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Zusammenfassung

Autor Alexej
 - Heute um 08:04:04
⛄ 6. Februar: Bild des Tages, Kaliningrad ,,Jagdschloss"
⛄ 6 февраля: Фото дня, Калининградский «Охотничий домик»



📍 Kaliningrad ,,Jagdschloss"
📍 Калининградский «Охотничий домик»

Bild/Foto 📸Lex
Bild/Foto 2 📸: ---

Der Wald vergisst nichts.
Selbst das, was der Krieg ausgelöscht hat.
Romintenwald. Rominterheide.
Lange vor Grenzen und Karten, zur Zeit des Deutschen Ordens, war dieser Wald ein lebendiger Altar: dicht, dunkel, voller Wild, Pilze und Beeren. Hierher zogen die Hochmeister des Ordens und ihre Gäste zu ihrer jährlichen großen Jagd – nicht zur Nahrungssuche, sondern um Macht, Würde und Rituale zu erlangen.
1525 wurde der Wald zum Privileg der Elite.
Vierzehn Jahre später wurde er verboten. Bäume durften nicht mehr gefällt werden. Sie wurden wie die Gebeine von Heiligen bewacht.
1890 kam Kaiser Wilhelm II. hierher – und blieb.
Die Schönheit des Waldes bezauberte ihn, und auf dem Hügel erhob sich ein Jagdschloss. Aus Holz. Fremd. Stück für Stück aus Norwegen herbeigetragen, wie ein uraltes Totem. In der Nähe befindet sich die Kapelle des heiligen Hubertus, des Schutzpatrons der Jagd.
Tierstatuen. Das Haus des Försters. Das Postamt. Das Hotel. Der Kindergarten.
Zivilisation, sorgsam eingebettet ins Herz des wilden Waldes.
Hier wurde gejagt – und verhandelt.
Nikolaus II. und Sergei Witte waren hier zu Gast.
Einfache Zimmer, strenge Ordnung, Jagdanzüge – und das Gefühl, dass hinter den Mauern stets jemand zuschaut.
Nach dem Ersten Weltkrieg wurde alles verstaatlicht.
Doch der Wald verfolgt jene, die nach Macht dürsten.
1936 wurde weiter flussabwärts an der Rominta das Kaiserliche Jagdschloss errichtet. Hermann Göring war sein neuer Besitzer.
Diplomaten und Marschälle kamen hierher, und Schüsse, Trinksprüche und schwierige Gespräche über das Schicksal Europas hallten erneut wider.
Heute zeugen noch immer Schatten von dieser Welt.
Ich habe sie Pixel für Pixel rekonstruiert.
Nicht um sie wiederzubeleben. Sondern nur um euch daran zu erinnern:
Manche Wälder sind unerbittlich,
manche Jagden enden nie.
Лес помнит всё.
Даже то, что было стерто войной.
Роминтенская пуща. Rominter heide
Задолго до границ и карт, во времена Тевтонского ордена, этот лес был живым алтарём: густой, тёмный, переполненный дичью, грибами и ягодами. Здесь гроссмейстеры Ордена и их гости выходили на ежегодную большую охоту — не ради пропитания, а ради власти, формы и ритуала.
В 1525 году лес стал привилегией избранных.
Ещё через 14 лет — запретным. Деревья больше нельзя было рубить. Их начали охранять, как кости святых.
В 1890 году сюда пришёл кайзер Вильгельм II — и остался.
Красота пущи пленила его, и на возвышенности вырос охотничий замок. Деревянный. Чужеземный. Привезённый из Норвегии по частям, словно древний тотем.
Рядом — капелла Святого Хуберта, покровителя охоты.
Статуи зверей. Дом лесничего. Почта. Отель. Детский сад.
Цивилизация, аккуратно воткнутая в сердце дикого леса.
Здесь охотились — и договаривались.
Здесь бывали Николай II и Сергей Витте.
Простые комнаты, строгий порядок, охотничьи костюмы — и ощущение, что за стенами всегда кто-то наблюдает.
После Первой мировой всё перешло государству.
Но лес не отпускает тех, кто жаждет власти.
В 1936 году, ниже по реке Роминте, появился Имперский охотничий двор. Новый хозяин — Герман Геринг.
Сюда приезжали дипломаты и маршалы, здесь снова звучали выстрелы, тосты и тяжёлые разговоры о судьбе Европы.
Сегодня от этого мира остались тени.
Я собрал их заново — пиксель за пикселем.
Не чтобы воскресить.
А чтобы напомнить:
некоторые леса не прощают,
некоторые охоты никогда не заканчиваются.