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🕊 Hand in Hand für den Frieden & Ger... von Hamzah

🏞  Traun - Altausseer See

Begonnen von Martin, 04. Januar 2026, 11:18:43

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Martin

🏞  Traun - Altausseer See


Altausseer See mit Trisselwand
Bild 2: Altausseer See mit Trisselwand

Der Altausseer See (auch Altausseersee) ist ein Bergsee am Südwestfuß des Toten Gebirges im steirischen Teil des Salzkammergutes. Er liegt auf 712 m ü. A. Am Westufer befindet sich das Ortszentrum der Gemeinde Altaussee. Der Ablauf des Altausseer Sees ist die Altausseer Traun, die über die Traun in die Donau entwässert. Der See bietet mit seinen weitgehend unverbauten Ufern mit angrenzenden Feuchtgebieten Lebensräume für viele Tier- und Pflanzenarten und steht seit 1959 unter Naturschutz. Der Altausseer See im Besitz der Österreichischen Bundesforste ist wegen seiner schönen Lage ein beliebtes Ausflugsziel. Jedes dritte Jahr findet am Altausseer See das Narzissenfest, Österreichs größtes Blumenfest, statt.

Der See ist hufeisenförmig von Bergen des Toten Gebirges umgeben. Im Norden befindet sich der Loser (1873 m ü. A.), der mit seinen Flanken steil zum Seeufer abfällt, im Osten die Trisselwand (1754 m ü. A.) mit ihrer markanten, rund 600 Meter hohen Felswand. Am Nordostufer, an der Seewiese, beginnt ein Trogtal, das über den Hochklapfsattel auf das Plateau des Toten Gebirges führt. Im Süden schließt sich der Tressenstein (1201 m ü. A.) an. Im Westen befindet sich der Ort Altaussee im Hügelland des Ausseer Beckens. Die Ufer sind vor allem im Norden felsig und steil, sonst teilweise kiesig und flach und weitgehend unverbaut. Der von Westsüdwest nach Ostnordost langgestreckte See hat eine Länge von 2,6 km und eine maximale Breite von 1 km. Die Oberfläche beträgt etwa 2,1 km², die durchschnittliche Tiefe ist 35 m. Die Seewanne hat bis auf den nordöstlichen Bereich steil abfallende Hänge. Erst ab etwa 40 m Tiefe nimmt das Gefälle allmählich ab und eine relativ großflächige Bodenzone mit einer maximalen Tiefe von 53 m breitet sich aus. Die tiefste Stelle ist ein Quelltrichter in der Nähe des Nordufers mit 73 m Tiefe. Das Wasservolumen beträgt 72,7 Millionen Kubikmeter.

Der See ist über die Altausseerstraße L702 erreichbar. Um den See führt der 7,4 km lange Rundwanderweg Uferpromenade. Im Winter ist ein Großteil des Rundwegs – zwischen dem Strandcafé und Kaltenbrunn – sicherheitshalber gesperrt, weil kein Winterdienst erfolgt und Lawinen und Steinschlag (ausgelöst durch Frost und Auftauen) Gefahren bilden.

Das hydrologische Einzugsgebiet des Altausseer Sees hat eine Gesamtfläche von 54 km² und liegt zur Gänze im Toten Gebirge. Die Speisung des Sees erfolgt überwiegend durch Karstquellen am Seegrund, die ihm aus dem Schutt und aus Gesteinsklüften unterirdisch zufließen. Diese Quellen weisen eine mittlere Gesamtschüttung von 3750 l/s auf. Die wenigen kleinen Quellaustritte an den Ufern haben eine Gesamtschüttung von etwa 20 l/s. Der Altausseer See weist auch die für Karstquellen typischen Schüttungsschwankungen auf. Das kleine Toteisloch des Ostersees im Nordosten wird vom Grundwasser gefüllt, das mit dem Seespiegel des Altausseer Sees korrespondiert. Die Altausseer Traun verlässt im Südwesten bei der Seeklause den See, wo eine Brücke über den Ausfluss führt. Sie bahnt sich ihren Weg zwischen der Felsbarriere des Plattenkogels und dem Schwemmkegel des Augstbaches, der den See aufstaut.

Ursprünglich mündete der Augstbach 250 m nördlich des Seeausflusses in den Altausseer See. Das Bachbett wurde bereits vor 1530 künstlich verlegt, sodass der Augstbach seitdem westlich am Altausseer See vorbeifließt und erst 150 m unterhalb des Seeausflusses in die Traun mündet. Er wurde umgeleitet, da aus dem Salzbergwerk über diesen Bach immer wieder salzhaltiges Wasser in den See gelangte.

Nach ergiebigen Regenfällen lässt sich im Bereich der Seewiese ein als ,,die Liagern" (auch Lurlöcher genannt) bekanntes karsthydrologisches Phänomen beobachten, das durch mehrere Höhleneingänge in den Loserwänden auf unterschiedlicher Höhe begründet ist. Durch das im Karst versickerte Regenwasser füllt sich das Höhlensystem des Losers rasch mit Wasser. Durch den entstandenen Überdruck treten große Wassermassen zutage, wobei die Schüttung bis zu 3000 l/s betragen kann. Ein- bis zweimal jährlich werden für mehrere Stunden, gelegentlich auch über mehrere Tage, gleichzeitig bis zu vier Karstquellen etwa 30 m über dem Talboden aktiv und bilden mit lautem Getöse einzelne Wasserfälle. Diese vereinigen sich zu einem Wildbach, der nach sehr kurzer Fließstrecke in den See strömt. Wesentlich seltener sind die Liager in der Loserwand etwa 100 m über dem Talboden zu beobachten, wo ein kräftiger Wasserstrahl in hohem Bogen aus dem kleinen Höhlenportal eines Liager-Lochs schießt. Dieser Vorgang dauert nur etwa eine Stunde. Gemeinsam mit dem starken unterirdischen Zufluss lassen die Liager den Seespiegel innerhalb von 12 Stunden bis zu 60 cm ansteigen.

Wie an allen Seen des inneren Salzkammerguts war auch am Ausfluss des Altausseer Sees eine Klause zur Holztrift vorhanden, da dort mit relativ geringen Mitteln sehr große Wassermengen gespeichert werden konnten. Erstmals wurde sie in der Waldbeschau von 1561 erwähnt. Ein Neubau ist für das Jahr 1633 überliefert. Zu dieser Zeit bestand sie noch vollständig aus Holz. Ab 1781 wurde die Seeklause mit Quadersteinen neu erbaut. Zum Auffangen des geschwemmten Holzes existierte auch ein Außenrechwerk, das vermutlich bereits um 1300 erbaut wurde. Nach Auflassung des Sudbetriebes im Markt Aussee 1867 war der Rechen funktionslos geworden. Die letzte Trift auf der Altausseer Traun fand 1882 statt. Die Klause wurde vermutlich bei einem Hochwasser 1899 zerstört. Die letzten Reste des Rechens wurden bei den Verbauungsmaßnahmen nach den Katastrophenhochwässern 1897 und 1899 beseitigt.

In den letzten Kriegstagen des Zweiten Weltkriegs wurde ein Lastkraftwagen am Nordufer versenkt. Dieser besteht heute nur mehr aus Bruchstücken, die über eine Fläche von etwa 20 × 40 m verteilt sind.
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Martin Lutar

"Die höchste Form des Glücks ist ein Leben mit einem gewissen Grad an Verrücktheit."