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Title: 🏞 Inn - Burg Laudeck oder Laudegg
Beitrag von: Steven am 21. Juli 2024, 13:47:30
🏞 Inn - Burg Laudeck oder Laudegg

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Die Burg Laudegg (https://de.wikipedia.org/wiki/Burg_Laudegg) (auch Burg Laudeck (https://www.tirol.tl/de/highlights/burgen-schloesser/burg-laudeck/)) ist eine restaurierte Burgruine bei Ladis, einer Gemeinde im Bezirk Landeck des Bundeslandes Tirol.

Der Wohnturm wurde im Frühmittelalter erbaut und 1239 erstmals urkundlich erwähnt. Bereits 1232 ist ein Ministerialengeschlecht von Laudeck urkundlich (Hoftag von Herzog Otto von Andechs in Innsbruck). Die Burg war bis zum 17. Jahrhundert hin Verwaltungssitz des Oberen Gerichts (Gericht Laudeck) und verfiel allmählich, als der Verwaltungssitz nach Ried im Oberinntal übersiedelte.

Im 13. Jahrhundert wurde "Castrum Laudekke" erstmals urkundlich erwähnt, nachdem 1200 n. Chr. der Wohnturm erbaut wurde. Durch Funde wird allerdings angenommen, dass es sich hierbei früher um einen römischen Wachturm gehandelt hat: Ladis liegt entlang einer Römerstraße. Bis zum 16. Jahrhundert war Burg Laudeck dann Verwaltungssitz des Oberen Gerichts, bis dieser nach Ried verlegt wurde. Danach diente sie als Gefängnis und Waffendepot und verfiel allmählich.

1406 schlossen sich die Oberinntaler dem Appenzeller Bauernaufstand unter Itel Reding an. Ladis wurde niedergebrannt, die Burg und die als Vorwerk dienende Burg Steinegg (über dem Tullenfeld am Weg von der Pontlatzbrücke herauf) zerstört. In den Folgejahren wurde nur das notwendigste repariert, erst unter Kaiser Maximilian I., der sich auch für den Oblader Sauerbrunn interessierte, wurde die Burg zwar wieder etwas ausgebaut, zugesagte Geldmittel aber nicht bewilligt.

Schon 1551 ist belegt, dass der Pfleger von Laudeck in Schloss Sigmundsried (erbaut ab 1471) residierte, und die Burg nur mehr als Lager oder Waffendepot genutzt wurde. Johann Freiherr von Spaur brachte die Pflegschaften Laudegg und Naudersberg für eine Pfandsumme von 25.000 Gulden an sich. Nach seinem Tode 1689 erbte es seine Tochter Maria Ursula, die mit Guidobald Graf von Welsperg, 1693 Pfandherr der Gerichte, verheiratet war.

Im 17. Jahrhundert wurden neuerliche Wiederherstellungen angegangen, der Bau blieb aber desolat, und verfiel mit der Aufgabe der Pflegschaftsgerichte endgültig. Ab 1964 begann die teilweise Restaurierung. Die Burg befindet sich in Privatbesitz, kann jedoch in den Monaten Juli und August einmal wöchentlich besichtigt werden.