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🕊 Hand in Hand für den Frieden & Ger... von Hamzah

🏞  Traun - Höllengebirge

Begonnen von Martin, 19. Januar 2026, 08:27:31

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Topic keywords [SEO] ÖsterreichOberösterreichSalzkammergutHausruckviertelAtterseeTraunHöllengebirgeHööngebiagTraunviertel

Martin

🏞  Traun - Höllengebirge


Westansicht des Höllengebirges
(Blick von Unterach am Attersee)

Bild 2: Die Südseite des Höllengebirges von Südwesten aus der Luft gesehen


Das Höllengebirge [boarisch Hööngebiag] ist ein nach Norden vorgeschobenes Faltengebirge im oberösterreichischen Teil des Salzkammergutes und wird den Nördlichen Kalkalpen zugerechnet. Das durchschnittlich auf 1600 m ü. A. liegende Hochplateau hat seinen höchsten Punkt im Großen Höllkogel mit 1862 m ü. A. Das stark verkarstete Gebirge besteht vorwiegend aus Wettersteinkalk und entwässert größtenteils unterirdisch. Durch Alpenvereinshütten und ein großes Wegenetz ist das Höllengebirge für den Tourismus erschlossen. Am Feuerkogel und beim Taferlklaussee befinden sich Wintersportgebiete. Der Feuerkogel ist ganzjährig mit der Feuerkogelseilbahn von Ebensee am Traunsee aus erreichbar. Wälder sind nur an den Flanken des Gebirges vorhanden. Das Plateau selbst ist mit ausgedehnten Beständen der Bergkiefer (Pinus mugo) bedeckt. Das Höllengebirge ist im Besitz der Österreichischen Bundesforste. Der Name stammt vom Talkessel ,,In der Höll" an der Südseite des Gebirges.

Das Höllengebirge besitzt eine maximale Ausdehnung zwischen dem Attersee im Westen und dem Traunsee im Osten von 17 und von Nord nach Süd von 11 Kilometern; es umfasst eine Gesamtfläche von 126,8 km².

Die Nordgrenze bilden der Kienbach, der vom Sattel Krahbergtaferl zum Attersee fließt, sowie der Oberlauf der Aurach vom Taferlklaussee bis zur Großalm. Die Grenze verläuft dort hinauf zum 830 m ü. A. hohen Sattel Lueg, hinunter zum Hinteren Langbathsee und entlang des Langbathbaches bis zu dessen Mündung in den Traunsee in Ebensee. Im Südosten wird das Gebiet zwischen Ebensee und Mitterweißenbach durch die Traun begrenzt. Die südwestliche Grenze zwischen Mitterweißenbach und Weißenbach am Attersee bildet das Weißenbachtal. Entlang des Atterseeufers zwischen Weißenbach und Seefeld wird die Grenze geschlossen.

Verwaltungsmäßig befindet sich das Höllengebirge in dem zum Hausruckviertel gehörenden Bezirk Vöcklabruck (Westen) und in dem zum Traunviertel gehörenden Bezirk Gmunden (Osten). Während historisch das Höllengebirge zur Gänze zu dem seinerzeit bis zur Traun reichenden Hausruckviertel zählte, wird die Grenze zwischen Hausruck- und Traunviertel heute entlang der Bezirksgrenze gezogen und verläuft vom Krahbergtaferl zum Hochleckenhaus, über den Grünalmkogel und zur Hohen Rehstatt bis zur Weißenbacher Straße im Süden.

Folgende Gemeinden des Bezirkes Gmunden haben Anteil am Höllengebirge: die Stadtgemeinde Bad Ischl mit einem Teil der Katastralgemeinde Jainzen, die Marktgemeinde Ebensee mit der Katastralgemeinde Langwies und Teilen der Katastralgemeinde Oberlangbath sowie die Marktgemeinde Altmünster mit Teilen der Katastralgemeinde Neukirchen. Im Bezirk Vöcklabruck erstreckt sich das Höllengebirge auf einen Großteil der Orts- und Katastralgemeinde Steinbach am Attersee.

Im Norden verläuft die Großalm Straße L544 von Steinbach am Attersee bis nach Neukirchen bei Altmünster. Sie hat ihren höchsten Punkt an der Taferlhöhe 829 m, unweit des Taferlklaussees. Im Osten führt von Ebensee die Langbath Straße L1297 zum Vorderen Langbathsee. Entlang der Traun führt im Osten die Salzkammergutstraße. Im Süden führt die Weißenbacher Straße durch das Weißenbachtal. Sie beginnt bei der Salzkammergutstraße und endet in Weißenbach am Attersee im Westen. Entlang des Ostufers des Attersees befindet sich die Seeleiten Straße. Die Feuerkogelseilbahn ist eine Luftseilbahn und führt von Ebensee auf den Feuerkogel. Vom Ebenseer Ortsteil Langwies führt von Südosten eine als Schotterpiste ausgeführte Straße auf den Feuerkogel. Diese ist für den öffentlichen Verkehr gesperrt, ein Befahren mit Fahrrädern ist jedoch gestattet.

Das Höllengebirge ist ein Plateaugebirge mit einer durchschnittlichen Höhe von 1600 m ü. A. Die Hochfläche ist von Gräben und Gruben zerfurcht und mit Dolinen übersät. Die Senke des Pfaffengrabens, der teilweise unter 1300 m ü. A. liegt, trennt die Hochfläche in das kleinere westliche und das größere östliche Höllengebirge. Das Höllengebirge hat den höchsten Punkt im Großen Höllkogel mit 1862 m ü. A. Die Nordabstürze sind sehr steil, felsig und haben teilweise bizarre Felstürme wie die Adlerspitze und die Steinernen Männer. Sie beginnen beim Attersee und erreichen bei der Madlschneid bereits eine Wandhöhe von 600 Metern.[2]

Die Wände sind von flacheren Abschnitten unterbrochen, wie der Brennerriese, dem Bleggagraben und dem Langen Graben. Am östlichen und westlichen Ende werden die Felswände immer steiler und unzugänglicher. Die 600 Meter hohe Gamswand des Hohen Spielbergs bildet den Abschluss des Langbathtales. Die Südhänge sind weniger exponiert. In steilen Hängen und Plattenschüssen steigt das Gebirge zur Hochfläche an. Charakteristisch für den Mittelteil der Südhänge sind die Lawinenstriche Brunnlahngang, Klauslahngang und Hasellahngang. An den Südabhängen befindet sich auch das namensgebende Kar In der Höll.

Tektonisch ist das Höllengebirge eine mächtige, nach Norden gekippte (nordvergente) aufgewölbte Falte (Antiklinale) der Staufen-Höllengebirgs-Decke, die zur Tirolischen Deckeneinheit (Tirolikum) gehört, wobei im Süden der Hangendschenkel mit einem Winkel zwischen 25 und 35 Grad ansteigt und sich bis zum Höllengebirgs-Nordrand allmählich in eine saigere bis leicht überkippte Schichtstellung dreht. Unter der Höllengebirgsdecke liegt die Langbathzone (Bajuvarikum), die im Gebiet des Vorderen Langbathsees mit etwa vier Kilometer Nord-Süd-Erstreckung ihre größte Breite erreicht. In der mittleren Kreide vor etwa 80 Millionen Jahren fand die erste Auffaltung des Gebirges statt, das danach wieder vom Gosaumeer überflutet wurde. Im Tertiär wurde das Höllengebirge zusammen mit den Alpen ein weiteres Mal angehoben und nach Norden verschoben. Damit hatte die Deckenbildung ihren bisherigen Abschluss. Im Zuge der Aufschiebung der Höllengebirgsdecke wurde die darunter lagernde Langbathzone mitgeformt, sodass sie im Stirnbereich der Höllengebirgsdecke ebenfalls leicht nach Norden einfällt.
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Martin Lutar

"Die höchste Form des Glücks ist ein Leben mit einem gewissen Grad an Verrücktheit."