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Kategorie => 2025 => Archiv => Bild des Tages => Länder & Reise & Urlaub & Fotos => Januar => Thema gestartet von: Robis am 27. Januar 2025, 07:48:50

Title: ✨ 27. Januar: Bild, Kalenderblatt, Mondkalender, Bauernregeln, Heilige, Sagen
Beitrag von: Robis am 27. Januar 2025, 07:48:50
✨ 27. Januar: Bild, Kalenderblatt, Mondkalender, Bauernregeln, Heilige, Sagen

Bild des Tages:

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Kathedrale von Le Mans
Cathédrale Saint-Julien du Mans
Bild 2: Kathedrale von Le Mans
Image 2 : Cathédrale du Mans

Die Kathedrale Saint-Julien du Mans (https://de.wikipedia.org/wiki/Kathedrale_von_Le_Mans) (Français Cathédrale Saint-Julien du Mans (https://fr.wikipedia.org/wiki/Cath%C3%A9drale_Saint-Julien_du_Mans) ist ein Sakralbau und römisch-katholischer Bischofssitz in Le Mans (Frankreich) mit dem Patrozinium des heiligen Julian. Das Kulturdenkmal wurde im Jahr 1862 als Monument historique klassifiziert.

Die Kirche gehört zu den wenigen in der Tradition der Kathedrale von Bourges errichteten Bauwerken. Bourges hatte um 1195 eine eigene Bauschule in Konkurrenz zu Chartres entwickelt, der aber nur wenige Kathedralen folgten. Eine davon ist der Große Chor von Le Mans.

Der fünfschiffige, mit doppeltem Umgang versehene Chor besitzt ein ungewöhnliches Strebewerk, das auf den ersten Blick aussieht wie ein hochkompliziertes Skelettsystem. Hier werden im Bereich des Chorhauptes die einzelnen Strebepfeiler ,,aufgespalten", d. h. zwei zusammengehörige Strebepfeiler vereinen sich mit ihren Bögen auf dem Weg zum Obergaden des Schiffes, so dass am Ende nur ein Bogen an der Mauer ansetzt. Diese aufwändige und komplizierte Konstruktion ermöglicht im Chorinneren Lichtverhältnisse, die zu den faszinierendsten der gesamten Gotik zählen. Durch die Technik des Aufspaltens konnten die Pfeiler viel weiter nach außen geschoben werden, als wenn sie jeweils allein stünden. Dadurch war es möglich, zwischen ihnen Kapellen einzuziehen, die zusätzlich Licht hereinlassen und auch zwischen diesen Kapellen konnten in den verbleibenden Wandstücken Fenster eingesetzt werden. Dadurch ist eine beeindruckende ,,Staffelung von Lichtschichten" entstanden. Das Strebewerk am Chor der Kathedrale von Le Mans ist eine der aufwändigsten Konstruktionen der Gotik und wurde bei den späteren Bauwerken zumeist in der Grundstruktur vereinfacht, wenn auch die Verzierungen immer reicher gestaltet wurden.

Der Chorbau von St-Julien wurde im Jahr 1217 begonnen. Da man mit dem Bau nach Osten über die Stadtmauer hinwegging, musste eine Genehmigung des Königs eingeholt werden. Es folgten mehrere Bauphasen. Zunächst wurde der Kapellenkranz errichtet. Das innere Chorseitenschiff zeigt Formen der normannischen Gotik, so durchbrochene Laubwerkrosetten, wie sie im Kreuzgang des Mont Saint-Michel auftreten. Der Obergaden dagegen ist durch einen Pariser Architekten aus dem Umkreis des Königshofes Ludwigs IX. um 1240 entstanden. Die Höhenstaffelung des fünfschiffigen Baus geht von 11 m in den äußeren Seitenschiffen über 22 m in den inneren Seitenschiffen, die über ein Triforium und eine eigene Fensterreihe verfügen, auf 35 m im Mittelschiff. Das Wandsystem im Hochchor ist im Gegensatz zu Bourges zweiteilig, da die Arkaden bis zu den Fenstern hochgezogen sind, also eine außerordentliche Höhe erreichen. Der Chorumgang dagegen ist dreigeschossig mit eigener Fensterzone und eigenem Triforium, wie es dem System von Bourges entspricht. Die Bleiglasfenster des Chorumgangs stammen aus der Zeit um 1230/40 und zeigen noch Einflüsse der Kathedrale von Chartres, während die jüngeren Fenster des Obergadens bereits das Vorbild der Sainte-Chapelle in Paris aufnehmen. Die einzelnen Zonen des optischen Grundes sind auf verschiedene Raumschichten verteilt, so dass der erste Umgang im Vergleich zum zweiten das basilikale Motiv des Kernraumes wiederholt. Die Lichtintensität nimmt daher nach oben hin zu.

Das Langhaus, an das der Chor angebaut wurde, entstand in zwei Bauphasen:

Ein erster Bau der Zeit um 1100–1120 war rein romanisch und flachgedeckt. Von diesem Vorgängerbau stammen noch die Seitenschiffmauern mit ihren kleinformatigen braunen Steinquadern aus Granit und die im Mittelschiffmauerwerk steckenden Rundbogen.

Nach mehreren Bränden entstand ab dem Jahr 1137 ein neues Mittelschiff aus großen Kalksteinquadern. Mächtige Pfeiler im Stützenwechsel mit Rundpfeilern tragen den neuen Obergaden mit der frühgotischen Rippenwölbung, entstanden um 1140 und damit gleichzeitig mit dem gotischen Umgangschor der Basilika Saint-Denis, übrigens auch gleichzeitig mit dem ersten spitzbogigen Rippengewölbe (östliches Chorquadrum) des bis zu seiner Weihe 1181 abgesehen von den Gewölben ganz in romanischen Formen gehaltenen Wormser Doms. Der dreizonige Wandaufriss des Schiffs von Saint-Julien in Le Mans hat ein aufgeblendetes, alternierend durch Öffnungen zu den Seitenschiffsdächern belebtes Triforium mit kleinen Blendarkaden. Hier im romanischen Teil des Langhauses herrscht noch die Betonung des Volumens von Mauern und Pfeilern. Die Gewölberippen steigen zum Scheitel weit höher auf als die Gewölbeschildbögen und bilden so ein Domikalgewölbe, wie es für die Angevinische Gotik Westfrankreichs typisch ist.

Die Kapitelle im Langhaus weisen als große Seltenheit noch Farbreste auf, die zumindest andeutungsweise den ursprünglichen Zustand deutlich machen, als solche Bauteile durchgehend bemalt waren. Überhaupt ist die plastische Ausstattung dieses englisch beeinflussten Baues hervorragend. Das Zickzackband der Normannen, die auch in Nordfrankreich vertreten waren, bestimmt die Gestaltung von Gesimsen und Bogenverzierungen. Das Langhaus-Südportal ist ein frühgotisches Portal in der Nachfolge des Westportals der Kathedrale von Chartres.

Durch den Neubau der Ostteile schließt sich an das romanische Langhaus die hochgotische Architektur des Querhauses und des Chores an. Wegen des niedrigeren Langhauses ist ein zusätzliches Fenster darüber erforderlich, um die um 10 m höhere Gewölbehöhe im Querhaus auszugleichen. Nach Vollendung des Chores 1245 war dieser zunächst an die bestehende romanische Vierung angeschlossen worden, die damals niedriger war. Zur Zeit des Chorneubaus stand dort eine provisorische Mauer, die den wesentlich höheren Neubau nach Westen abschloss. Diese Mauer wurde bei Fertigstellung des Querhauses abgerissen und anstelle der Mauer ein neues, schmales Gewölbe eingezogen. Dabei ist ein trapezförmiges Gewölbe entstanden.

Das Querhaus entstand am Ende des 14. Jahrhunderts als letzter Bauteil. Von dem romanischen Querhaus blieb nur der rechte Querhausturm erhalten. Der spätgotische Querhausbau besteht aus riesigen Glasflächen. Auch das Triforium ist verglast. Das Nordquerhaus zeigt Glasfenster mit knienden Stiftern des französischen Königshauses.

Der Menhir Pierre Saint-Julien (auch Pierre des Païens – dt. Heidenstein, oder Pierre au Lait – dt. Milchstein genannt) steht an der südöstlichen Ecke der Westfassade der Kathedrale.
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Kalenderblatt:

Ereignisse

















Heilige:

Julianus von Le Mans

Julian(us) (https://de.wikipedia.org/wiki/Julianus_von_Le_Mans) (oder auch Sankt Julian; frz. Saint Julien du Mans (https://fr.wikipedia.org/wiki/Julien_du_Mans); † 348) war der erste Bischof von Le Mans und ist seit 1158 Schutzpatron des französischen Bistums und der Kathedrale von Le Mans. Er wird in der römisch-katholischen Kirche als Heiliger verehrt. Sein Gedenktag ist der 27. Januar.

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Hl. Julian, Glasfenster in der Kathedrale von Le Mans
Grande verrière représentant saint Julien et 16 faits marquants de sa vie (vitrail du XIIe siècle, restauration du XIXe siècle terminée en 1897), façade occidentale de la cathédrale Saint-Julien du Mans.
Einer späten Legende aus dem 9. Jahrhundert zufolge war er, unterstützt von zwei Bischöfen von Le Mans, der erste Bischof von Le Mans. Er lebte hauptsächlich im dritten Jahrhundert und soll nach einer Dienstzeit von etwas mehr als 47 Jahren gestorben sein. Er war Römer und wurde etwa Mitte des 3. Jahrhunderts in Rom zum Bischof geweiht und nach Gallien gesandt, um dort den Aulerci Cenomani, deren Territorium zu Gallien Lyonnaise (römische Provinz Lugdunensis III) gehörte, das Evangelium zu lehren. Ihre Hauptstadt war die Urbs Cenomanorum (heute Le Mans), die zu dieser Zeit unter einem schweren Trinkwassermangel litt.

Der Überlieferung zufolge ließ Julian an einem Ort namens Centonomius Quellwasser sprudeln, nachdem er seinen Bischofsstab in die Erde gestoßen und gebetet hatte. Kurz darauf gab er einem blinden Mann das Augenlicht zurück. Diese beiden Wunder führten dazu, dass die wichtigsten Persönlichkeiten zum Christentum konvertierten, darunter auch der örtliche Gouverneur, der Defensor civitatis, der eines seiner Häuser für den Bau der ersten Kirche der Stadt (der späteren Kathedrale) zur Verfügung stellte. Julian weihte es der Jungfrau Maria und dem Heiligen Petrus. Auch Heerführer und Römer brachten Güter und Geld mit.

Der Bischof bekehrte anschließend viele einfache Bürger, während er sich um die Armen, Kranken und Waisen kümmerte. Er betete inbrünstig darum, die früh verstorbenen Kinder wieder zum Leben zu erwecken. Insbesondere soll es ihm gelungen sein, den Sohn eines Mannes namens Anastasius wieder zum Leben zu erwecken. Mit seinem Ruf als Wundertäter und seiner apostolischen Hingabe gründete er ein Aufnahmehaus für die Verdammten, fast hundert Kirchen in der Region und weihte eine Reihe von Priestern und Diakonen.

Nachdem er fast fünfzig Jahre an der Spitze der Kirche in der Region gestanden hatte, zog er sich zurück, um offenbar ein einsiedlerischeres Leben in Saint-Marceau zu führen. Nachdem er im hohen Alter seine Seele Gott übergeben hatte, wurde er der Legende nach als Bischof von Le Mans von seinem Gefährten Thuribe abgelöst.

Die Wahrheit ist, dass wir wenig über das Leben des Heiligen Julian wissen, da die ersten Dokumente, die seine Existenz erwähnen, aus den Gestes du seigneur Julian, dem ersten Bischof der Stadt, sowie aus den Gesta Iuliani BHL 4545 und Gesta Iuliani BHL stammen. 4546, beschreibt den Heiligen als einen der siebzig Apostel Christi und stammt aus dem 9. Jahrhundert. Ein späterer Bericht, Das Leben des Heiligen Julian von Le Mans von Létald de Micy BHL 4544 aus dem 11. Jahrhundert, zeigt uns den Heiligen Julian als Evangelisten des 3. Jahrhunderts, der vom Papst auf die gleiche Weise gesandt wurde wie die sieben Bischöfe, die nach Gallien geschickt wurden, wie Gregor uns erzählt . von Tours in seiner Geschichte der Franken. Allerdings gibt es im Testament des Bischofs Bertant aus dem Jahr 616 eine Erwähnung einer ,,Saint-Julien-Basilika", die auf die Existenz des Heiligen hindeuten könnte, obwohl die Erwähnung weiterhin Interpretationsspielraum lässt. Der erste historisch bezeugte Bischof des Bistums Le Mans war Victeur (5. Jahrhundert).

Die Basilika über seinem Grab wurde erstmals 619 erwähnt. Im Jahr 835 wurden Julians Reliquien in die Kathedrale von Le Mans gebracht. Seit 1243 befinden sich auch einige Reliquien in Paderborn.
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Angela Merici

Angela Merici (https://de.wikipedia.org/wiki/Angela_Merici) [Italiano Angela Merici (https://it.wikipedia.org/wiki/Angela_Merici)] (* 21. März 1474 in Desenzano del Garda am Gardasee; † 27. Januar 1540 in Brescia) war die Gründerin der Compagnia di Sant'Orsola, aus der sich der Orden der Ursulinen entwickelte. Angela Merici wird von der katholischen Kirche als Heilige verehrt. Ihr Gedenktag in der Liturgie ist der 27. Januar.

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Die heilige Angela Merici, Bildnis von Bartolomeo Altomonte in der Ursulinenkirche, Linz
Angelas Vater Giovanni Merici war Landwirt mit Brescianer Bürgerrecht, wahrscheinlich adelig. Die Mutter Caterina stammte aus der angesehenen Familie Biancosi de Bianchi aus Salò. Angela hatte zwei oder drei Brüder und eine Schwester. Sie wuchs in dem Bauernhaus ,,Le Grezze" nahe der Stadt auf. Das ländliche Leben prägte ihre Kindheit, die Mithilfe bei den Hausarbeiten und die selbstverständliche Frömmigkeit der Familie. Ohne eigentlichen Unterricht lernte sie lesen. Auch später las sie gern in der Bibel und in den lateinischen Schriften der Kirchenväter.

Als Angela etwa 10 Jahre alt war, starb ihre ältere Schwester und bald darauf ihr Vater. Als dann auch noch die Mutter starb, nahm die Familie des Onkels Biancosi sie und ihren jüngeren Bruder in Salò auf. Hier lernte sie das luxuriöse Leben der vornehmen Gesellschaft kennen. Ihr eigener Lebensstil blieb jedoch einfach und religiös geprägt. In dieser Zeit bat Angela um Aufnahme in den dritten Orden des heiligen Franziskus, einer Laiengemeinschaft (heute heißt sie Franziskanische Gemeinschaft), die den Einzelnen Anleitung zu einem religiösen Leben und zu tätiger Nächstenliebe gibt. Zeitlebens trug Angela das graue Kleid und den weißen Schleier und verstand sich als ,,Suor Angela Tertiaria".

Mit etwa zwanzig Jahren geht sie zurück nach Le Grezze in das ererbte elterliche Haus. Sie ist nicht arm, lebt aber anspruchslos und zurückgezogen. Sie hilft anderen und erfährt selbst Hilfe, wie es auf dem Land üblich ist. Haus- und Feldarbeit und persönliches Gebet bestimmen ihren Alltag. ,,Schwester Angela" wird von den Leuten sehr geachtet.

Eine Überlieferung berichtet, dass sie in dieser Zeit während der Mittagspause auf dem Feld eine innere Schau gehabt habe, in der sie ihre geliebte Schwester inmitten von Engeln aus dem Himmel herabsteigen sah. Die Prozession sei vor ihr stehengeblieben, und die Schwester habe ihr gesagt, Gott wolle mit ihrer Hilfe eine geistliche Gemeinschaft junger Frauen gründen.

1516 bitten die Franziskaner sie, nach Brescia zu gehen, um Caterina Patengola, ein anderes Mitglied der Franziskanischen Gemeinschaft, zu trösten, die in kurzer Zeit ihren Mann und drei Kinder verloren hat. Angela ist jetzt über vierzig Jahre alt. In der vom Krieg zerstörten Stadt lernt Angela Armut und Not kennen, vor allem die Not durch moralischen Verfall. Hier begegnet sie aber auch der neuen religiösen Laienbewegung. Männer schließen sich zu Bruderschaften zusammen, um bewusst persönliche Frömmigkeit, christliche Lebensführung und soziales Engagement zu verbinden. Eine besondere Rolle kommt der ,,Compagnia del Divino amore", Gemeinschaft der Göttlichen Liebe, zu. 1525 entsteht auch in Brescia eine Gruppe der ,,Divino Amore". Eine andere Bruderschaft gründet 1520 einen Luogo pio, ein Hospital für Unheilbare, also Syphilis kranke Männer und Frauen. Frauen der Brescianer Oberschicht, unter ihnen die junge Witwe Isabetta Prato, kümmern sich um Waisenmädchen, um gefährdete junge Frauen und um ehemalige Prostituierte. Angela arbeitet hierbei nicht mit. Um sie sammelt sich aber eine Gruppe junger Männer und Frauen, deren geistiger Mittelpunkt sie ist. Zu ihnen gehören Girolamo Patengola und seine Freunde Agostino Gallo und Giovan Antonio Romano. In dieser Zeit wohnt sie im Haus des Giovan Antonio Romano. Ihren Lebensunterhalt verdient sie durch ihrer Hände Arbeit. Romano und Gallo schildern Angelas Alltag: Ihre Mahlzeiten sind karg, sie isst Obst, Gemüse und Fisch, Fleisch nur, wenn sie krank ist, und sie trinkt nie Wein. Sie schläft auf einer Strohmatte mit einem Stück Holz als Kopfkissen und verbringt einen großen Teil der Nacht im Gebet. Tagsüber ist sie ununterbrochen im Dienst für andere. Sehr viele Menschen holen sich bei ihr Rat. Und sie ist in der Lage, in jeder Notsituation zu helfen. Sie berät alle so liebenswürdig und klug, dass ihr Zimmer nie leer ist. Ihre besondere Gabe ist es, Zerstrittene zu versöhnen.
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Paavo Ruotsalainen

Paavo Heikki Ruotsalainen (https://de.wikipedia.org/wiki/Paavo_Ruotsalainen) [ˈpɑːʋo̞ ˈhe̞i̯kːi ˈruo̞̯ts̠ɑˌlɑi̯ne̞n; Suomi Paavo Ruotsalainen (https://fi.wikipedia.org/wiki/Paavo_Ruotsalainen)], eigentlich Påhl Henrik Ruotsalainen (* 9. Juli 1777 in Tölvänniemi, heute zu Lapinlahti; † 27. Januar 1852 auf der Insel Aholansaari, zu Nilsiä gehörig), bekannt unter dem Namen Ukko-Paavo (Alter Paavo), war ein finnischer Bauer und Laienprediger.

Paavo Ruotsalainen wurde als ältester Sohn eines Bauern geboren. Seine erste Bibel erhielt er mit sechs Jahren. Zum Zeitpunkt seiner Konfirmation hatte er sie bereits dreimal gelesen. Sein Vertieftsein in die Worte der Bibel brachte ihm den Spitznamen närrischer Paavo ein. Als er im Winter 1799 von dem Laienpastor Jakob Högman in Jyväskylä hörte, ging er sofort die 200 km zu Fuß nach Jyväskylä. Dieser Besuch legte die Grundlage für sein religiöses Leben.

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Paavo Ruotsalainens Grabstein
Jakob Högman war als eifriger Leser des Erweckungsbüchleins ,,Kallis Hunajan Pisara" (Originaltitel: A Choice Drop of Honey from the Rock Christ; dt. Thomas Wilcocks köstlicher Honigtropfen aus dem Felsen Christus) bekannt. Er gab Paavo Ruotsalainen eine Kopie des Buches, das für Paavo sein ganzes Leben lang bedeutsam bleiben sollte. Högman verdeutlichte Paavo, dass es eine äußerst bedeutende Sache gäbe, die ihm fehlen würde: die äußerste geistliche Armut, in der allein Christus Gnade bringen könne.

Ruotsalainen erhielt nie eine formelle theologische Ausbildung, es gelang ihm aber, die zentralen Ideen des Luthertums in der harten nördlichen Umwelt gegen die sich beschleunigende Veränderung der Gesellschaft abzuschotten und weiterzuentwickeln. Der Kern seiner Lehre war, dass der Mensch im spirituellen Leben nur der Empfänger der göttlichen Gnade sein könne, niemals deren Erzeuger. Er müsse sich nur daran halten und danach sehnen, dass Gott sich selbst enthülle. Paavo Ruotsalainens Denken war eine ungewöhnliche Mischung aus alter Volksweisheit, Theologie und alter christlicher Tradition. Sein Denken wird als sowohl frisch und originell als auch als vehement und hart wahrgenommen.

Ruotsalainen betonte Wahrhaftigkeit und tiefe Selbstbetrachtung. Seiner Meinung nach sei es für eine Person aus Gottes Sicht besser, einen Mangel oder gar das vollkommene Fehlen von Glauben zuzugeben, als eine religiöse Überzeugung zu erzwingen. Dennoch war sein Rat für die suchende Seele, sich Gott zuzuwenden, unter welchen Gefühlen auch immer. Mitten in Kummer und Verzweiflung solle man fortfahren, zu Gott zu rufen, und Gott würde auf seine eigene Weise antworten. Paavo Ruotsalainen richtete sich an einer alten christlichen, auf Gott konzentrierten theologischen Tradition aus, die um die Frage kreist, wer Gott ist und wie Gott handelt, und nicht an religiösen Traditionen, die sich auf das spirituelle Leben des Gläubigen konzentrieren. In Paavo Ruotsalainens Sichtweise ist Glaube etwas, das der Mensch unmöglich von sich aus Erreichen kann. Glaube, so seine Überzeugung, ist ein Geschenk Gottes.

Er war ein leidenschaftlicher Gegner von Menschen, die er als engstirnige Sektierer ansah, die einen strikten Verhaltenskodex für essentiell für ein schlichtes christliches Leben hielten. So verteidigte er auch den Genuss von Alkohol mit der Begründung, es sei besser, in Sünde zu wandeln, als vergeblich zu versuchen, sie zu meiden. Es wurde sogar behauptet, dass Paavo Ruotsalainen die Scheinheiligkeit so sehr verabscheute, dass seine Flasche in manchen Fällen nur Wasser enthielt, während er öffentliche Trunkenheit vortäuschte, was als sonderbarer Akt umgekehrter Scheinheiligkeit bezeichnet wurde.

Ruotsalainen starb in Nilsiä.
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Mondkalender:

Sagen: