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🕊 Hand in Hand für den Frieden & Ger... von Hamzah

🔷 Bayerische Urgeschichte > Altsteinzeit > Jungpaläolithikum > Magdalénien

Begonnen von Julian, 30. Oktober 2026, 10:31:05

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Topic keywords [SEO] Bayerische UrgeschichteAltsteinzeitJungpaläolithikumMagdalénien

Julian

🔷 Bayerische Urgeschichte > Altsteinzeit > Jungpaläolithikum > Magdalénien


📸 Venus von Mauern
📸 2: Venus von Mauern

Das Magdalénien ist in Bayern – von wenigen unsicheren Altfundstellen[ abgesehen – ausschließlich auf den Donauraum und deren Nebentäler (Unteres Altmühltal, Unteres Naabtal) beschränkt. Eine geoarchäologische Neubearbeitung mehrerer Fundstellen des unteren Altmühltals deutet darauf hin, dass eine dauerhaftere magdalénienzeitliche Besiedlung der Fränkischen Alb erst um etwa 15.000 bis 14.000 cal BP einsetzte. In der Schwäbischen Alb ist eine solche Besiedlung bereits ab etwa 17.000 cal BP nachweisbar. Als mögliche Ursache für die zeitliche Verzögerung werden die zunächst kälteren und trockeneren Umweltbedingungen in der Fränkischen Alb diskutiert.

Aus der Mittleren Klause mit Fundhorizonten des mittleren und späten Magdaléniens stammt ein verzierter Lochstab, der das frontale Gesicht eines Bisons (,,en face") zeigt. Auch in der Oberen Klausenhöhle wurden in zwei Schichten des Magdaléniens eine Reihe von Artefakten gefunden. Das Magdalénien-Inventar der Kastlhänghöhle bei Prunn (OT Pillhausen) wurde bereits zwischen 1888 und 1907 bei unsystematischen Ausgrabungen geborgen. Eine Reihe von Magdalénien-Fundplätzen gibt es außerdem an den Talrändern von Donau und Naab in der Umgebung von Regensburg. Dazu gehören die Freilandstation Barbing[69] und die Tunnelhöhle bei Sinzing (beide Lkr. Regensburg).[70] Im Nördlinger Ries liegt der Fundplatz am Kaufertsberg bei Appetshofen (Lkr. Donau-Ries).

Eine gravierte Kalksteinplatte aus dem Hohlenstein (Gemeinde Ederheim, Lkr. Donau-Ries) zeigt einen Pferdekopf und drei schematische Frauensilhouetten vom Gönnersdorfer Typ (spätes Magdalénien). Als magdalénienzeitliche Gravuren bezeichnete Linien an den Felswänden der Mäanderhöhle (Lkr. Bamberg) sind bislang unbestätigt.

Für das Magdalénien in Nordbayern wurde nur ein Fundplatz der Fränkischen Schweiz ins Feld geführt (Rennerfels, Schicht VI), was später jedoch revidiert wurde.

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Julian Duschl


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