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🕊 Hand in Hand für den Frieden & Ger... von Hamzah

🏞  Wien - Tullnerbach

Begonnen von Ferdinand, 01. März 2026, 14:50:23

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Ferdinand

🏞  Wien - Tullnerbach


Altes Gemeindeamt
Bild 2: Sancta Maria in Paradyso


Tullnerbach ist eine Marktgemeinde mit 2938 Einwohnern (Stand 1. Jänner 2025) im Bezirk St. Pölten in Niederösterreich.

Tullnerbach liegt im niederösterreichischen Teil des Wienerwaldes. Es gehört zum Industrieviertel (auch Viertel unter dem Wienerwald). Die Fläche der Marktgemeinde umfasst 20,25 km², etwa 72 Prozent der Fläche sind bewaldet.

Der Name ,,Tullnerpach" wurde erstmals 1565 erwähnt. Der Bach entspringt an der Riedanleiten und fließt aus der Richtung Tulln in die Wien. Früher wurde er auch ,,Tulnerbach" geschrieben. Er soll nicht mit dem früheren Namensvettern verwechselt werden, der heutigen Großen Tulln, die bei Neulengbach beginnt, in die entgegengesetzte Richtung durch Sieghartskirchen fließt, ebenfalls früher als ,,Tulnerbach" oder ,,Tullnerbach" beschrieben wurde und in manchen Geschichtsbüchern auftaucht.

Das Gebiet umfasste einzelne kleine Holzhackersiedlungen. Lawies erscheint 1635 als ,,Labiwießen", Unter-Tullnerbach hieß früher ,,Neuwirtshaus", ,,Irenental" (früher ,,Ober-Tullnerbach" und ,,Hinter-Tullnerbach", ,,Unter-Tullnerbach" und dann ,,Vorder Tullnerbach") scheint erst 1880 als Name auf.

Um 1460 errichteten die Franziskaner das Kloster Sancta Maria in Paradyso, das 1529 in den Türkenkriegen zerstört wurde. 1791 errichtete das k.k. Waldamt eine einklassige I. Volksschule Tullnerbach I im heutigen Irenental, sie wurde im Jahre 1967 aufgelassen.

Nach dem Bau der Kaiserin-Elisabeth-Bahn 1858 (der heutigen Westbahn) entwickelte sich eine beliebte Sommerfrische der Wiener Bevölkerung.

1850–1873 gehörte die Gemeinde Tullnerbach, die schon ursprünglich zum Teil zu Pressbaum gehört hatte, als Pressbaum-Tullnerbach wieder ganz dazu. 1873 trennte sich Tullnerbach endgültig von Pressbaum und wurde eine eigenständige Gemeinde.

1881–1890 errichtete der katholische Waisen-Hilfsverein aus Wien das Norbertinum als Knaben-Waisen-Asyl. Die Volksschule Tullnerbach II bestand von 1884 bis 1967. 1895–1897 wurde unter Bürgermeister Josef Knab das Gemeindeamt gegenüber dem Bahnhof errichtet. 1897 wurde der bisherige Bahnhof Preßbaum in Tullnerbach-Preßbaum umbenannt.

Der Wienerwaldsee zwischen Lawies und Unter-Tullnerbach wurde in den Jahren 1895–1898 als Staubecken für die Wien und den Wolfsgrabenbach errichtet. Das Wientalwasserwerk der Compagnie des Eaux de Vienne, Societé anonyme versorgte mit dem hier aufbereiteten Wasser die westlichen Bezirke Wiens mit Nutzwasser.

1958 wurde das Wientalwasserwerk von der Stadt Wien übernommen und das Wasser, gemischt mit Hochquellenwasser, bei Bedarf in das Wiener und seit den 1990er Jahren auch in das Purkersdorfer Wasserleitungsnetz eingespeist. Aus wirtschaftlichen Gründen wurde die Trinkwassergewinnung Ende 2004 eingestellt. Der See blieb als Natur- und Erholungsraum und Rückhaltebecken für die Hochwasser der Wien erhalten. 2008 wurde der Umbau mit einer Sanierung des Dammes abgeschlossen. Eine Nutzung als Badesee ist nicht vorgesehen.

Die Freiwillige Feuerwehr Tullnerbach in Lawies wurde 1900 gegründet, Tullnerbach-Irenental 1902, 1924 Untertullnerbach, die sich 1999 Tullnerbach anschlossen.

1908 wurde an der Wien ein Bad errichtet, welches 1991 abgebrochen wurde.

Flugversuch von Wilhelm Kress 1901

Am 3. Oktober 1901 startete Wilhelm Kress (1836–1913) als erster Österreicher auf dem Wienerwaldsee einen Flugversuch mit dem Kress'schen Drachenflieger. Statischen Auftrieb an der Wasseroberfläche erhielt er durch oben offene ,,schlittenförmige" Schwimmkörper aus Aluminiumblech, die mit Drähten oder Seilchen abgespannten Tragflächen wiesen eine gewölbte Textilbespannung auf, der Motor – er sollte nur 240 kg wiegen, war jedoch 380 kg schwer – wirkte auf eine Luftschraube. Der Apparat war als Wasserflugzeug konzipiert, berührte jedoch schon bei einem luftschraubengetriebenen Fahrtest an der Wasseroberfläche bei Kurvenfahrt mit einer Tragfläche das Wasser. Infolge der Fahrt schnitt die Tragfläche tiefer ins Wasser hinein, der Apparat kippte – die Schwimmkörper liefen voll – und versank. Kress konnte sich dank eines Schwimmgürtels trotz schweren Werkzeugs in den Taschen solange über dem – neun Meter tiefen – Wasser halten, bis er per Boot geborgen werden konnte. Er blieb unverletzt.

1913 errichtete man ihm zu Ehren das Kress-Denkmal, welches vom Bildhauer Rudolf von Weigl (dem späteren Ehemann von Mercédès Jellinek, der Namensgeberin der Automarke Mercedes-Benz) gestaltet wurde. Es wurde 1973 nach Untertullnerbach nahe der Staumauer am nördlichen Ufer des Sees versetzt. Die Kress'sche Luftschraube wurde in das neue Gemeindewappen aufgenommen.

Republik Österreich

1922 wurde in Lawies die erste öffentliche Beleuchtung installiert.

Nach dem Anschluss Österreichs 1938 wurde der Ort im Gegensatz zum nebenan liegenden Purkersdorf nicht Groß-Wien angeschlossen, sondern dem Landkreis Sankt Pölten zugeteilt. Die Grenze von Groß-Wien war von 1938 bis 1946 der Tullnerbach.

Am 4. November 1973 wurde in einem Festakt im Norbertinum durch den damaligen Landeshauptmann Andreas Maurer die Markterhebungsurkunde überreicht.

Die Blasmusik Tullnerbach wurde 1974 gegründet.

Das neue Mehrzweckhaus der vereinten Freiwilligen Feuerwehr Tullnerbach (aus Tullnerbach(-Lawies) und Untertullnerbach) und der Blasmusik Tullnerbach, beim See, wurde am 16. Mai 2004 offiziell eröffnet.

Von 1956 bis zu dessen Auflösung mit 31. Dezember 2016 war Tullnerbach Teil des Bezirks Wien-Umgebung.
[...]

Das Kloster Sancta Maria in Paradyso (auch: Klosterruine Riederberg oder Sankt Laurentius im Paradies) ist eine Klosterruine im niederösterreichischen Wienerwald, Gemeinde Tullnerbach, ganz am Rand des Gemeindegebiets an der Grenze zu Sieghartskirchen.

Bereits im 14. Jahrhundert wird mehrmals eine St.-Laurentius-Kirche genannt, so beispielsweise in einem Urbar des bayerischen Kloster Freising aus 1305/1306, eine Kapelle, die möglicherweise am Riederberg stand.

Gabriel Rangoni von Verona, damals Provinzialvikar der österreichischen Ordensprovinz, gründete auf Grund einer Schenkung durch die Habsburger um 1440, nach anderen Quellen ab 1455[1], in einem Tal des Riederbachs am westlichen Hang des Weideck-Berges ein schlichtes Franziskaner-Observantenkloster unter dem Einfluss der Bewegung des Johannes Capistrano, der das Kloster in das österreichisch-böhmische Observantenvikariat eingliederte. Für einen Bettelorden ungewöhnlich war die Lage des Klosters weit entfernt von einer Stadt, daher könnte es sich um eine Ausbildungsstätte des Ordens handeln.

Die einschiffige, spätgotische Kirche war der Mutter Gottes und dem hl. Laurentius gewidmet. In der Nachbarschaft befanden sich auf drei Ebenen weitere Wirtschaftsgebäude. 1464 tagte in Sta. Maria in Paradyso das franziskanische Provinzialkapitel, Gabriel Rangoni wurde erneut zum Generalvikar gewählt.

1495 starb Frater Thomas von Eggenburg, der Quaestor des Klosters, auf der Heimkehr im Schnee. Ein Brand wütete im Jahre 1509 und zerstörte einen Großteil der Anlagen, Frater Zacharias kam in den Flammen, vor dem Hochaltar stehend, ums Leben.

Am 26. September 1529 steckten osmanische Truppen das Kloster mit der Kirche in Brand, 18 Klosterbrüder kamen bei dem Angriff ums Leben, vier weitere wurden im Wald ermordet.

Sowohl die Kirche als auch das Kloster wurden aufgrund eines Kapitelsbeschlusses von 1530 nicht wieder vor Ort aufgebaut. Stattdessen entstand 1623 das neue Franziskanerkloster ,,Zur heiligen Dreifaltigkeit" in Neulengbach, wo eine Erinnerungstafel an das Paradieskloster angebracht wurde. Das Franziskanerkloster Neulengbach wurde aufgrund der josephinischen Reformen 1786 aufgehoben jedoch 1789 als Pfarrkirche Neulengbach geweiht.

Die Ruine des Klosters diente über die Jahrhunderte als Baustoffquelle für Profanbauten in den Nachbarorten.

Von der ehemaligen Klosterkirche sind noch bauliche Reste des Langhauses und geringe Reste des Chors obertägig erhalten. Das Langhaus war mit einem dreijochigen Ziegelgewölbe versehen, wovon noch Teile der Gewölbeansätze erhalten sind. Vermutungen über einen möglichen polygonalen Chorschluss wurden durch eine Ausgrabung im Jahr 2013 widerlegt. Wahrscheinlich wurde in einer neuzeitlichen Bauphase eine runde Apsis an den Chor angestellt, wie erkennbare Baufugen vermuten lassen. Im Bereich des Westportals lassen sich mindestens zwei Bauphasen einer Westempore in Form von Balkenlöchern und nachträglich angebrachte Aussparungen für ein Gewölbe erkennen. Im Zuge der genannten Ausgrabung wurden auch zwei achteckige Säulensockel der Westempore aus Sandstein und Teile eines Ziegelfußboden in spicatum-Muster freigelegt. Auf einer Abbildung im sogenannten Kronprinzenwerk von 1888 sind an der Nordwestecke des Langhauses noch Reste des angestellten zweistöckigen Klostergebäudes erkennbar. Östlich der Klosterkirche sind geringe Reste eines rechteckigen Nebengebäudes erkennbar. Am westlich des Langhauses gelegenen Steilhang befinden sich eine Substruktion und Reste eines Strebepfeilers.
[...]
~~~~~~~~~~~~~~~~
Ferdinand H-L



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