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🕊 Hand in Hand für den Frieden & Ger... von Hamzah

🔷 Bayerische Urgeschichte > Altsteinzeit > Altpaläolithikum

Begonnen von Michi, 21. Oktober 2026, 09:25:18

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Topic keywords [SEO] Bayerische UrgeschichteAltsteinzeitAltpaläolithikum

Michi

🔷 Bayerische Urgeschichte > Altsteinzeit > Altpaläolithikum


📸 Faustkeil von Pösing, Kallmünzer, Länge 15 cm
📸 2: 

Siedlungsspuren aus dem Altpaläolithikum (ca. 600.000–300.000 vor heute) sind in Bayern bislang nicht eindeutig belegt.Die Ursache dafür liegt überwiegend in der Tatsache begründet, dass Steingeräte dieser Zeitstellung oft nur über den Schichtzusammenhang zweifelsfrei datiert werden können, während Oberflächenfunde nur wenig diagnostische Kriterien zur Eingrenzung des Alters der Werkzeuge liefern. Sedimentabfolgen des gesamten Mittelpleistozäns konnten in der Lössgrube von Attenfeld (Lkr. Neuburg-Schrobenhausen) dokumentiert werden. Die rund 8,5 m mächtige Löss-Paläoboden-Sequenz umfasst mittel- und oberpleistozäne Ablagerungen und dokumentiert mindestens drei Interglazial-Glazial-Zyklen; ihr unterer Abschnitt wurde zunächst auf etwa 450.000 bis 500.000 Jahre datiert, wobei diese chronologische Einordnung nicht durch absolute Datierungen abgesichert ist. Eine 2021 publizierte Untersuchung der oberen drei Meter des Profils revidierte Teile der bisherigen Chronostratigraphie des letzten Interglazial-Glazial-Zyklus. Steinwerkzeuge aus dem Profil bleiben umstritten, wie der 1989 abgesammelte ,,Proto-Faustkeil" aus Quarzit. Der Schichtzusammenhang in der Lössabfolge stellt ihn zwar in die frühe Mindel-Kaltzeit,[6] dennoch wird das Stück heute von der Mehrheit der Prähistoriker als Geofakt angesehen. Die ehemalige Ziegeleigrube von Hagelstadt (Lkr. Regensburg) erschloss ein etwa 17 m mächtiges Quartärprofil mit einer außergewöhnlich vielgliedrigen Löss-Paläoboden-Abfolge. Mit acht fossilen Böden interglazialen Typs gilt das Profil als eine der vollständigsten pleistozänen Lössfolgen Bayerns und dokumentiert mehrere Glazial-Interglazial-Zyklen des Mittel- und Jungpleistozäns.

Von Flussterrassen und ihren Schotterkörpern gibt es diverse Einzelfunde von Faustkeilen. Keiner dieser Funde ist jedoch in einem umgebenden Sediment gefunden worden, das eine eindeutige Datierung erlaubt. So schreibt Wolfgang Weißmüller im Jahre 2002: ,,Profile mit archäologischen Relikten stehen im bayerischen Donauraum erst für den Zeitraum nach der letzten Warmzeit...zur Verfügung."

Eine Revision bezüglich der Objekte, die aus gesichert mittelpleistozänen Terrassen stammen und damit geologische Argumente ihrer Altersstellung liefern, grenzt ihre Zahl und damit die Beweise für die Anwesenheit von Homo heidelbergensis bzw. des frühen Neandertalers in Bayern stark ein. Lediglich für den Faustkeil von Wörleschwang (Lkr. Augsburg) besteht aufgrund der Fundlage auf der risszeitlichen Hochfläche – 60 m über der heutigen Talsohle des Zusamtals gelegen – eine hohe Wahrscheinlichkeit, dass dieser in das Mittelpleistozän zu stellen ist. Am Schweiklberg (Vilshofen an der Donau) ist neben einem Faustkeil auch ein Cleaver als typisches Werkzeug des Acheuléens belegt, während das andere Inventar aus Sicht der Ausgräber keine zeitlich eingrenzbaren Merkmale zeige.

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"Michi" Ilija Gosha Smirnow



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