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Kategorie => 2025 => Archiv => Bild des Tages => Länder & Reise & Urlaub & Fotos => Februar => Thema gestartet von: RuanuiDalton am 17. Februar 2025, 07:00:08

Title: ✨ 17. Februar: Bild, Samoa, Kalenderblatt, Mondkalender, Bauernregeln, Heilige
Beitrag von: RuanuiDalton am 17. Februar 2025, 07:00:08
✨ 17. Februar: Bild, Samoa, Kalenderblatt, Mondkalender, Bauernregeln, Heilige, Sagen

Bild des Tages: Samoa  Sāmoa, Samoa

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Samoa | Sāmoa
Bild/Pic 2: Upolu

Der Unabhängige Staat Samoa (https://de.wikipedia.org/wiki/Samoa), kurz Samoa (zaˈmoːa; samoanisch Mālō Saʻoloto Tūtoʻatasi o Sāmoa (https://sm.wikipedia.org/wiki/S%C4%81moa), englisch Independent State of Samoa (https://en.wikipedia.org/wiki/Samoa)), ist ein Inselstaat in Polynesien, der den westlichen Teil der Samoainseln umfasst und deswegen – bis 1997 offiziell – auch Westsamoa (Sāmoa i Sisifo) genannt wurde. Der Staat erlangte 1962 als ehemaliges Treuhandgebiet der Vereinten Nationen seine Unabhängigkeit von Neuseeland. Zudem ist er Mitglied im Commonwealth of Nations. Der östlich davon liegende Teil der Region, Amerikanisch-Samoa, ist seit 1929 ein Außengebiet der Vereinigten Staaten.

Der Unabhängige Inselstaat Samoa liegt im südwestlichen Pazifik nordöstlich von Fidschi und besteht aus mehreren Inseln. Die größten Inseln sind Savaiʻi (1708 km²) und Upolu (https://de.wikipedia.org/wiki/Upolu) (1118 km²) mit der Hauptstadt Apia und dem internationalen Flughafen. Dazu kommen die bewohnten Inseln Manono, Apolima und sechs Inseln, die bis auf eine kleine Ferienanlage auf Namua unbewohnt sind.

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Die Bevölkerung Samoas setzt sich aus etwa 92,5 Prozent Samoanern, 7 Prozent Euronesiern (sowohl samoanische als auch europäische Vorfahren) sowie 0,5 Prozent Europäern zusammen (geschätzt). Etwa 1200 Ausländer leben in Samoa (Stand 2021). Anteilig sind dies nicht mehr als zur Kolonialzeit. Damals kamen in Deutsch-Samoa auf etwa 24.000 Samoaner etwa 300 Deutsche und etwa 300 andere Ausländer.

Die Geschichte der Besiedlung Samoas ist unsicher. Die früheste Besiedlung ist für etwa 1000 v. Chr. durch die Datierung von Tonscherben der Lapita-Kultur nachgewiesen worden. Intensive Beziehungen mit Tonga und Fidschi existierten schon seit 200 v. Chr. Von 940 bis 1250 beherrschte Tonga Samoa.

Der erste Europäer, der Samoa erreichte, war der Niederländer Jakob Roggeveen 1722. Aber erst die Missionare der britischen London Missionary Society (LMS) begründeten ab 1830 die (vorübergehende) Vorherrschaft Europas über Samoa und christianisierten die Einwohner schnell. Eine amerikanische Expedition unter Charles Wilkes erreichte Samoa 1839 und hinterließ einen Konsul. Die Briten eröffneten (wahrscheinlich) 1847 ein Konsulat. 1855 erkundete der Kaufmann August Unshelm (1824–1864) im Auftrag des Hamburger Handelshauses Joh. Ces. Godeffroy & Sohn Samoa. Zwei Jahre darauf gründete er in Apia auf der Insel Upolu eine zentrale Niederlassung der Firma. 1861 ernannte ihn der Hamburgischen Senat zum Konsul.

Das Hamburger Handelshaus Joh. Ces. Godeffroy dominierte bereits nach wenigen Jahren den Handel mit Samoa, wobei der Export von Kopra, das der Ölgewinnung diente, zunehmend an Bedeutung gewann. Die steigende Nachfrage nach diesem Rohstoff führte 1865 zur Anlage der ersten Kokos-Plantage durch den neuen Niederlassungsleiter Theodor Weber. Das florierende Geschäft rief zu Beginn der 1870er Jahre weitere Hamburger Handelsfirmen auf den Plan, darunter die Firma ,,Ruge, Hedemann & Co." als Vertreter von ,,Wachsmuth & Krogmann" (gegründet 1797). In der Folge verschärfte sich die Konkurrenzsituation zwischen den drei ausländischen Mächten USA, Großbritannien und Deutschland (später die Three Powers genannt), wobei man sich zum Schutz der jeweiligen nationalen Interessen gerne der Mittel der sogenannten Kanonenbootpolitik (zuletzt im Konflikt um Samoa) bediente.

1878 erhielten die Vereinigten Staaten den Hafen Pago Pago auf Tutuila (Ostsamoa). Ein Jahr darauf erhielt Deutschland einen Hafen bei Apia auf Upolu (Westsamoa). Der deutsche Arzt und Sammler Bernhard Funk verfasste ein deutsch-samoanisches Wörterbuch. Der kleine Reichspostdampfer Lübeck des Norddeutschen Lloyd startete am 7. September 1886 in Sydney erstmals auf der vereinbarten Zweiglinie nach Tonga und Apia. Im Frühjahr 1893 wurde dieser Dienst wieder aufgegeben. Wilhelm Knappe, der Nachfolger des deutschen Konsuls Eugen Brandeis, verursachte 1888/89 innere Spannungen, die schließlich zum ,,Samoa-Krieg" führten. Nachdem ein Zyklon vom 13. bis 17. März die in der Bucht vor Anker liegenden Kriegsschiffe Deutschlands und der Vereinigten Staaten zerstört hatte, kam es am 14. Juni 1889 zur Berliner Samoa-Konferenz mit Deutschland, dem Vereinigten Königreich und den Vereinigten Staaten. Das Samoa-Abkommen von Berlin (Berlin Treatey) legte die langjährigen Machtkämpfe zunächst bei und erkannte Samoa als formal unabhängiges Königreich unter dem Protektorat der drei Mächte (Three Powers) an.

Spätestens nach dem Tod von König Malietoa Laupepa, des ersten und einzigen Königs Samoas, im Jahre 1898 war der Frieden wieder vorbei. Wieder gab es mehr als zwei Thronanwärter, und es kam erneut zum Kampf und zur Konfrontation der drei ,,Schutzmächte". 1899 einigte man sich im Samoa-Vertrag auf die Zweiteilung der Inselgruppe zwischen Deutschland und den USA und entschädigte Großbritannien mit anderen pazifischen Inseln.

Am 17. Februar 1900 wurde Ostsamoa amerikanisches Territorium, das später den Namen ,,Amerikanisch-Samoa" (American Samoa) erhielt. Westsamoa wurde zur deutschen Kolonie Samoa und Wilhelm Solf zum Gouverneur.

1903 Gründung der Bewegung Mau, die sich unter dem Motto ,,Sāmoa mo Sāmoa" (Samoa den Samoanern) für die Unabhängigkeit einsetzte. Die deutschen Kolonialbehörden unterdrückten den Widerstand, allerdings ohne Blutvergießen, internierten und deportierten die Führer der Mau, was aber letztlich zur Stärkung der Bewegung führte. Unter der neuseeländischen Herrschaft nahm der (gewaltlose) Widerstand weiter zu.

Zu Beginn des Ersten Weltkriegs besetzte Neuseeland Westsamoa und erhielt es 1920 als Völkerbundmandat, 1946 als Treuhandgebiet.

1918 starb rund ein Drittel der westsamoanischen Bevölkerung an der Spanischen Grippe, nachdem der neuseeländische Militärbefehlshaber ein Quarantäneschiff in Apia hatte anlegen lassen, das die Seuche ins Land eingeschleppte. Im Dezember 1928 lösten neuseeländische Soldaten eine friedliche Massendemonstration gegen die neuseeländische Besetzung gewaltsam auf und töteten 11 Demonstranten, darunter Tupua Tamasese Lealofi III., den Führer der samoanischen Unabhängigkeitsbewegung, und verletzten mehr als 50 Menschen. 2002 entschuldigte sich Helen Clark, Premierministerin Neuseelands, offiziell für die ,,inkompetente und unangemessene Behandlung Samoas während der ersten Jahre neuseeländischer Verwaltung".
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Kalenderblatt:



Ereignisse (https://de.wikipedia.org/wiki/17._Februar)






















Heilige:

Hl. Theodor Tiro

Theodor Tiro (https://de.wikipedia.org/wiki/Theodor_Tiro) († 17. Februar 287 oder 306; auch: Theodoros Teron, von altgriechisch Τἠρων Tērōn, lateinisch tiro ,Rekrut', oder Theodoros von Euchaïta, der ,,Rekrut von Euchaïta bei Amaseia") ist ein Heiliger der orthodoxen und römisch-katholischen Kirche. Namenstage sind der 9. November in der abendländischen Kirche und der 17. Februar in der Ostkirche.

Die ältesten erhaltenen Erwähnungen Theodors entstammen einer panegyrische Homilie des Bischofs Gregor von Nyssa und einem Lobgedicht des Chrysippos von Jerusalem († 479)

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Theodor Tiro, Ikone im Kloster Visoki Dečani (14. Jahrhundert)
Das älteste Zeugnis der Heiligenlegende, noch aus dem späten 4. Jahrhundert, ist die Homilie von Gregor von Nyssa. Hier wird das Martyrium Theodors auf die Regierungszeit Maximians datiert (r. 286–310). Theodor war Angehöriger des marmaritanischen Regiments in Amaseia, Hauptstadt der Provinz Diospontus. Wegen seines christlichen Glaubens wurde Theodor von seinen militärischen Vorgesetzten verhört. Gregor gibt das Verhör in direkter Rede wieder, dann wird dem Angeklagten unter ,,vorgetäuschter Milde" eine Bedenkzeit eingeräumt, damit er vielleicht seinen ,,Irrsinn" überdenke und dem Christentum abschwöre. Während dieser Frist ließ man Theodor in Freiheit, und er ging nachts zum Tempel der Göttermutter (Kybele) und brannte ihn nieder. Die Brandstiftung wurde beobachtet, und Theodor wurde eingekerkert und dem Hungertod überlassen. Im Kerker erschien ihm Christus sowie eine große Schar von Männern in weißen Kleidern, die Psalmen sangen. Als die Wächter das sahen, ergriffen sie die Flucht. Theodor wurde erneut dem Richter vorgeführt und zum heidnischen Opfer aufgefordert. Als er sich weigerte, wurde er gefoltert und schließlich ins Feuer geworfen. Die lateinische Version der Legenda aurea folgt im Wesentlichen diesen Angaben, aber hier wird das Martyrium datiert auf das Jahr 287, unter den Kaisern Diokletian und Maximianus.

Eine griechische Hagiographie aus dem 5. oder 6. Jahrhundert erwähnt drei weitere Märtyrer, Eutropios, Kleonikos, und Basiliskos, die kurz nach dem Martyrium Theodors hingerichtet worden seien. Laut diesem Text hieß der Richter Theodors Pouplios. Kurz nach der Hinrichtung Theodors habe auch diesen Pouplios ein gewaltsamer Tod ereilt. Sein Nachfolger, ein Phryger namens Asklepiodotos habe bei seiner Ankunft in Amaseia nach weiteren verhafteten Christen gefragt. Darauf seien ihm der Neffe Theodors, Basiliskos, und zwei Brüder aus Kappadokien, Eutropios and Kleonikos, vorgeführt worden. Basiliskos und Theodor stammten beide aus dem Dorf Choumiala bei Amaseia.

Ein dem heiligen Theodor zugeschriebenes Wunder wird aus dem Jahr 361 überliefert. Damals habe der Kaiser Julian befohlen, dass in Konstantinopel in der ersten Woche der christlichen Fastenzeit alles Essbare auf dem Markt mit dem Blut geopferter Tiere besprenkelt werden solle. Der Heilige Theodor sei dem Bischof von Konstantinopel, Eudoxius, im Traum erschienen und habe ihn gewarnt, kein Christ soll auf dem Markt einkaufen, sondern solle die Weizenvorräte im eigenen Haus kochen und mit Honig süßen. Diese Episode ist in die Liturgie der Fastenzeit der Ostkirche eingegangen, ein von Johannes Damascenus verfasster Kanon an den Heiligen Theodor wird am Ende der ersten Fastenwoche gesungen, und gekochter Weizen mit Honig, sogenanntes kolliva (κόλλυβα), wird an die Gläubigen verteilt.

Ein hagiographischer Text aus dem 8. oder 9. Jh. (BHG 1765) erzählt aus der Jugend des Heiligen. Demnach hießen seine Eltern Erythraios und Polyxene. Seine Mutter starb im Kindbett, und er wurde vom Vater erzogen. Im Alter von sechs Jahren wurde er einem Lehrer namens Proklos übergeben und schon mit neun Jahren wurde er in die Legion von Amaseia eingezogen, wo ihn ein gewisser Helladios ins Christentum einführt. Außerdem erwähnt dieser Text einen Streit zwischen Euchaita und Amaseia: der Heilige sei in Amaseia begraben, aber die Leute aus Euchaita würden verlangen, dass die Reliquien zu ihnen transferiert würden, da das der Wunsch des Heiligen gewesen sei.

Eine weiter ausgebaute Form der Legende ist überliefert beim armenischen Chronisten Stepanos Taronetsi (11. Jahrhundert), der eine ältere armenische Vita rezensiert. Diese Version nennt als Geburtsort Theodors das Dorf Sabobe bei Verisa (Berissa, Kleinarmenien, in der heutigen Provinz Tokat). Er tötete einen Drachen (višap) auf dem Grundstück einer Witwe namens Eusebia. Dieselbe Eusebia habe später seine Reliquien von Amaseia nach Euchaita übergeführt. Sein Martyrium wird datiert auf den 24. mareri, oder den 2. Juni unter der Regierung von Maximian und Maximinus, also im Jahr 310. Der Kommandant, der ihn verhört wird als Vrigas (Brinkas, Berenikes) benannt, möglicherweise eine Anspielung auf Joseph Bringas, einen einflussreichen Hofbeamten unter Romanos II.
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Hl. Finan von Lindisfarne

Finan von Lindisfarne († 661) war wie sein Vorgänger ein irischer Mönch in Iona, bevor er ins Kloster Lindisfarne kam.

Er lebte nicht nach der Regel des hl. Benedict, sondern nach der des hl. Columban von Iona. Auch war er ein überzeugter Verfechter des keltischen Ritus in der Kirche und behielt im Osterstreit die keltischen Traditionen seiner Kirche trotz der Eingriffe aus Rom bei.

Nach seiner Wahl zum Bischof im Jahr 651 baute er auf Lindisfarne die abgebrannte Kathedrale nach irischem Vorbild aus Eichenstämmen mit einem Reetdach wieder auf, die er dem Heiligen Petrus weihte. Um 653 taufte er Peada, den König von Mercia, zusammen mit dessen gesamtem Hofstaat und kurz darauf Sigeberht, den König von Essex. Er schickte Missionare nach Mercia und Essex. Bald darauf weihte er Cedd zum Bischof von Essex und den Iren Diuma zum Bischof von Middle Anglia und Mercia. Beda Venerabilis beschrieb ihn als hervorragenden Kirchenführer und würdigte seine Verdienste um die Christianisierung der angelsächsischen Völker.

Nach seinem Tod am 9. oder 17. Februar 661 wurde er in der von ihm erbauten Kathedrale in Lindisfarne beigesetzt.

Sein Festtag ist der 17. Februar. Die in den 1880ern errichtete Basilika St. Finnan in Ontario, Kanada, ist ihm geweiht.
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Hl. Gründer des Servitenordens

Die Serviten (https://de.wikipedia.org/wiki/Serviten) – eigentlich Ordo Servorum Mariae (Ordenskürzel: OSM) – sind ein katholischer Orden. Er wurde in der ersten Hälfte des 13. Jahrhunderts in Florenz gegründet. Der Orden befolgt die Regel des heiligen Augustinus und gehört zu den Bettelorden (Mendikanten).

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Wappen der Serviten in der Servitenkirche in Budapest
1233 gründeten in Florenz sieben Kaufleute den Ordo Servorum Mariae. Am Tag des Festes der Erscheinung des Herrn im Jahr 1234 begannen zwei von ihnen, in den Straßen von Florenz für den Orden zu betteln. Die innerhalb des Ordens als sieben heiligen Väter bekannten Kaufleute errichteten 1241 ihr erstes Kloster. 1249 erhielten sie die erste Anerkennung seitens des päpstlichen Legaten für die Toskana. Der hl. Philipp Benizi († 1285) gilt als zweiter Gründer, da er die Satzungen völlig neu bearbeitete und den weiblichen Zweig gründete. Seit 1299 gab es auch in Deutschland eine Ordensprovinz. Eine päpstliche Bestätigung erteilte Papst Benedikt XI. 1304 dem Orden in seiner Bulle Dum levamus. Zur Zeit der Reformation wurden alle 17 deutschen Klöster aufgelöst. Gleichzeitig begann das Aufblühen des Ordenslebens in Italien. Ein bekannter Ordensmann in dieser Zeit war Paolo Sarpi.

Im 17. Jahrhundert dehnte sich der Orden nach Frankreich und Spanien aus. 1613 wurde in Innsbruck wieder ein Kloster im deutschsprachigen Raum gegründet (heutige Innsbrucker Servitenkirche). 1639 gelang die Klostergründung in der Kaiserstadt Wien. Am Anfang bestand nur eine bescheidene Holzkapelle. 1651 wurde der Grundstein zur heutigen Servitenkirche gelegt. Das heutige Kloster wurde zum größten Teil erst nach der zweiten Türkenbelagerung Wiens (1683) erbaut. Von Innsbruck aus wurden noch weitere 26 Klöster im Gebiet der Donaumonarchie gegründet.

Zu einer Neugründung des Ordens in Deutschland kam es im Jahre 1637, als von den Brüdern der Deutschen Observanz das Kloster Kreuzberg bei Bonn gegründet wurde. 1714 entstand das Kloster Rheinbach. Mit der französischen Revolution erlebte der Orden einen Rückschlag. Durch die Säkularisation verlor der Orden seine Klöster in Deutschland.

Der zweite Niedergang des Ordens wurde durch den Generalprior P. Albuin Patscheider aufgehalten. Am Ende des 19. Jahrhunderts erholte sich der Orden langsam und begann wieder mit Klostergründungen in Europa, aber auch in den USA. Einen erneuten Rückschlag erlebte der Orden durch die Enteignungen des NS-Regimes und der sozialistischen Staaten Ungarn und Tschechoslowakei.

Seit 1952 gehört zur Servitenfamilie auch des Servitanische Säkularinstitut (SSI).

1954 wurde mit dem Kloster in Gelsenkirchen-Buer wieder ein Kloster in Deutschland gegründet. Von hier aus folgte die Gründung weiterer deutscher Standorte in Düsseldorf-Rath (1956), Weihenlinden (1962) und Viehhausen (1975), die aber wieder aufgegeben wurden. Das letzte verbliebene Kloster in Deutschland gab der Orden am 31. Januar 2021 auf. Die dazugehörige Kirche St. Mariä Himmelfahrt wurde zugleich aufgegeben.

Heute widmet sich der Orden der Missionsarbeit. Die Serviten unterhalten mit der Päpstlichen Theologischen Fakultät ,,Marianum" in Rom eine ordenseigene Hochschule, die dem regulären Theologiestudium dient.

Pater Gottfried M. Wolff wurde am 6. Februar 2006 als neuer Provinzial der Tiroler Provinz und der Deutschen Delegation des Servitenordens in sein Amt eingeführt.
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Johann Heermann

Johann Heermann (https://de.wikipedia.org/wiki/Johann_Heermann_(Kirchenlieddichter)), auch Johannes Heermann (* 11. Oktober 1585 in Raudten, Herzogtum Glogau, Schlesien; † 17. Februar 1647 in Lissa) war ein deutscher Kirchenliederdichter der Barockzeit.

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Johann Heermann
Der Sohn eines Kürschners besuchte zunächst die Lateinschule in Fraustadt und 1602–1604 das Breslauer Elisabet-Gymnasium. Straßburg, und 1608 wurde er in Brieg zum poeta laureatus gekrönt. Ab 1611 hatte er das Pfarramt in Köben bei Glogau inne. Stadtbrand, Pest, Kriegsplünderungen, Familienleid, und die Gegenreformation prägten diese Zeit in Schlesien, so dass er schon 1638 sein Köbener Amt aufgeben musste und sich nach Lissa zurückzog.

Als Liederdichter ist er von Martin Opitz und dessen Dichtungsreform beeinflusst. Sein Werk wirkt prägend für Andreas Gryphius, Paul Gerhardt und andere. Er dichtete etwa 400 Lieder. Heermann wird als ,,Sänger der Trübsal und des Kampfes, doch auch des ungebrochenen Glaubensmuts" beschrieben.

Erste Veröffentlichungen finden sich in Devota musica cordis, Hauß- und Hertz-Musica; Choräle wie O Gott, du frommer Gott, Herzliebster Jesu, was hast du verbrochen und O Jesu Christe, wahres Licht sind in die evangelischen wie auch katholischen Gesangbücher übergegangen und noch heute im Gebrauch. Von Herzliebster Jesu, was hast du verbrochen existieren auch mehrere englische Übersetzungen, unter anderem von Catherine Winkworth aus dem Jahr 1863 unter dem Titel O dearest Jesus, what law hast thou broken?. Was willst du dich betrüben wurde 1724 Grundlage für Bachs Choralkantate Was willst du dich betrüben, BWV 107; Wo soll ich fliehen hin von 1630 war die Textvorlage für die Bachkantate Wo soll ich fliehen hin, BWV 5 aus demselben Jahr.

Außerdem erschienen von Heermann asketische Schriften, z. B. Heptalogus Christi (Berlin 1856) und die Lehrdichtungen: Praecepta moralia et sententiae und Exercitium pietatis (lat. u. dt., Breslau 1886), sowie die Gedichtsammlung Teutsche Poemata (1640).

In Bielefeld-Brackwede wurde das Seniorenheim Johann-Heermann-Haus (fertiggestellt 1968) nach ihm benannt.
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Mondkalender:
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Sagen:


Kelten | Germanen

  • Kelten
  • Fest- Feiertage
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  • Ostara (21. März)
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  • Germanen
  • Fest- Feiertage
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  • Funkensonntag (9. März)
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