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Title: ✨ 11. März: Bild, Schweiz, Kalenderblatt, Mondkalender, Bauernregeln, Heilige, .
Beitrag von: Urs am 11. März 2025, 07:19:45
✨ 11. März: Bild, Schweiz, Kalenderblatt, Mondkalender, Bauernregeln, Heilige, Sagen

Bild des Tages: Schweiz  Tagsatzung 1499

(http://sputnik-magazin.de/images/Sputnik2/tag/11-03-CH_Tagsatzung_1807.jpg) (http://sputnik-magazin.de/images/Sputnik2/tag/11-03-CH_Tagsatzung_1807-1.jpg)
Einzug der eidgenössischen Gesandten in das Grossmünster bei Eröffnung der Tagsatzung 1807 in Zürich

Die Tagsatzung (https://de.wikipedia.org/wiki/Tagsatzung) [1] war in der Schweiz bis 1848 die Versammlung der Abgesandten der Orte (Kantone) der Alten Eidgenossenschaft. Sie besass sowohl exekutive als auch legislative Kompetenzen, allerdings war ihre Macht sehr beschränkt, da diese zumeist bei den Kantonen lag. Am Ende der Verhandlungen wurden den Gesandten die eidgenössischen Abschiede ausgehändigt.

Die Bezeichnung «Tagsatzung» ist abgeleitet von der Formulierung «einen Tag setzen» und bedeutet die Vereinbarung eines (Rechts-)Tages beziehungsweise des Termins für diese Zusammenkunft.

Die Tagsatzung bildete die wichtigste Kommunikationsplattform der Schweizerischen Eidgenossenschaft nach innen und aussen. Im internationalen typologischen Vergleich ist die eidgenössische Tagsatzung als Versammlung politisch und sozial Gleichrangiger in vielem mit den zahlreichen Ständeversammlungen anderer Länder zu vergleichen. Im Unterschied zu jenen stand sie aber nicht einem Fürsten gegenüber und handelte auch keine Steuern aus. In den Augen des englischen Diplomaten Abraham Stanyan, der 1714 während der Friedensverhandlungen von Baden in der Schweiz weilte, bildete die Tagsatzung «the Majesty of the Helvetick Body», sie verkörperte also den politischen Verband ebenso wie andernorts der souveräne Fürst.

Erste Zusammenkünfte gab es in Brunnen (1315), Beckenried (seit 1291?), später je nach Bedürfnis in Zürich, Bern, Luzern, Baden, Aarau, Altdorf (seit 1357), Schwyz, Bellinzona, Stans (ab 1320), Zug, St. Gallen, Wil, Freiburg, Lugano und Locarno, Grandson (nur für Bern und Freiburg) und Neuenburg (1512–1529). In Konstanz gab es sehr viele Verhandlungen mit den süddeutschen Städten und Österreich (seit 1315). In Solothurn fanden Zusammenkünfte statt, zu denen der französische Gesandte einlud. Neben den gemeineidgenössischen Tagsatzungen fanden nach der Reformation jeweils noch separate Tagsatzungen oder Konferenzen der katholischen und reformierten Orte statt.

Im Dezember 1481 kam es bei einer besonderen Tagsatzung der Acht Orte in Stans zum Stanser Verkommnis.

Die ordentliche Tagsatzung begann ab 1424 am Mittwoch nach Pfingsten, ab 1462 am zweiten Sonntag nach Fronleichnam (Donnerstag nach Trinitatis) – also zwischen 31. Mai und 4. Juli –, ab 1587 am Sonntag nach Johannes Baptista (24. Juni), ab 1712 jährlich am Montag nach Peter und Paul (29. Juni) und dauerte bis zu drei Wochen.

Die Tagsatzung fand zwar an wechselnden Orten statt, doch Baden in der Gemeinen Herrschaft der Grafschaft Baden war aufgrund der Thermalbäder und der damit verbundenen Zerstreuungen besonders beliebt. Die wichtigsten Geschäfte, die die ganze Eidgenossenschaft vor 1712 betrafen, wurden ausschliesslich im Badener Rathaus verhandelt, so z. B. ab 1424 die Abnahme der Jahresrechnungen sämtlicher Gemeinen Herrschaften, aber auch Entscheidungen über Krieg und Frieden. So etwa am 11. März 1499, als die Schweizer Eidgenossen in einer Tagsatzung beschlossen, dass in den Schlachten des kurz zuvor begonnenen Schwabenkrieges gegen den Schwäbischen Bund und das Haus Habsburg keine Gefangenen gemacht und verwundete gegnerische Kämpfer «abgetan» werden sollten. Eine bis heute wirksame Entscheidung traf die Tagsatzung, als sie 1505 Papst Julius II. auf dessen Anfrage 150 Söldner sandte, um den Vatikan zu schützen. Daraus entstand schliesslich die Schweizergarde.

Nach dem Zweiten Villmerger- bzw. Toggenburgerkrieg im Jahr 1712 kam die Tagsatzung abwechselnd in Baden und Frauenfeld zusammen (1742–1797 ständig in Frauenfeld), wo sie zur Jahrrechnung der deutschen Gemeinen Herrschaften Thurgau, Rheintal, Sargans, Gaster, Uznach und Baden sowie der Freien Ämter zusammentrat.
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Kalenderblatt:



Ereignisse (https://de.wikipedia.org/wiki/11._M%C3%A4rz)

















Heilige:

Pionius

Pionius (https://de.wikipedia.org/wiki/Pionius), griechische Form Pionios (Πιόνιος) († 12. März 250) wird in vielen christlichen Konfessionen als Heiliger verehrt beziehungsweise als denkwürdiger Glaubenszeuge betrachtet. Er starb den Märtyrertod in Smyrna während der Herrschaft des Kaisers Decius.

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Pionius wurde zusammen mit Sabina, Asklepiades, Makedonia und Limnos am 23. Februar verhaftet, dem Gedenktag des Martyriums des Polykarp von Smyrna.

Sie hatten die vorhergehende Nacht in Fasten und Gebet verbracht. Im Bewusstsein seiner nahenden Verhaftung legte Pionius Stricke um seinen Hals und die seiner Gefährten, um anzuzeigen, dass sie bereits verurteilt seien. Wer sie ungebunden gesehen hätte, hätte angenommen, dass sie, wie viele andere Christen in Smyrna, einschließlich des Bischofs, bereit waren, zu opfern.

In Smyrna wurden zwei Manifestationen der Nemesis, eher verwandt mit der Aphrodite als mit der Artemis, verehrt. Es wird angenommen, dass sie zwei Aspekte der Göttin verkörperten, den freundlichen und den unerbittlichen, oder auch die Göttinnen der Altstadt und der Neustadt, die durch Alexander den Großen neugegründet wurde. Die Pioniusakten, die sich auf die Decische Verfolgung von 250 beziehen, erwähnen einen abgefallenen Smyrnischen Christen, der beabsichtigte, auf dem Altar dieser beiden Nemesis' zu opfern.

Früh am Morgen, nachdem sie vom heiligen Brot und Wasser zu sich genommen hatten, wurden Pionios und seine Gefährten zum Forum geführt. Der Platz war mit Griechen und Juden überfüllt, da ein hoher jüdischer und allgemeiner Feiertag in der Stadt war – ein Hinweis auf den starken Einfluss der Juden in Smyrna. Pionius predigte der Menge. Er erinnerte die Griechen daran, dass Homer gesagt hatte, dass der Leichnam eines Feindes nicht verspottet werden dürfe. Er wollte sie damit davon abhalten, die Christen zu verspotten, die abgefallen waren. Dann wandte er sich den Juden zu und zitierte Mose und Salomo mit derselben Zielsetzung.

Er beschloss seine Rede mit der rigorosen Weigerung, ein Opfer darzubringen. Dann folgten die üblichen Verhöre und Drohungen, nach denen Pionius und seine Gefährten ins Gefängnis gebracht wurden, um die Ankunft des Prokonsuls abzuwarten. Hier fanden sie weitere Bekenner, darunter einen Montanisten.

Viele Heiden besuchten sie, und Christen, die geopfert hatten, bereuten ihren Abfall. Letztere ermahnte Pionius zur Buße. Vor der Ankunft des Prokonsuls wurde ein weiterer Versuch gestartet, Pionius und seine Gefährten zu einem Akt des Abfalls zu verführen. Sie wurden zu einem Tempel gebracht, wo alle Anstrengungen unternommen wurden, sie zu einem Opfer zu veranlassen.

Am 12. März wurde Pionius dem Prokonsul vorgeführt, der es zunächst mit Überredung und dann mit Folter versuchte. Beides versagte, und Pionius wurde zum Verbrennen bei lebendigem Leibe verurteilt. Er litt gemeinsam mit Metrodoros, einem marcionitischen Priester.

Der 12. März als Datum seines Martyriums wird von den Akten bestätigt. Eusebius von Caesarea (Kirchengeschichte, IV, xv; Chronik, p. 17, ed. Schoene) lässt das Martyrium während der Herrschaft des Antoninus Pius stattfinden. Dies könnte darauf zurückzuführen sein, dass er das Martyrium des Pionius in einer Handschrift der Märtyrerakten gefunden hatte, in welcher der chronologische Vermerk der aktuellen Ausgabe fehlte.
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Johannes Baptist Righi

Der selige Johannes Baptist Righi (https://de.wikipedia.org/wiki/Johannes_Baptist_Righi) (auch Johannes Righi de Fabriano, italienisch Giovanni Battista Righi; * 1469 in Fabriano; † 11. März 1539 in Cupramontana) war ein franziskanischer Einsiedler. Als Sohn einer adligen Familie trat er mit 15 Jahren ins Kloster ein und wurde zum Priester geweiht. Da ihm die Armut der franziskanischen Gemeinschaft nicht genug war, zog er sich nach Cupramontana bei Ancona als Einsiedler zurück, wo er für die Nöte und Sorgen der Menschen offen war.

Nach seinem Tode setzte seine Verehrung ein, die 1903 durch die Seligsprechung durch Papst Pius X. approbiert wurde. Gedenktag ist sein Todestag, der 11. März.
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Mondkalender:
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Sagen:


Kelten | Germanen

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Anmerkungen:
  • Alemannisch: Dagsatzig (https://als.wikipedia.org/wiki/Tagsatzung); Français: Diète fédérale (https://fr.wikipedia.org/wiki/Di%C3%A8te_f%C3%A9d%C3%A9rale); Italiano: Dieta federale (Svizzera) (https://it.wikipedia.org/wiki/Dieta_federale_(Svizzera))
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