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Letzter Beitrag: 03. Oktober 2024, 08:07:59
🕊 Hand in Hand für den Frieden & Ger... von Hamzah

🔷 Bayerische Urgeschichte > Mittelsteinzeit > Mittelneolithikum

Begonnen von Julian, Heute um 10:31:50

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Julian

🔷 Bayerische Urgeschichte > Mittelsteinzeit > Mittelneolithikum


📸 Venus von Mauern
📸 2: Venus von Mauern

Auf die Linearbandkeramik folgt um 4900 v. Chr. das Mittelneolithikum mit der Stichbandkeramik (StBK), die sich kontinuierlich aus der Vorgängerkultur entwickelte. Die während der Frühphase mit der LBK teils identischen Motive auf den Gefäßen wurden nun nicht mehr in den feuchten Ton geritzt, sondern mit Knochenahlen eingestochen. Ein bekannter Fundort aus dieser Zeit ist zum Beispiel Regensburg-Harting. Seit dem Mittelneolithikum wurden im bayerischen Donauraum Jurahornsteine in Schächten abgebaut. Den eindrucksvollsten Fundplatz stellt das Feuersteinbergwerk von Abensberg-Arnhofen dar. Auch am Ortsrand von Flintsbach gab es Abbaustellen eines lithologisch typischen Vorkommens.

In Niederbayern und Böhmen bis zum Pilsener Becken entstand etwas zeitversetzt zur Stichbandkeramik ab etwa 4800 v. Chr. die Keramik der Gruppe Oberlauterbach mit einer eigenständigen Gefäßverzierung (nach Oberlauterbach, Lkr. Landshut). Eine fünfstufige Gliederung des keramischen Fundgutes vom Ende der Linienbandkeramik bis zum Beginn der Münchshöfener Kultur hatte zuerst Klaus Hautmann herausgearbeitet. Der keramische Stil führt von ,,echter" böhmischer Stichbandkeramik zu einer bayerischen Variante (zum Teil zusammen mit einem Teil der Oberlauterbacher Entwicklung als mittleres Südostbayerisches Mittelneolithikum bezeichnet) zum Oberlauterbacher Stil im Sinne von Peter Bayerlein. Den Abschluss bildet Keramik in ,,Maginger Art".

Im Jahr 2011 waren aus dem bayerischen Mittelneolithikum 28 Fundplätze mit Gräbern bekannt. Bedeutende Siedlungen der Gruppe Oberlauterbach sind Kothingeichendorf, Künzing-Unternberg, Geiselhöring und Hienheim (Lkr. Kelheim). Gemäß Florian Eibl seien die Kreisgrabenanlagen von Kothingeichendorf und Künzing in der Stichbandkeramik errichtet worden, da Scherben der Gruppe Oberlauterbach jeweils nur im oberen Teil der Grabenverfüllungen zu finden sind. Die Scherben datieren damit lediglich die Verfüllung der Gräben, nicht jedoch die Nutzungsphase der Anlagen. Dasselbe gilt für die Kreisgrabenanlage von Stephansposching, Lkr. Deggendorf.

Aus Siedlungen des Mittelneolithikums, zum Beispiel Eggendorf am Walde, Oberpöring, Ergolding-Siechenhausäcker, Straubing-Lerchenhaid oder Essenbach-Unterwattenbach, sind Fragmente anthropomorpher und zoomorpher Plastik bekannt geworden.[

In Unterfranken, besonders dem Main-Gebiet, folgte auf die Linearbandkeramik die mittelneolithische Großgartacher Kultur.

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Julian Duschl


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