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Kategorie => 2025 => Archiv => Bild des Tages => Länder & Reise & Urlaub & Fotos => Februar => Thema gestartet von: PhilippHuber am 04. Februar 2025, 07:56:56

Title: ✨ 4. Februar: Bild, Forchheim - Kaiserpfalz, Kalenderblatt, Mondkalender, Kelten
Beitrag von: PhilippHuber am 04. Februar 2025, 07:56:56
✨ 4. Februar: Bild, Forchheim - Kaiserpfalz, Kalenderblatt, Mondkalender, Bauernregeln, Heilige, Sagen

Bild des Tages: Forchheim  Kaiserpfalz

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Kaiserpfalz Forchheim
Bild 2: Forchheim Luftbild

Die Burg in Forchheim (https://de.wikipedia.org/wiki/Burg_Forchheim) (auch Kaiserpfalz genannt) war eine wichtige Stadtburg des Bamberger Bischofs in der Stadt Forchheim in Oberfranken. Die Burg wurde im späten 14. Jahrhundert errichtet. Nach umfangreichen archäologischen und bauhistorischen Untersuchungen gehört sie zu den am besten erforschten Anlagen dieser Zeit in Mitteleuropa.

Die Burg beherbergt heute im Ostflügel das Pfalzmuseum mit drei Spezialmuseen (Archäologiemuseum Oberfranken, Stadtmuseum Forchheim und das Museum zum Trachtenwesen der Fränkischen Schweiz).

Vom 9. bis frühen 11. Jahrhundert existierte in Forchheim ein fränkischer Königshof und eine Pfalz (vgl. das Kapitel zur frühen Geschichte von Forchheim). Ihr genauer Standort ist jedoch nicht bekannt. Im späten 19. Jahrhundert wurde der Standort mit dem der bischöflichen Stadtburg gleichgesetzt und diese auch als Pfalz oder Kaiserpfalz bezeichnet. Bei archäologischen Untersuchungen während der Sanierung von 1998 bis 2004 wurden jedoch an dieser Stelle keinerlei Reste einer frühmittelalterlichen Besiedlung gefunden. Allerdings wird die Pfalz auch noch in der neueren Literatur vor Tillman Kohnert (2008) als direkte Vorgängeranlage der bischöflichen Burg angesehen. Auch wurde die seit Jahrzehnten eingebürgerte Bezeichnung Kaiserpfalz beibehalten und wird als offizieller Name für die Burg verwendet.

Ab dem späten 14. Jahrhundert errichteten die Bamberger Bischöfe, insbesondere Bischof Lamprecht von Brunn, eine Stadtburg, die zu ihrem wichtigsten Aufenthaltsort außerhalb der Bamberger Domimmunität wurde. Kernstück der Anlage ist die so genannte Große Kemenate, der ehemalige Wohnbau, ab 1391 im Osten der Burg errichtet. Dort ist eine aufwändige Steinkammer-Luftheizung erhalten. Von großer kunsthistorischer Bedeutung sind die gotischen Wandmalereien, die teilweise wohl von böhmischen Meistern stammen.
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Forchheim (https://de.wikipedia.org/wiki/Forchheim) ist eine fränkische Große Kreisstadt im Süden des bayerischen Regierungsbezirks Oberfranken. Die Stadt ist Sitz des Landratsamts Forchheim und mit über 34.000 Einwohnern die mit Abstand einwohnerstärkste Kommune des Landkreises. In Forchheim begann im Jahre 911 die eigenständige deutsche Geschichte durch die Wahl von Konrad I. zum ersten ostfränkischen König nach der endgültigen Fränkischen Reichsteilung. Forchheim wird ,,Eingangstor zur Fränkischen Schweiz" genannt. Die Stadt liegt an der Bahnstrecke Nürnberg–Bamberg, am Main-Donau-Kanal und am Frankenschnellweg zwischen Bamberg (23 km nördlich) und Nürnberg (ca. 30 km südlich). Forchheim gehört seit April 2005 der Europäischen Metropolregion Nürnberg an.

In Forchheim befand sich ein fränkischer Königshof, der bis auf Karl Martell (ca. 690–741) zurückgehen soll. Die Stadt verfügt über einen gut erhaltenen historischen Kern, mit der ,,Kaiserpfalz", dem Archäologiemuseum Oberfranken und dem Rathausplatz mit seinem Fachwerk-Ensemble.

Zu Beginn des 13. Jahrhunderts vermutete man, dass der Stadtname ,,Vorchheim" sich von dem althochdeutschen Wort vorhe (für Forelle) ableitet. Dies führte zu dem sprechenden Wappen mit den beiden Forellen. Obwohl zur Zeit der Namensgebung der Forellenreichtum in den Flüssen um Forchheim sicherlich sehr groß war, gilt es inzwischen als sicher, dass sich der Stadtname vom althochdeutschen vorha (für Föhre) ableitet, also Föhrenheim bedeutet. Der Name dürfte in der Mitte des 7. Jahrhunderts entstanden sein. Damals gründeten die ersten fränkischen Zuwanderer in dieser Region zahlreiche Plansiedlungen mit dem Grundwort -heim, vor allem an Flussläufen.

Forchheim liegt an der Regnitz, am Main-Donau-Kanal und an der Wiesent. Die Regnitz verlässt Forchheim in nordwestlicher Richtung und mündet bei Bischberg in den Main. Forchheim ist im Westen vom Steigerwald und im Osten von der Fränkischen Schweiz eingerahmt und liegt in einer Tallandschaft.

Die ältesten Spuren einer dauerhaften Besiedlung im Stadtgebiet Forchheims kamen 2013 bei einer Ausgrabung unter dem Klostergarten des Antonius-Klosters zutage. Neben Befunden jüngerer Zeitstellung wurden auch Scherben typischer Gefäße und Steinartefakte (Klingen, Bohrer, Mahl-, Schleif- und Klopfsteine) der Linearbandkeramischen Kultur aus der Zeit um 5000 v. Chr. gefunden. Von dieser ersten Siedlung sesshafter Bauern im Stadtgebiet führt aber keine Tradition zu den viel jüngeren frühmittelalterlichen Wurzeln Forchheims.

Im 8. und 9. Jahrhundert wurden in Forchheim ein fränkischer Königshof und eine Pfalz errichtet. Im Jahr 805 wurde die Stadt im Diedenhofener Kapitular von Karl dem Großen mit dem Namen ,,Foracheim" erstmals urkundlich erwähnt. Damals war Forchheim Teil des ostfränkischen Netzes von Kontrollstationen für den Handel mit den Slawen.

Aus dieser Frühphase wurden in jüngster Zeit an zwei Stellen in der Stadt Baureste aufgefunden. Bei der Grabung im Klostergarten wurden unmittelbar östlich des heutigen Wilhelm-Kleemann-Weges Fundamente von hallenartigen hölzernen Gebäuden entdeckt, die, auf die Wiesent ausgerichtet, auf die Funktion Forchheims als Handelsplatz verweisen. Ausweislich der zahlreichen Keramikfunde war dieses karolingische Bauensemble bereits im 8. Jahrhundert, also noch vor der ersten urkundlichen Erwähnung des Ortes in Betrieb. Bei Ausgrabungen im Fundamentbereich des mittelalterlichen Rathauses wurden 2018 steinerne Fundamente des 9. bis 10. Jahrhunderts gefunden. Da in dieser Zeit nur wichtige Gebäude in Steinbauweise errichtet wurden, spricht vieles dafür, dass sich das Areal der Pfalz tatsächlich an der Stelle des heutigen Rathauses befand, zumal das Patrozinium der benachbarten Martinskirche typisch für frühe fränkische Kirchen ist.

In dieser Zeit fanden in Forchheim zahlreiche Reichstage und Fürstentage statt. Der erste Aufenthalt eines ostfränkischen Königs ist für 849 belegt. Den Höhepunkt ihrer Bedeutung hatte die Pfalz im Jahre 900, als dort am 4. Februar der erst sechsjährige Ludwig das Kind zum König gewählt und gekrönt wurde. Nach dem Tod des letzten Karolingers wurde in Forchheim am 10. November 911 Konrad I. zum ostfränkischen König gewählt
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Kalenderblatt:



Ereignisse (https://de.wikipedia.org/wiki/4._Februar)



















Heilige:

Schweißtuch der Veronika

Das Schweißtuch der Veronika (https://de.wikipedia.org/wiki/Schwei%C3%9Ftuch_der_Veronika) (lateinisch Sudarium Christi, ,,Schweißtuch Christi") ist ein Gegenstand der christlichen Überlieferung. Dieser zufolge reichte die heilige Veronika ihr Tuch Jesus Christus auf seinem Weg nach Golgota, um Schweiß und Blut von seinem Gesicht abzuwischen. Dabei soll sich das Gesicht Jesu auf wundersame Weise auf dem Schweißtuch als sogenanntes Veronikabild eingeprägt haben.

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St. Veronika mit dem Schweißtuch, gotische Skulptur, St. Lorenz (Nürnberg)
Bild 2: Meister der heiligen Veronika: hl. Veronika mit dem Schweißtuch Christi, um 1420. München, Alte Pinakothek (wahrscheinlich aus St. Severin in Köln)
In den Evangelien (Neues Testament) wird bei Mk 5,25 und Mt 9,20 ff über eine blutflüssige Frau berichtet, die schon zwölf Jahre an Blutungen litt und das Gewand Jesu von hinten berührte: ,,Sofort hörte die Blutung auf und sie spürte deutlich, dass sie von ihrem Leiden geheilt war." (Mk 5,29 EU)

In den apokryphen Acta Pilati, die auch Nikodemusevangelium genannt werden, trägt die blutflüssige Frau den Namen Berenike. Dessen lateinische Übertragung Veronika wurde später in der westlichen Darstellung als eine Zusammensetzung aus lateinisch vera. ,,wahr" und griechisch Εικών ikon. ,,Bild", in ,,wahres Bild", umgedeutet.

Da das Tuch zusammengelegt gewesen sei, so seien, heißt es, drei gleiche Abdrücke des Gesichts entstanden, von denen einer in Jerusalem geblieben, die anderen nach Rom und Jaén in Spanien gekommen seien. Aber noch etwa zehn andere Städte erheben Anspruch, solche Abdrücke zu besitzen.

In einer spätantiken koptischen Version der Acta Pilati aus dem 6. Jahrhundert heilte das Schweißtuch den schwerkranken Kaiser Tiberius, indem der Anblick des Gesichtes Christi auf dem Tuch, das Veronika dem Tiberius reichte, die Heilung vom Aussatz bewirkte. Die byzantinische Legende – in Verbindung mit der Abgarlegende – erzählt, dass Jesus noch zu Lebzeiten dem König Abgar V. von Edessa – dem heutigen Şanlıurfa in der Türkei – ein wunderkräftiges Tuch mit dem Abbild seines Antlitzes zugesandt habe, das dieser am Stadttor von Edessa anbringen ließ; dort habe sich das Bild als Ziegelabdruck erhalten. Jüngere Fassungen dieser Legende berichten, dass nicht Abgar, sondern seine Tochter Berenike das Tuch erhalten habe. Kaiser Konstantin VII. ließ demnach 944 den Abdruck in seine Palastkapelle bringen; nach der Eroberung von Konstantinopel – dem heutigen İstanbul – 1204 durch die Kreuzfahrer verlor sich seine Spur.

Die Überlieferung, nach der Veronika ihr Tuch Jesus auf dem Weg nach Golgota gereicht habe, ist seit dem 12. Jahrhundert nachgewiesen. Ebenfalls seit dem 12. Jahrhundert ist in Rom ein Bild der hl. Veronika mit dem Schweißtuch bekannt, und in dieser Form fand die Überlieferung im Mittelalter weite Verbreitung. Im Kreuzweg ist diese Szene als sechste Station dargestellt.
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Jeanne de Valois

Jeanne de Valois (https://de.wikipedia.org/wiki/Jeanne_de_Valois) (auch Jeanne de France; deutsch Johanna von Valois oder Johanna von Frankreich; * 23. April 1464; † 4. Februar 1505 in Bourges) war Tochter Ludwigs XI. von Frankreich und dessen zweiter Ehefrau Charlotte von Savoyen. Einige ihrer Namen und Titel waren Herzogin von Orléans, Königin von Frankreich, Herzogin von Berry sowie schließlich St. Jeanne, Äbtissin von Bourges.

(http://sputnik-magazin.de/images/Sputnik2/tag/4-2-Valois.jpg) (http://sputnik-magazin.de/images/Sputnik2/tag/4-2-Valois.jpg)
Jeanne de Valois
Da Prinzessin Johanna unansehnlich war und als gebärunfähig galt, wurde sie von ihrem Vater als Ehefrau für Ludwig, Herzog von Valois-Orléans, bestimmt. Am 8. September 1476 heiratete Johanna den Verwandten. Damit sollten die Angehörigen der Nebenlinie Valois-Orléans nach dem Willen des Königs als mögliche Konkurrenten um die französische Krone zukünftig ausgeschaltet werden. Dennoch trat der Fall der Erbfolge zugunsten dieser Nebenlinie bereits 1498 mit dem Tod von Johannas Bruder Karl VIII. ein, da dessen Kinder aus der Ehe mit Anne de Bretagne alle verstorben waren und somit die Hauptlinie des Hauses Valois im Mannesstamm erloschen war. Nach der Krönung zum französischen König Ludwig XII. am 27. Mai 1498 in Reims wurde Johannas Ehemann auch zum König von Sizilien, Apulien, Kalabrien und Neapel, zum König von Jerusalem und zum Herzog von Mailand ausgerufen. Die Ehe mit Johanna war erwartungsgemäß kinderlos geblieben. Deshalb begann Ludwig XII. bereits kurz nach dem Tod seines Vorgängers Karl VIII. erste Gespräche mit Papst Alexander VI., um eine Annullierung seiner Ehe zu erreichen. Dies sollte den Weg ebnen, um Anne de Bretagne, die Witwe seines Vorgängers, heiraten zu können.

Am 10. August 1498 berief Papst Alexander VI. eine Kommission aus einem Kardinal und zwei Bischöfen ein, die die Annullierung der Ehe zwischen Johanna von Frankreich und Ludwig XII. prüfen sollte. Die päpstliche Kommission, bestehend aus Fernando de Almeida o Coutinho (1493–1499) und Louis d'Amboise und Philipp von Luxemburg, reiste nach Frankreich und lud Johanna persönlich zu einer Prüfung des Anliegens ihres Mannes vor. Ludwig schwor vor der Kommission, die Ehe nie vollzogen zu haben und von seinem Vater mit Gewalt zur Eheschließung gezwungen worden zu sein. Eine Prüfung ihrer Unberührtheit lehnte Johanna ab und fügte sich schließlich der Entscheidung der Kommission bzw. den Wünschen ihres Mannes. Die Ehe wurde nach 22 Jahren am 17. Dezember 1498 in einem für sie äußerst demütigenden Prozess, kurz nach der Thronbesteigung ihres Mannes als König Ludwig XII., für nichtig erklärt. Sie erhielt aber als Abfindung das Herzogtum Berry mit dem dazugehörigen Titel einer Herzogin.

Johanna zog sich auf ihr Schloss in Bourges am 15. März 1499 zurück und regierte ihr Herzogtum. 1501 gründete sie den kontemplativen Orden der Annuntiatinnen oder von den zehn Tugenden der Jungfrau Maria, dem sie 1504 auch beitrat. Nach ihrer Profess nahm sie den Namen Gabriela Maria an.

1743 wurde Johanna durch Papst Benedikt XIV. selig und am 28. Mai 1950 von Papst Pius XII. heiliggesprochen.
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Hrabanus Maurus

Hrabanus Maurus (https://de.wikipedia.org/wiki/Hrabanus_Maurus) (auch: Rabanus oder Rhabanus, auch deutsch Hraban oder Raban, Rhaban; * um 780 in Mainz; † 4. Februar 856 in Winkel im Rheingau) war Mönch und von 822 bis 842 Abt des Klosters Fulda, Priester und Mainzer Erzbischof, Universalgelehrter, Lehrer und Autor. Als Gelehrter, Abt und Erzbischof gehört er zu den bedeutenden Gestalten der als karolingische Renaissance bezeichneten Umbruchzeit des 9. Jahrhunderts und stand in einem Nahverhältnis zu Kaiser Ludwig dem Frommen und dessen Gemahlin Kaiserin Judith, später auch zu Kaiser Lothar I. und dessen Gemahlin Kaiserin Irmingard, denen er auch einzelne seiner Werke widmete.

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Der junge Hrabanus Maurus (links), unterstützt von seinem Lehrer Alkuin, dem Abt des Stifts St. Martin zu Tours (Mitte), überreicht dem Heiligen Martin, Erzbischof von Tours, von späterer Hand fälschlich als der Mainzer Erzbischof Otgar bezeichnet, sein Werk De laudibus sanctae crucis. Darstellung in einem Manuskript aus Fulda um 830/40 (Wien, ÖNB cod. 652, fol. 2v)
Hrabanus wurde um 780, nach Eckhard Freise erst ,,etwa 783", als Sohn adeliger Eltern in Mainz geboren. Schon als Kind mit höchstens acht Jahren wurde er von seinen Eltern als puer oblatus in die Obhut des Klosters Fulda übergeben und besuchte ab 788 zur religiösen und wissenschaftlichen Erziehung die Schule des damals aufblühenden, aber noch keineswegs auf dem Gipfel seines später unter seiner eigenen Leitung gewonnenen Ruhmes angelangten Benediktinerklosters Fulda.

Nach erfolgter Ausbildung konnte er bereits früh am Hof Karls des Großen als Gelehrter glänzen. Hier wurde er von Alkuin, dem Leiter der kaiserlichen Hofschule zu Aachen, gefördert. Alkuin nannte ihn ,,Maurus", wie auch der Ordensgründer Benedikt seinen Lieblingsschüler genannt hatte. Als Alkuin sich in das Kanonikerstift Saint-Martin de Tours begab, folgte ihm Hrabanus, um dort Bibel-, Liturgie- und Rechtsstudien zu betreiben.

801 erhielt er die Diakonatsweihe und wurde noch vor Alkuins Tod 804 Lehrer an der Klosterschule seines Heimatklosters Fulda, später (wohl 818) wurde er deren Leiter. 814 hatte er die Priesterweihe erhalten.

Unter seinen Schülern waren bedeutende Autoren der dritten Karolingergeneration: Rudolf von Fulda, Lupus von Ferrières, Ermenrich von Ellwangen, Gottschalk von Orbais, Walahfrid Strabo, Hartmut von St. Gallen und Otfried von Weißenburg.

In der Zeit als Leiter der Klosterschule (bis 822) verfasste Hrabanus Schriften von großer thematischer Vielfalt. Sie gliedern sich in Bibelkommentare, Briefe, Gedichte, Hymnen, Predigten, Lehrschriften, dogmatische (darunter liturgietheoretische), kirchenrechtliche und hagiographische Schriften sowie Schriften zu politischen Streitfragen der Epoche. Das berühmteste Werk ist der Figurengedichtzyklus De laudibus sanctae crucis (,,Vom Lob des Heiligen Kreuzes", fertiggestellt 814), ein Opus geminum. Es ist noch heute in Abschriften erhalten, die direkt unter der Aufsicht Hrabanus' angefertigt worden sein dürften; das wichtigste Exemplar mit eigenhändigen Einträgen des Verfassers wird in der Vatikanischen Bibliothek aufbewahrt (Città del Vaticano, Biblioteca apostolica Vaticana, Vat. lat. 124). Von seiner Tätigkeit als Leiter der Schule zeugt sein 819 erschienenes dreibändiges Werk De institutione clericorum (,,Von der Ausbildung der Geistlichen"). An dieses Werk schließen sich später De sacris ordinibus und De ecclesiastica disciplina an.

Den größten Teil des Werkes machen Bibelkommentare aus, die nahezu das gesamte Alte und Neue Testament umfassen. Im engeren Sinne theologische Schriften sind De videndo deo, de puritate cordis et de modo poenitentiae, De praedestinatione, De anima sowie De passione Domini. Zur Liturgietheorie zählen De benedictionibus Dei, De divinis officiis, De Eucharistia, De corpore et sanguine Domini, das Opusculum de sacramentis, der Commentarius in Cantica laudum in matutinis sowie De coena. In den Bereich Hagiographie fällt sein Martyrologium. Kirchenrechtliche Fragen werden behandelt in De oblatione puerorum, in Quota generatione conubium licitum sit, in den Responsa canonica super quibusdam interrogationibus Reginbaldi episcopi, in De consanguineorum nuptiis et de magorum praestigiis falsisque divinationibus, in zwei Werken mit dem Titel Paenitentiale (an Erzbischof Otgar von Mainz und an Bischof Heribald von Auxerre). Der Streit mit Gottschalk von Orbais, der seine Entlassung aus dem Kloster betrieb, aber schließlich am erbitterten Widerstand Hrabans scheiterte, um die Oblation (Darbringung) von Kindern an Klöster durch ihre Eltern und die Frage der Bindewirkung einer solchen Entscheidung wird geführt in De oblatione puerorum, im oben erwähnten De praedestinatione sowie in Brief 42 an Markgraf Eberhard von Friaul. In die zeitgeschichtlichen Konflikte zwischen Kaiser Ludwig dem Frommen und seinen Söhnen greifen zu Gunsten des Kaisers ein De reverentia filiorum erga patres et subditorum erga reges und De virtutibus et vitiis.

Außer De laudibus sanctae crucis verfasste Hrabanus Maurus zahlreiche weitere metrische und akzentrhythmische Gedichte, zum Teil in seltenen Versmaßen, darunter zahlreiche Altartituli sowie Epitaphien, darunter eines für das Reliquiengrab des heiligen Bonifatius in der Kirche S. Maria zu Mainz, dessen Stele mit Relief des Heiligen, rückseitigem Kreuz und der Inschrift sancta crux nos salva (Heiliges Kreuz, errette uns) sich in Mainz erhalten hat (sogenannter ,,Priesterstein").
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Josef von Leonessa

Josef von Leonessa (https://de.wikipedia.org/wiki/Josef_von_Leonessa) (italienisch Giuseppe da Leonessa) OFMCap (* 8. Januar 1556 in Leonessa; † 4. Februar 1612 in Amatrice) war ein italienischer Kapuziner-Missionar. In der römisch-katholischen Kirche wird er als Heiliger verehrt.

Josef von Leonessa, bürgerlich Eufranio Desiderio, trat gegen familiären Widerstand 1572 mit 16 Jahren in den Kapuzinerorden ein, wo er sich durch monastische Disziplin und seelsorglichen Eifer auszeichnete. 1585 (oder 1587) wurde er ins osmanische Konstantinopel gesandt, um das Los der gefangenen Christen zu erleichtern. Er beschränkte sich aber nicht auf diesen Dienst, sondern wirkte auch in der Öffentlichkeit missionarisch und versuchte sogar vor Sultan Murad III. zu gelangen. Dabei wurde er gefangen genommen und drei Tage lang an Haken durch die rechte Hand und den rechten Fuß aufgehängt, bis er – der Legende nach durch die Hilfe von Engeln – freikam. Er kehrte nach Italien zurück und wirkte bis zu seinem Tod als Volksmissionar.

Josef von Leonessa wurde 1737 von Papst Clemens XII. selig- und 1746 von Benedikt XIV. heiliggesprochen. Sein Gedenktag ist der 4. Februar.
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Mondkalender:


Sagen:


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