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🏞 Isar - Bad Tölz

Begonnen von Michi, 26. August 2025, 12:01:13

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Michi

🏞 Isar - Bad Tölz


Bad Tölz
Bild 2: Stadtplatz von Bad Tölz

Bad Tölz (bis 1899 Tölz) (boarisch Däiz) ist die Kreisstadt des oberbayerischen Landkreises Bad Tölz-Wolfratshausen. Die Kurstadt liegt an der Isar rund 50 Kilometer südlich von München und zählt gut 20.000 Einwohner. Sie ist das wirtschaftliche und kulturelle Zentrum des Altlandkreises (Bezirk) Bad Tölz und ist für ihre Altstadt, die Nähe zu den Bergen und die Tölzer Leonhardifahrt bekannt.

Der Ort liegt im mittleren Isartal, am nördlichen Eingang zum Isarwinkel, von wo man auf die bayerischen und Nordtiroler Kalkalpen blickt. Die Kreis- und Kurstadt liegt auf ca. 650 bis 700 m ü. NHN und ist somit eine der höchstgelegenen Kreisstädte Deutschlands. Die Landeshauptstadt München im Norden ist rund 50 Kilometer entfernt, Garmisch-Partenkirchen im Südwesten erreicht man nach 56 Kilometern. Die ehemalige Kreisstadt Wolfratshausen und Geretsried als weitere Zentren im Norden des Landkreises Bad Tölz-Wolfratshausen sind 25 bzw. 20 Kilometer entfernt.

Bad Tölz ist umgeben von der Tölzer Moorachse.

Ab 550 siedelten erstmals Bajuwaren auf dem Gebiet des Rieds, dem heutigen Mühlfeld, am östlichen Isarufer. Im 7. Jahrhundert wurden diese heidnischen Bajuwaren von Rupert von Salzburg zum Christentum gezwungen, dieser ließ dort zudem ein St.-Michaelis-Baptisterium errichten. Diese Siedlung, Reginried genannt, fiel jedoch marodierenden Ungarn zum Opfer. Neben dieser Ansiedlung auf dem Mühlfeld entstand mit dem Gries am Isarufer eine zweite, wo sich vor allem Flößer, Kalkbrenner und andere Handwerker niederließen. Im Ried siedelten vor allem Schmiede und Wagner, die von der Lage an der Salzstraße, die aus Reichenhall und Hallein Richtung Allgäu führte, profitierten. Ab dem 9. Jahrhundert entstanden dort viele Wetzstein- und Sägemühlen am Ellbach, worauf sich der Name Mühlfeld bezieht.

Tölz wurde 1155 erstmals urkundlich als ,,Tolnze" erwähnt. Zurück geht der Name auf Hainricus de Tolnze (Heinrich von Tollenz), der aus einem Ort nahe Pressath in der Oberpfalz, dem heutigen Döllnitz, stammte. Urkunden von 1198 und 1202 erwähnen ihn auch als ,,Dominus Tolnzar de Hohenburc". Um 1180 vermählte er sich mit Irmingard, der Tochter Gebhards von Hohenburg aus dem Geschlecht der Richer, der auf der Hohenburg in Lenggries beheimatet war. Durch seine Teilnahme an Reichs- und Landtagen galt Heinrich von Tollenz als angesehener herzoglicher Lehensträger. Auf dem Gebiet der heutigen Stadtpfarrkirche ließ er ab 1180 die erste Tölzer Burg errichten, daneben die erstmals 1262 als ,,Kapella Tolnze" erwähnte Kirche.

Ludwig I. beauftragte Heinrich mit der weiteren Erschließung des Isarwinkels. Dadurch wuchsen die beiden Siedlungskerne Gries und Mühlfeld zusammen, verbunden durch den Sämerpfad, wo vor allem Lager- und Wirtshäuser entstanden. Aus diesem Sämerpfad wurde später die Marktstraße, bekam diesen Namen aber erst 1624, als der Ort ein staatliches Salzamt erhielt. Laut Stephan Bammer sei die Marktstraße aber im 13. Jahrhundert planmäßig errichtet worden.

Georg Westermayer, der Verfasser der erstmals 1871 veröffentlichten ,,Chronik der Burg und des Marktes Tölz", wofür er 1879 mit dem Ehrenbürgerrecht ausgezeichnet wurde, nennt jedoch andere Ursprünge von Tölz. Laut Westermayer geht der Ort auf eine römische Siedlung names Tollentium oder nach anderen Quellen Tollusium zurück. Dabei beruft er sich auch auf Johannes Aventinus und dessen ,,Annales Bojorum Lips." sowie Karl Roth und seine ,,Beiträge zur deutschen Sprach-, Geschichts- und Ortsforschung", der die frühen Ortsnamen tholanza sowie dolanza erwähnt. Des Weiteren beschrieb Westermayer die keltische Besiedlung der Region. Funde und Bodendenkmäler zeugen von dieser keltischen (etwa das Koronafeld bei Gaißach, Funde aus der Hallstattzeit) und später römischen Besiedlung des Gebietes, der Ortsname leite sich von keltischen tol für Tal ab. Eine römische Siedlung bestätigte der Historiker Wilhelm Schmidt, die zumindest seit der Zeit des Germanicus bestand. Diese römische Ansiedlung soll bereits ein wichtiger Knotenpunkt an mehreren Römerstraßen gewesen sein.

Hainricus de Tolnze stammte laut Westermayer nicht aus der Oberpfalz, sondern aus Schäftlarn. Er beweist ihn als Zeuge einer Schenkung 1180 von Rudiger von Lindahe und verweist auf Erwähnungen in einer Urkunde des Klosters Schäftlarn von 1182, wo er auch als Tolnzar mit seinen Rittern erwähnt wird. Andere Quellen sprechen ebenfalls gegen eine oberpfälzische Herkunft, so Stephan Glonners ,,Geschichtsnotizen fürs Isarthal", der verwandtschaftliche Beziehungen zu früheren Herren der Hohenburg erwähnt, sowie Lang in seiner ,,Bavaria", der ihn einem altansässigen Geschlecht zuordnet und dessen Verschwägerung mit Bernhard dem Jüngeren von Weilheim benennt. Heinrich von Tollenz verwaltete mehrere Burgen und aufgrund seines Ansehens begleitete er Otto von Wittelsbach bei dessen Verhandlungstagen. Diese führten ihn erst in die Oberpfalz, nach Amberg und Regensburg, neben den Grafen von Wasserburg und Falkenstein. Heinrich von Tollenz stand auch in der Gunst von Kaiser Heinrich VI., der ihn unter den berufenen Zeugen schon als ,,oberbayerischen Ritter" erwähnt. Auch bei Ludwig dem Kelheimer fand sich Heinrich von Tollenz regelmäßig ein.

In seiner 2017 veröffentlichten ,,Kurzen Geschichte von Bad Tölz" bezweifelt der Kulturwissenschafter Stephan Bammer aber die These des römischen Ursprungs von Tölz. Westermayer habe sich zu sehr auf Mutmaßungen von Aventinus gestützt. Bammer hingegen verweist auch auf den quellenkritischeren Historiker Josef Katzameyer. Die früheste Erwähnung eines auf ,,Tölz" bezogenen Ortsnamen lässt sich erst ab dem 12. Jahrhundert nachweisen, tatsächlich sei der Ursprung aber weiterhin in der Siedlung Reginried zu suchen. Als Reginprehtesried wurde der Ort bereits 1073 erwähnt. Der Name bezieht sich dabei auf den Rodungsplatz (Ried) eines Reginbrecht. Zu dieser Zeit unterlag der Ort der Herrschaft Hohenburgs. Noch bis 1214 wurde die Bezeichnung Reginried genutzt.

Das älteste Urbar des Herzogtum Bayerns von 1240 erwähnt Tölz und Hohenburg nicht als grundbare Ortschaften des Herzoghofs, da beide noch im Besitz des Tölzer Geschlechtes waren. Das Landesurbar von 1281 bezeichnet Tölz als ,,herzogliches Amt von ansehnlichem Umfange" und nennt es als eines der bedeutendsten der 55 bayerischen Ämter. Um 1245 entbrannte eine Fehde zwischen Herzog Otto II. und Otto von Meranien. Letzterer musste als Vogt der Klöster in Benediktbeuern und Tegernsee Überfälle erdulden. Neben diesen Klöstern und weiteren kleineren Ortschaften, konnte auch Tölz den Angriffen der rund 500 Mann starken Söldnertruppe des Herzoges nicht entgehen. Im Verlaufe des Mittelalters stand Tölz weiterhin mehrmals im Zentrum von Fehden. So 1301 zwischen Konrad von Egling zu Hohenburg und Philipp von Waldeck, die beide Güter im Isarwinkel besaßen. Vor 1262 übernahm Konrad I. von Tölz und Hohenburg das Gebiet. 1281 wurden im Urbar des Herzogtums Baiern der Gries, die Burg und die Mühlen am Ried als ,,Markt" bezeichnet, obwohl Tölz das Marktrecht erst 1331 durch Kaiser Ludwig den Bayern verliehen wurde. Etwa um 1200 entstand die erste Isarbrücke über den damals noch reißenden Fluss. Sie lag rund 100 Meter flussaufwärts der heutigen Brücke und verband die heutige Römergasse mit dem anderen Ufer. Aufgrund der Hochwasserschäden musste diese Holzbrücke alle sechs bis acht Jahre ersetzt werden. Nach dem Tod der letzten Erben derer von Tollenz fielen Tölz und Burg an die Wittelsbacher. Die prekären Vermögensverhältnisse des Herrscherhauses brachten Herzog Rudolph am 5. August 1300 dazu, Tölz und Umgebung an Freising zu verpachten. Nach zehn Jahren sollten Rudolph oder ein Erbe das Pfand wieder auslösen, ansonsten würde es ,,auf ewig" an Freising fallen, jedoch war der Bischof von Freising auch nach 15 Jahren noch Besitzer von Tölz. 1328 bekundete der Tölzer Pfleger Konrad der Maxlrainer, dass man sich ,,wegen der Veste Tölz verglichen habe" und der Ort fiel wieder an die Wittelsbacher.

Die Wälder der Umgebung waren Grundlage für das Gewerbe der Flößerei. Die Zunft der Flößer verfügte über 24 Meister und zahlreiche Gesellen in Tölz. Bereits 1320 war die Tölzer Flößerzunft mächtig genug, den umliegenden Bauern die Flößerei ihres eigenen Holzes zu verbieten. 1374 wurde das erste Siegel des Tölzer Marktes, das ,,Sigillum Civium In Tollentze" verliehen, das heutige Stadtwappen. Durch die Lage an mehreren Handelswegen, der Salzstraße zwischen Allgäu und Reichenhall, sowie dem Wasserweg auf der Isar Richtung München und Donau, gelangte Tölz zu Wohlstand. ,,Der große Brand" vernichtete 1453 die Marktstraße, Stadtpfarrkirche, Burg und Teile des Grieses. Nach dieser Feuersbrunst wurde die Marktstraße in Stein planmäßig neu errichtet mit großer Hilfe von Herzog Albrecht III., der diesen Wiederaufbau aus eigener Kasse bezahlte und insbesondere durch seine Liebe zu Agnes Bernauer bekannt wurde. Ab 1460 entstand eine neue Burg. Nach dem Brand leiteten Kaspar I. Winzerer, sowie später dessen Sohn Kaspar II. Winzerer und Enkel Kaspar III. Winzerer als Pfleger und Burghüter die Geschicke von Tölz. Noch 40 Jahre vor dem Erlass des bayerischen Reinheitsgebotes begann im Jahre 1476 in Tölz die Biersiederrei. Bereits zu Ende des 15. Jahrhunderts hatte der Ort seine maßgebliche Größe erreicht, die er bis Ende des 19. Jahrhunderts beibehielt.

1492 gaben die Herzöge Wolfgang und Christoph die Losung ,,nach Tölz" aus und ließen Ort und Schloss von ihren Söldnern plündern. Grund dafür war, dass sie sich von Albrecht IV. für ihren Thronverzicht als zu gering entschädigt ansahen. Beide sandten an Märkte und Städte Schreiben mit der Aufforderung zur Huldigung. Nur die Pfleger von Tölz, damals Kaspar II. Winzerer, Kelheim und Schwandorf verweigerten das und sandten das Schriftstück an ihren Herzog. Albrecht IV. nahm das Treuebekenntnis der Tölzer 1491 wohlwollend an und forderte Tölzer für seine Streitkraft gegen den Löwlerbund an, was allerdings die Verteidigung des Ortes schwächte.

Während des Dreißigjährigen Krieges forderte Maximilian I. 3000 Gulden von Tölz für seine Kriegskasse. Wurden bereits ab 1618 ausgewählte Tölzer und Benediktbeurer eingezogen, um den ,,neuen Modus" unter Hauptmann Hannibal von Herliberg zu vollziehen, so wurde im Mai 1622 das ,,Fenndl (Fähnlein) zu Töltz" abgezogen, um bei Rain zu Tillys Heer zu stoßen. Dabei waren die Tölzer bei der Eroberung Heidelbergs beteiligt. Am 20. Mai 1632 erreichten die ersten schwedischen Truppen Tölz. Da tags zuvor Wolfratshausen von diesen verwüstet wurde, wagten die Tölzer keinen Widerstand. Bei Unterhandlungen mit dem Pfleger Cäsar Crivelli forderten die Schweden 600 Gulden, um Tölz vor Brandschatzung zu schonen. Da der Markt diese Summe selbst nicht aufbringen konnte, wurde die Summe von Bürgern bezahlt und die Schweden stellten daraufhin einen Accordschein aus, der Tölz vor künftiger Plünderung bewahren sollte, der sich aber rasch als wertlos erwies. Bereits am nächsten Tag erschienen weitere schwedische Truppen mit Geschützen, die erneut 2000 Gulden verlangten. Nach Bitten und Flehen senkten sie zwar ihre Forderung auf 500 Gulden, doch konnten auch diese nicht aufgebracht werden, so dass Schloss und Markt geplündert und verwüstet wurden. Die Schweden beschossen den Markt zudem vom heutigen Kalvarienberg aus und zündeten ihn an drei Stellen an. Auf der Hohenburg bei Lenggries war man beschäftigt, sich gegen die Schweden vorzubereiten, als Tölzer eintrafen und um Hilfe beim Kampf gegen das Feuer und die Schweden baten. 200 Mann zogen daraufhin nach Tölz und ,,schlugen die Schweden todt". Auf Bitten verblieben die Hohenburger in Tölz, Crivelli sammelte seine Truppen und am 26. Mai wurden die abziehenden Schweden bei Kirchbichl und Dietramszell geschlagen. Die Pestjahre 1633 (27 Erwachsene) und 1634 (von April bis Juni 100 Erwachsene) entvölkerten den Ort jedoch weiter. Die Blütezeit der für ihre Kunstschreiner bekannten Handwerker- und Flößerstadt (Tölzer Kästen) wurde dadurch beendet.

Während des Spanischen Erbfolgekrieges, in dem die Österreicher Bayern besetzten, stand Tölz im Mittelpunkt des Aufstandes der Oberländer Bauern. Der Kriegskommissär Matthias Ägidius Fuchs konnte den Tölzer Pflegskommissär Joseph Ferdinand Dänkel für seine Pläne gewinnen. Dieser befahl den Bürgermeistern, darunter Hans Christoph Kyrein, das Aufstellen von Truppen. Das Standquartier der Aufständischen befand sich dabei im Höckhenhaus, dem Geburtshaus des Weinwirtes Johann Jäger. Diese drei bewegten die Einheimischen zum Aufstand, wobei sie auch Drohungen nutzten.[38] Auch versprochene 8.000 Gewehre aus der Lenggrieser Hohenburg erwiesen sich dabei als Lüge. Am 17. Dezember 1705 gründete sich die ,,Kurbayerische Landesdefension des Oberlandes" und das Tölzer Patent rief daraufhin alle Landespatrioten zum Widerstand auf. In der Sendlinger Mordweihnacht fand diese Erhebung ihr tragisches Ende. Laut Johann Nepomuk Sepp zogen 2.769 Oberländer über Schäftlarn nach Sendling, wobei rund 500 aus Tölz und Umgebung stammten.

Am 19. März 1742 fielen unter Franz von der Trenck Truppen der Panduren und Tollpatschen infolge des Österreichischen Erbfolgekrieges in Tölz ein. Durch Friedrich Nockher, dem Stifter des Kalvarienberges, der aus eigener Tasche mehrere hundert Gulden an die Panduren bezahlte, konnte die Brandschatzung des Ortes abgewendet werden. Beim Abzug einer Abteilung Panduren am 12. April wurden diese von Isarwinkler Bauern angegriffen und Trencks Adjutant Christian Gondola bei Kirchbichl vom Gaißacher Bacherbauern Joseph Heimkreiter getötet. Weitere fünf Panduren fanden bei diesem Angriff den Tod, während man Trencks Gesellschaftsdame verschonte. Gondolas Säbel und seine ledernen, silberbestickten Handschuhe befinden sich heute im Tölzer Stadtmuseum. Dieser Angriff hatte jedoch Konsequenzen. Am 22. Mai erreichte Trenck mit Tollpatschen Gaißach und forderte die Auslieferung des Bacherbauern. Da das verweigert wurde, ließ Trenck ein Anwesen nach dem anderen, schließlich 22, in Brand stecken und nacheinander zehn Gaißacher töten. Daran erinnert heute die ,,Kapelle zum abgebrannten Kreuz". Nach Androhung weiterer Repressalien wurde Heimkreiter, der sich am Rechelkopf versteckt hielt, schließlich ausgeliefert und am 7. Juni in München zu Tode geprügelt. Eine Plünderung von Tölz konnte erneut Friedrich Nockher abwenden, der am 26. Mai abermals 4000 Gulden Blutgeld bezahlte. Ein Student aus Lenggries sandte als Provokation darauf einige Pfennige an Trenck, worauf dieser in Lenggries drei Höfe niederbrennen ließ. Einheimische Bauern vertrieben daraufhin die Panduren, aber eine Festnahme Trencks misslang. 1743 quartierten sich österreichische Truppen in Tölz ein.

Ab 1750 erlebten Flößerei und Holzhandwerk eine erneute Blütezeit. Dabei wurden Holz, Kalk und Möbel aus dem Isarwinkel auf der Isar und Donau bis nach München, Wien und Budapest transportiert. Infolge eines schweren Unwetters stürzten 1770 weite Teile des Fürstlichen Schlosses ein. Das Schloss war ein Ausbau der letzten Burg. Es wurde daraufhin abgetragen, die Steine auf der Isar nach München transportiert und dort in der Residenz verbaut. Schlossgarten und Weiher befanden sich an der Stelle des heutigen Parkplatzes am Schlossplatz und des Bürgergartens, das Schloss größtenteils auf dem verbliebenen, nicht planierten Sporn, auf dem sich heute ein Kindergarten befindet.
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"Michi" Ilija Gosha Smirnow