsüber mit wasserfesten Bodenstrahlern zu beleuchten.
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 Sebastian Weber