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  • ✨ 26. August: Bild, Bayerischer Wald 10 0 10 2

✨ 26. August: Bild, Bayerischer Wald

Begonnen von Liam, 26. August 2025, 08:06:40

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Liam

✨ 26. August: Bild, Bayerischer Wald


Bild des Tages: Bayerischer Wald Niederbayern


I 💚 Bayerischer Wald.
Foto: Rapha.

Der Bayerische Wald oder Bayerwald (boarisch Boarischa Woid; Čeština Bavorský les) ist ein etwa 100 km langes und bis 1456 m ü. NHN hohes Mittelgebirge in Bayern an der Grenze zwischen Deutschland und Tschechien. Der größte Teil davon liegt im Regierungsbezirk Niederbayern. Der Nordteil gehört zur Oberpfalz, im Süden reicht der Bayerwald bis zur Grenze Oberösterreichs.

Geologisch und geomorphologisch gehört er zum Böhmerwald – dem höchsten Rumpfgebirge des Böhmischen Massivs – und wird von diesem namentlich seit etwa 1830 unterschieden, als das Gebiet nach Einverleibung der Hochstifte Regensburg und Passau durchgehend bayerisch geworden war.

Entlang der tschechischen Grenze wurde das Gebirge zum Nationalpark Bayerischer Wald umgewidmet, dessen dichter Bewuchs sich langsam zu einem bodenständigen Urwald entwickelt. Das Schutzgebiet weist mehrere Informationszentren und ein Netz von Wanderwegen auf und setzt sich jenseits der Grenze im größeren Nationalpark Böhmerwald (Šumava) fort.

Der Bayerische Wald bildet zusammen mit dem sich nordwestlich, jenseits der Cham-Further Senke anschließenden Oberpfälzer Wald sowie dem südlich von Passau und jenseits der Donau gelegenen Neuburger Wald das größte zusammenhängende Waldgebiet Bayerns und dieses zusammen mit dem Böhmerwald (tschechisch Šumava) und dem Sauwald (südöstliche Fortsetzung nach Oberösterreich) eines der größten Europas.

Der Bayerische Wald wird hauptsächlich vom Regen und der Ilz zur Donau entwässert, ein kleiner Teil in Grenznähe zu Tschechien wird über die Moldau zur Elbe entwässert.

Die höchsten Berge des Bayerischen Waldes sind der Große Arber mit 1456 m und der Große Rachel (1453 m). Im Ostteil des Gebirges entstand 1970 Deutschlands erster Nationalpark, der Nationalpark Bayerischer Wald. Er wurde 1997 erweitert und bildet zusammen mit Tschechiens Nationalpark Šumava eines der größten Schutzgebiete Europas.

In älteren kartografischen und lexikalischen Werken umfasst der Begriff ,,Bayerischer Wald" nur die Gebirgsregion des Vorderen Waldes zwischen Donau und Regen, der seine höchste Erhebung im Einödriegel hat. Der Hintere Wald (zwischen Regen und böhmischer Grenze) mit den Bergen Arber, Rachel, Lusen u. a. galt früher als Teil des Böhmerwaldes. Der Sprachgebrauch der deutsch-bayerischen Behörden, der Fremdenverkehr, aber auch der frühere Eiserne Vorhang trugen dazu bei, dass der Begriff ,,Bayerischer Wald" zunehmend auf die gesamte Mittelgebirgsregion diesseits der Grenze zwischen Bayern und Böhmen ausgedehnt wurde. Infolge der politischen Entwicklungen nach 1989, zuletzt mit dem Beitritt Tschechiens zum Schengenraum, ist aber der Trend erkennbar, das Mittelgebirge an der deutsch-tschechischen Grenze gerade auch in touristischer Hinsicht wieder als eine Einheit aufzufassen.

Der Tourismus hat im Bayerischen Wald einen hohen Stellenwert. Zwischen Natur, Wandern und Forstkultur gibt es auch mehrere Skigebiete. Ferner ist der Bayerische Wald bekannt für seine Glasbläserkunst im Raum Zwiesel sowie in den Geowissenschaften durch die Fundamentalstation Wettzell bei Bad Kötzting.

Die Einheimischen bezeichnen den Bayerischen Wald schlicht als ,,Woid" und nennen sich selbst ,,Waidler".

[...]

Der Bayerische Wald findet seine zunächst nordwestliche, dann nordöstliche Fortsetzung durch Oberpfälzer Wald, Fichtelgebirge, Erzgebirge und Sudeten. Geologisch ist er als Südwestrand der Böhmischen Masse vom Böhmerwald jenseits der tschechischen Grenze und dem Sauwald auf österreichischer Seite nicht zu unterscheiden. Naturräumlich wird er mit dem Oberpfälzer Wald zur Haupteinheitengruppe Oberpfälzisch-Bayerischer Wald zusammengefasst.

Der Einfachheit halber wird von einer Unterscheidung zwischen Böhmerwald (ursprünglich der Innere Bayerische Wald) und Bayerischer Wald abgesehen und stattdessen die ortsübliche Bezeichnung Bayerischer Wald für den gesamten Bereich des auf deutscher Seite gelegenen Mittelgebirgsraums angewandt, da im Sprachgebrauch der bayerischen Bevölkerung mittlerweile der Begriff Böhmerwald eher mit den in Tschechien liegenden Gebieten gleichgesetzt wird. Es wird lediglich zwischen dem Vorderen und Hinteren Bayerischen Wald unterschieden, wobei als Grenzlinie zwischen ihnen das Lineament des Bayerischen Pfahls anzusehen ist. In Nord-Süd-Richtung wird zwischen dem oberen und unteren Wald unterschieden.

Beim Bayerischen Wald handelt sich um die Wurzelzone eines altpaläozoischen Gebirges, dessen Ausgangsgesteine als spätproterozoisch bis silurisch eingestuft werden. Nach mehreren Phasen der Deformation und Metamorphose verwandelten sich die zumeist sedimentären, zum Teil aber auch plutonischen und vulkanischen Ausgangsgesteine im Laufe der Jahrmillionen in die heute anstehenden Gneise. Vor allem im Karbon und Frühperm wurden die Gneise von mächtigen Granitkörpern durchdrungen. Eine Sonderstellung haben lediglich im Norden das aus Glimmerschiefern aufgebaute Künische Gebirge und das Gabbro-Amphibolit-Massiv um Eschlkam und Neukirchen beim Heiligen Blut mit dem Hohen Bogen als südlichstem Ausläufer. In den Glimmerschiefern wurden fossile Sporen von frühen Landpflanzen gefunden, wahrscheinlich aus dem Formenkreis der Cooksonia-Gewächse[9], was eine Datierung auf mittleres Silur ermöglichte.[10]

Eine wichtige Linie, die den Bayerischen Wald in zwei Teile teilt, stellt die etwa 150 km lange Störung des Pfahles dar. Ursprünglich als großräumige Verwerfung im Oberdevon bis Oberkarbon angelegt, wurde er im ausgehenden Paläozoikum und im Frühmesozoikum bruchtektonisch als Fiederspaltensystem reaktiviert, das durch das Eindringen hydrothermaler Lösungen mit Quarz verfüllt wurde. Auf weiten Strecken ragt diese Quarzmauer aufgrund der Festigkeit des Gesteins bis zu etwa 30 m über die Umgebung heraus. Nördlich des Pfahles findet man in der Hauptsache Gneise, südlich davon eher Granite und Migmatite.

Zwischen Regensburg und Passau fällt ein deutlicher Höhenunterschied zwischen den nordöstlichen Vorwaldbergen und der südwestlich gelegenen Donauebene (,,Gäuboden") auf. Diese Trennlinie zwischen dem Tertiärhügelland und dem Bayerischen Wald wird durch den Donaurandbruch verursacht, eine geologische Störung zwischen dem abgesunkenen und unter tertiären bzw. quartären Überlagerungen des Molassebeckens gelegenen kristallinen Grundgebirge und dem nordwestlich dieser Linie noch sichtbaren Teil, der dem Bayerischen Wald zugehört.[11]

Recht markant ist der Höhenunterschied zwischen der 300 bis 350 m hoch gelegenen Donauebene und den höchsten Gipfeln des Vorwaldes, zum Beispiel dem Einödriegel mit 1121 m, also immerhin 800 m Höhenunterschied auf nur wenigen Kilometern Horizontalentfernung. Aufgrund der Hebung des Bayerischen Waldes, von der auch der Neuburger Wald und der Sauwald betroffen war, kam es zu einem antezedenten Einschneiden der Flüsse Inn und Donau in diesen Bereich des kristallinen Grundgebirges und somit zur Ausbildung einer engen Talzone ab Pleinting donauabwärts ins Österreichische und südlich von Passau, wo sich der Inn ein tief eingeschnittenes Bett geschaffen hat.

[...]
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Liam Clarence
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"Nur wer gegen den Strom schwimmt gelangt zur Quelle!
Nur tote Fische schwimmen mit dem Strom!"