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🕊 Hand in Hand für den Frieden & Ger... von Hamzah

🏞  Traun - Grundlsee

Begonnen von Martin, 03. Januar 2026, 15:10:43

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Martin

🏞  Traun - Grundlsee


Grundlsee, Blick nach Osten (taleinwärts)
Bild 2: Die Villa Roth, auch Schloss Grundlsee genannt, ist das dominierende Bauwerk am östlichen Grundlsee

Der Grundlsee ist ein Bergsee am Südfuß des Toten Gebirges im steirischen Teil des Salzkammergutes. Er liegt auf 708 m ü. A. Am Nordwestufer befindet sich das Siedlungszentrum der Gemeinde Grundlsee. Der Abfluss des Grundlsees ist die Grundlseer Traun, die über die Traun in die Donau entwässert. Mit einer Fläche von 4,22 km² ist er der größte See der Steiermark. Der Grundlsee im Besitz der Österreichischen Bundesforste ist wegen seiner schönen Lage ein bedeutendes Tourismusziel und ein beliebter Badesee sowie ein Tauch- und Segelrevier. Jedes dritte Jahr findet am Grundlsee das Narzissenfest, Österreichs größtes Blumenfest, statt. Der See wird von einem Berufsfischer bewirtschaftet. Die Hauptfischart ist der Seesaibling (Salvelinus umbla), der als Ausseer Seesaibling vermarktet wird.

er Grundlsee liegt vollständig im Gemeindegebiet von Grundlsee. Das Siedlungszentrum von Grundlsee befindet sich am Nordwestufer. Der See ist hufeisenförmig von Bergen des Toten Gebirges umgeben. Im Nordwesten beginnt mit der Trisselwand (1754 m ü. A.) ein Karstplateau, das sich über den schroff aufragenden Backenstein (1722 m ü. A.) bis zum Reichenstein (1913 m ü. A.) und den Siniweler (1907 m ü. A.) im Nordosten erstreckt. Am Ostufer befindet sich der Ortsteil Gößl mit der Gößler Wand. Im Süden erhebt sich der Ressen (1303 m ü. A.). Im Westen beginnt das Hügelland des Ausseer Beckens.

Der von Westsüdwest nach Ostnordost langgestreckte See hat eine Länge von 5,8 km und eine maximale Breite von 917 m. Die Oberfläche beträgt etwa 4,14 km², die durchschnittliche Tiefe ist 35 m. Die Seewanne zeigt besonders am Nord- und Südufer steil abfallende Hänge. Nur am Ost- und Westufer existieren flachere Bereiche mit allmählich zunehmenden Tiefen. Die tiefste Stelle des Sees befindet sich etwa in Seemitte, die größte Tiefe beträgt 62 m. Das Wasservolumen beträgt 145 Millionen Kubikmeter.

Der See ist über die Grundlseer Straße L703 erreichbar, die am Nordufer bis zur Ortschaft Gößl im Osten verläuft.

Das hydrologische Einzugsgebiet des Grundlsees hat eine Gesamtfläche von 125 km² und liegt zur Gänze im Toten Gebirge. Die Speisung des Sees erfolgt überwiegend durch den Toplitzbach, der den Toplitzsee entwässert, und den Stimitzbach. Toplitzbach und Stimitzbach münden unweit voneinander entfernt in den östlichen Bereich des Grundlsees. Die Ortschaft Gößl liegt auf dem Schwemmkegel des Toplitzbachs. Der Ortsteil Gaiswinkel wurde auf Schwemmkegel-Ablagerungen des Mühlbaches errichtet. Dieser baute wie auch der Zimitzbach beim Ortsteil Schachen ein kleines, nunmehr besiedeltes Delta in den See vor. Weitere nennenswerte Zuflüsse sind der Lackenkogelbach, der Arzbergbach und der Grasbergbach, die unweit voneinander zwischen Wienern und Gößl in den Grundlsee münden. Die Grundlseer Traun verlässt im Westen bei der Seeklause den See, wo eine Brücke über den Ausfluss führt. Der Abfluss beträgt 5,94 m³/s. Die theoretische Wassererneuerungszeit beträgt 0,9 Jahre.

Der Grundlsee liegt am Südwestrand der Totengebirgsdecke (Tirolikum) und ist somit ein Teil der Nördlichen Kalkalpen. Diese Deckeneinheit besteht überwiegend aus mesozoischen Kalken und Dolomiten der Trias und des Jura. Die Seewanne des Grundlsees befindet sich entlang einer von Westsüdwest nach Ostnordost verlaufenden geologischen Störung. Diese als Toplitzsee-Störung bezeichnete Linie zieht über den Toplitz- und den Kammersee ins Tote Gebirge hinein. Rund um den See befinden sich Reste von End- und Seitenmoränen. Nördlich des Sees dominieren Tressenstein- und Plassenkalk, während im Süden Hallstätterkalk überwiegt. Den östlichen Bereich und somit auch das Haupteinzugsgebiet bildet der Dachsteinkalk. Am Südufer bei Wienern kommt auch Haselgebirge vor, wo die Firma Saint-Gobain Rigips Austria den Abbau dieser größten Gipslagerstätte der Ostalpen betreibt

Der eiszeitliche Grundlsee-Lokalgletscher, der vom Hochplateau des Toten Gebirges ins Ausseer Becken floss, folgte ebenfalls der störungsbedingten Schwächezone und erweiterte hierbei das Tal und schürfte das Zungenbecken des Grundlsees aus. An seinem westlichen Ende hinterließ der mächtige Gletscher einen mehrere Zehnermeter hohen Endmoränenwall, der den See abdämmt. Parallel zum Eisfreiwerden des übertieften Beckens bildete sich am Rand des Eiskörpers ein erster See aus. Auf diese Phase mit dem Eiskörper im Seebecken deutet die hohe Kante der Schuttbildung um das Becken des Grundlsees hin. Die Seefläche war ursprünglich größer und erstreckte sich in der späten Würm-Kaltzeit über den Toplitz- bis zum Kammersee. Nach dem endgültigen Verschwinden des Eises stellte sich der Schwemmkegel auf das heutige Seeniveau ein. In der Nacheiszeit veränderte das Seebecken infolge Verlandung ständig seine Form und wird in einigen zehntausend Jahren wieder verschwunden sein.

Wie an allen Seen des inneren Salzkammerguts war auch am Ausfluss des Grundlsees eine Klause zur Holztrift vorhanden, da dort mit relativ geringen Mitteln sehr große Wassermengen gespeichert werden konnten. Erstmals wurde sie in der Waldbeschau von 1561 erwähnt. Zu dieser Zeit bestand sie noch vollständig aus Holz. Die Lebensdauer einer Klause betrug im Durchschnitt 30 Jahre. Um den großen Holzverbrauch infolge der häufigen Neubauten zu vermindern, wurden wichtige Klausen ab Mitte des 18. Jahrhunderts im Zuge der Reformen des Salzamtmannes Freiherr von Sternbach mit Steinquadern neu gebaut. Dies erfolgte bei der Grundlseeklause 1754. 1883 wurde sie erneuert. Zum Auffangen des geschwemmten Holzes existierte ein Außenrechwerk, das vermutlich bereits um 1300 erbaut wurde. Vermutlich um 1500 wurde ein Vorwerkrechen in der Grundlseetraun erbaut. Nach Auflassung des Sudbetriebes im Markt Aussee 1867 waren die Rechen funktionslos geworden. Die Klause wurde vermutlich bei einem Hochwasser 1899 zerstört. Die letzten Reste der Rechen wurden bei den Verbauungsmaßnahmen nach den Katastrophenhochwässern 1897 und 1899 beseitigt.[26]

Bei der Seeklause befindet sich ein denkmalgeschütztes Gebäudeensemble aus dem 16. Jahrhundert. Dazu gehört auch ein Fischkalter. Dieser steht auf Pfählen im Wasser und hält in Unterwasserkäfigen Fische auf Vorrat.

Während des Zweiten Weltkriegs war das Ausseer Land mit dem Grundlsee Teil der Alpenfestung und Rückzugsort der Nationalsozialisten. Am Nordostufer befindet sich die Villa Roth, die von Joseph Goebbels mit seiner Familie als Sommerresidenz genutzt wurde. Von 1943 bis 1945 war die Villa offizielle Dienststelle der Chemisch-Physikalischen Versuchsanstalt der Marine (CPVA), die am Toplitzsee eine Versuchsstation unterhielt. In der Villa Castiglioni wurden am Ende des Weltkrieges Teile der Führerbibliothek gelagert, die im Rahmen des Sonderauftrags Linz geschaffen werden sollte.
[...]

Die Villa Roth, vereinzelt auch Schloss Grundlsee genannt, steht am Ufer des Grundlsees nahe des Dorfes Gößl der Gemeinde Grundlsee im Bezirk Liezen in der Steiermark.

Der Wiener Großindustrielle Johann ,,Jean" Roth (1837–1906) ließ sich von 1879 bis 1883 nach den Plänen seines Bruders, des Architekten Franz Roth auf einer Halbinsel im Grundlsee eine Villa errichten, welche er als Jagdschloss nutzte.

In der Zwischenkriegszeit verbrachte das Schauspielerehepaar Attila Hörbiger und Paula Wessely gemeinsam mit ihren Kindern Elisabeth Orth und Christiane Hörbiger mehrere Sommerurlaube in der Villa. Orth beschrieb die damaligen Erlebnisse in einem Buch.

Nach dem Anschluss Österreichs an Hitler-Deutschland nutzte der NS-Propagandaminister Joseph Goebbels samt seiner Familie das Schloss als Sommerresidenz. Die Goebbels-Kinder besuchten während dieser Zeit in Gößl die Schule.

Die Villa ist heute im Privatbesitz und nicht zugänglich.

In der Nacht vom 4. auf 5. September 1939 fielen zwei Schüsse im Haus. Der ebenfalls in der Villa anwesende Burgschauspieler Attila Hörbiger drang nach Einschlagen eines Fensters in die Räume des Turmzimmers ein, in denen die Schüsse gefallen waren und fand dort zwei Leichen vor. Die Opfer der Tragödie waren der Sohn des Besitzers der Villa, der 23-jährige Dr. Georg Roth und seine 22-jährige Braut Trude Kuntner. Wie sich herausstellte, hatte Roth als erstes seiner Braut ins Herz geschossen und sich anschließend mit einem Kopfschuss das Leben genommen. Es wurden keine Abschiedsbriefe gefunden.
[...]
~~~~~~~~~
Martin Lutar

"Die höchste Form des Glücks ist ein Leben mit einem gewissen Grad an Verrücktheit."


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