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Zusammenfassung

Autor Steven
 - 04. Juli 2022, 07:54:23
Gesamte Oblast Lugansk eingenommen. Ukrainischer Beschuss von Belgorod

Russische Truppen und die Streitkräfte der »Volksrepublik« Lugansk haben nach eigenen Angaben Lissitschansk eingenommen. Das vermeldete das Verteidigungsministerium in Moskau am Sonntag, wie die Nachrichtenagentur TASS berichtete. Mit der Eroberung von Lissitschansk sei die gesamte Oblast Lugansk »befreit« worden. Nun wird erwartet, dass die russischen Truppen Kramatorsk und Slowjansk in der Oblast Donezk ins Visier nehmen. Am Sonntag hieß es von seiten des Bürgermeisters von Slowjansk, Wadym Liach, durch russischen Beschuss mit Mehrfachraketenwerfern habe es »viele Tote und Verletzte« gegeben.

Die ukrainische Seite widersprach der Meldung über den Verlust von Lissitschansk. Die Stadt stehe nicht unter vollständiger russischer Kontrolle, erklärte ein Sprecher des Verteidigungsministeriums gegenüber der britischen BBC. Die Kämpfe würden jedoch »sehr intensiv« geführt, russische Truppen griffen die Stadt permanent an.

Derweil wurden aus der von Russland besetzten südukrainischen Stadt Melitopol in der Nacht zum Sonntag Dutzende Explosionen gemeldet. Wie der ehemalige Bürgermeister, Iwan Fjodorow, in einer über seinen Telegram-Kanal verbreiteten Videoansprache erklärte, seien mehr als 30 Geschosse auf einen von vier russischen Militärstützpunkten abgefeuert worden. Dabei wurden laut Fjodorow Militärgerät sowie mehrere Treibstofflager getroffen, der Stützpunkt sei außer Gefecht gesetzt. Unabhängig überprüfen ließen sich die Angaben laut dpa nicht.

Zudem kam es mutmaßlich erneut zu ukrainischen Angriffen auf russisches Staatsgebiet. Wie der Gouverneur der Oblast Belgorod, Wjatscheslaw Gladkow, am Sonntag ebenfalls über Telegram erklärte, sei die Stadt Belgorod am Morgen von mehreren »heftigen Explosionen« erschüttert worden. Dabei seien vier Menschen getötet worden, darunter drei ukrainische Staatsbürger. Das Verteidigungsministerium in Moskau machte »ukrainische Nationalisten« für den Raketenbeschuss verantwortlich.

Bereits am Sonnabend hatte der belarussische Staatschef Alexander Lukaschenko Kiew beschuldigt, sein Land zu provozieren. So habe die Ukraine »vor rund drei Tagen, vielleicht mehr« versucht, militärische Ziele in Belarus anzugreifen, zitierte ihn die Nachrichtenagentur Belta. Belarussische »Panzir«-Luftabwehrsysteme hätten jedoch alle Raketen abgefangen.

Angesichts der »Warnungen« westlicher Politiker, man dürfe Kiew nicht zu Friedensverhandlungen mit Moskau drängen, warf der Sprecher des russischen Präsidialamtes, Dmitri Peskow, dem Westen vor, ein Interesse an einer Verlängerung des Krieges zu haben. Im russischen Staatsfernsehen erklärte er am Sonntag, die westlichen Staaten erlaubten es den Ukrainern »weder an Frieden zu denken noch darüber zu reden oder ihn zu besprechen«. Trotzdem zeigte sich Peskow optimistisch, dass der Moment für eine Verhandlungslösung kommen werde. Für eine Beendigung des Krieges müsse Kiew allerdings alle Forderungen Moskaus annehmen.

Quelle: junge Welt