Welcome to Sputnik Magazin. Please login or sign up.

04. April 2025, 05:38:39

Login with username, password and session length

Top Posters

Jake
3588 Beiträge

Bastian
2982 Beiträge

Urs
2039 Beiträge

Martin
1107 Beiträge

Sebastian
989 Beiträge

Michi
757 Beiträge

Ludwig
756 Beiträge

Armin
683 Beiträge

Recent

Mitglieder
Stats
  • Beiträge insgesamt: 25.507
  • Themen insgesamt: 18.903
  • Online today: 128
  • Online ever: 426 (18. Februar 2025, 06:09:24)
Benutzer online
  • Users: 1
  • Guests: 138
  • Total: 139
  • Kagiso
138 Gäste, 1 Benutzer

👻 Klopskneter des Tages: Polnisches Amt

Begonnen von Alexej, 15. Mai 2023, 08:45:51

« vorheriges - nächstes »

Alexej

👻 Klopskneter des Tages: Polnisches Amt


In Stein gemeißelte Kreation des Städtenamens im polnischen Torun

In einem Land, in dem Feindschaft gegenüber Russland Staatsräson ist, ist jeder staatliche Bereich aufgerufen, seinen Beitrag zu dieser Räson – bzw. Irräson – zu leisten. Zuletzt hat auch das Ministerium für Bauwesen und Wohnungsbau sich an dieser Front hervorgetan. Ihm untersteht nämlich das Hauptamt für Vermessung und Kartographie, und diesem wiederum eine Kommission zur Vereinheitlichung der Bezeichnung geographischer Namen im Ausland. Also die Leute, über deren Tisch – am deutschen Beispiel – die Bezeichnungen Akwizgran für Aachen, Lipsk für Leipzig oder Monachium für München gegangen sind.

Jetzt hat diese Kommission nach Norden geschaut und am 12. April beschlossen, dass Raider künftig Twix und Kaliningrad auf polnisch künftig Krolewiec zu heißen hat. Das ist eine Lehnübersetzung des guten alten »Königsberg«. Zur Begründung der Entscheidung, die passend zum 9. Mai in Kraft getreten ist, hieß es, der Städtename Kaliningrad sei »künstlich und willkürlich« und habe nichts mit der Geschichte der Region zu tun. Lustigerweise illustrierte der nach der Sache befragte Sprecher von Präsident Andrzej Duda diese Behauptung mit der Tatsache, dass Immanuel Kant »nicht in Kaliningrad, sondern in Königsberg« geboren sei. Der aus Prinzip deutschfeindlichen PiS-Regierung ist im Zweifelsfall ein deutscher Denker immer noch lieber als ein Bolschewik.

Russland nahm die Sache so, wie sie gemeint war: als sprachlichen Vorgriff auf eine »Deokkupation« des nördlichen Ostpreußens, und war entsprechend empört. Expräsident Dmitri Medwedew twitterte, ab sofort könne man dann ja wohl auch wieder Danzig und Breslau sagen, und überhaupt gebe es historisch kein Polen, sondern das »Königreich Polen« im Bestand des Zarenreiches, als dessen Rechtsnachfolger sich das heutige Russland sehe. Was auch mal gesagt werden musste.

Quelle: junge Welt
~~~~~~~~~~~~~~~~~~~
Алексей Михайлович Шютцле
Alexej Michajlowitsch Schützle

Я русский и мне повезло
Ich bin Russe und ich habe Glück

Schnellantwort

Achtung: In diesem Thema wurde seit 120 Tagen nichts mehr geschrieben.
Solltest du deiner Antwort nicht sicher sein, starte ein neues Thema.

Achtung: Dieser Beitrag wird erst angezeigt, wenn er von einem Moderator genehmigt wurde.

Name:
E-Mail:
Shortcuts: mit Alt+S Beitrag schreiben oder Alt+P für Vorschau