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Letzter Beitrag: 03. Oktober 2024, 08:07:59
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🔷 Bayerische Urgeschichte > Altsteinzeit > Spätmittelpaläolithische Blattspitze

Begonnen von Julian, Heute um 13:57:49

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Julian

🔷 Bayerische Urgeschichte > Altsteinzeit > Spätmittelpaläolithische Blattspitzen


📸 Klausenhöhlen Essing
📸 2: Klausenhöhlen Essing

Den fundreichsten Platz der Blattspitzen-Gruppe (ca. 60–40.000 vor heute) in Bayern bilden die Weinberghöhlen bei Mauern (OT. von Rennertshofen) im Wellheimer Trockental. Hier wurden seit 1935 durch den Neuburger Heimatpfleger Michael Eckstein erste mittelpaläolithische Funde geborgen. Ausgrabungen wurden 1937 unter Leitung von Robert Rudolf Schmidt, 1937–1939 durch Assien Bohmers und 1947–1949 unter Leitung von Lothar Zotz durchgeführt.

Fünf mittelpaläolithische Blattspitzen aus der Obernederhöhle (nahe Essing) belegen Aufenthalte im späten Mittelpaläolithikum. Trotz des gestörten Schichtzusammenhangs beweisen zwei Jerzmanowice-Spitzen sowie eine massive Knochenspitze, dass diese Höhle auch nachfolgend im frühen Jungpaläolithikum besiedelt war. Spät-mittelpaläolithische Blattspitzen gibt es außerdem aus der Klausennische, aus Kösten (Ortsteil von Lichtenfels, Oberfranken) sowie aus Metten, Albersdorf (Ortsteil von Vilshofen an der Donau) und Flintsbach-Hardt (Ortsteil von Winzer) in Niederbayern. Während Lothar Zotz und Gisela Freund für diesen Inventartyp des späten Mittelpaläolithikums den Begriff ,,Präsolutréen" prägten, schrieb Wolfgang Weißmüller hier in Anknüpfung an das östliche Mitteleuropa vom Szeletien. Weißmüller nennt weiterhin folgende bayerische Fundplätze mit Blattspitzen: die Höhle ,,Steinerner Rosenkranz" (Lkr. Eichstätt), Eitensheim (Flur ,,Windhöhe"), die Buchberghöhle bei Münster (Niederbayern) und Offenberg. Hinzu kommt der Fundplatz Zeitlarn aus der Nähe von Regensburg.

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Julian Duschl


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