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Title: ✨ 11. Mai: Bild, Dritter Kreuzzug, Kalenderblatt, Mondkalender, ...
Beitrag von: Julian am 11. Mai 2025, 07:27:29
✨ 11. Mai: Bild, Dritter Kreuzzug, Kalenderblatt, Mondkalender, Bauernregeln, Heilige, Sagen

Bild des Tages: Dritter Kreuzzug Regensburg

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Richard Löwenherz im Zweikampf mit Saladin. Englische Phantasiedarstellung, um 1340

Der Dritte Kreuzzug (https://de.wikipedia.org/wiki/Dritter_Kreuzzug) war ein Kriegszug, zu dem Papst Gregor VIII. in einer Bulle die christlichen Königreiche Europas aufrief, nachdem der Ayyubiden-Sultan Saladin das Heer des Königreichs Jerusalem besiegt und die Hauptstadt Jerusalem erobert hatte, die damit nach rund 90 Jahren wieder unter muslimische Herrschaft kam. Der Kreuzzug begann 1189 unter der Führung von Friedrich Barbarossa, dem Kaiser des römisch-deutschen Reiches, der vor Erreichen des Heiligen Landes ums Leben kam, Philipp II. von Frankreich und Richard Löwenherz von England. Der Kreuzzug endete 1192 mit einem Friedensvertrag, ohne dass die Stadt Jerusalem von den Kreuzfahrern erobert worden wäre. Dem Königreich Jerusalem konnte lediglich der Küstenstreifen von Beirut bis Jaffa gesichert werden, und Akkon, das die Kreuzfahrer nach langer Belagerung erobert hatten, wurde die neue Hauptstadt. Unbewaffneten christlichen Pilgern wurde der freie Zugang nach Jerusalem zugesichert.

Im Zusammenhang mit dem Dritten Kreuzzug taucht erstmals die Bezeichnung cruce signatus (mit dem Kreuz gekennzeichnet) auf, woraus sich dann die Begriffe ,,Kreuzzug" und ,,Kreuzfahrer" entwickelten. Davor waren die Kreuzfahrer als ,,Pilger", ,,Reisende" oder ,,Soldaten Christi" bezeichnet worden.

Nach dem gescheiterten Zweiten Kreuzzug gerieten die Kreuzfahrerstaaten immer stärker in Bedrängnis.

Im Jahre 1154 eroberte Nur ad-Din, Emir von Mossul aus der Dynastie der Zengiden, das Emirat Damaskus, wohin er seinen Hauptsitz verlagerte. Im Jahre 1169 schickte Nur ad-Din den sarazenischen Feldherren Saladin und dessen Onkel als Truppenführer eines Feldzuges gegen die Kreuzfahrer nach Ägypten. Der Feldzug endete mit der Beseitigung des schiitischen Fatimiden-Kalifats von Kairo durch Saladin im Jahre 1171, nachdem der Kalif verstorben war. Eigenmächtig ernannte sich Saladin zum Sultan von Ägypten und begründete die Dynastie der Ayyubiden. Dadurch kam es zu schweren Konflikten mit Nur ad-Din, welcher aber 1173 starb. Daraufhin besetzte Saladin Damaskus und große Teile Syriens. 1183 gelang ihm die Einnahme Aleppos, vier Jahre später eroberte er Mossul. Nachdem Saladin seine muslimischen Feinde besiegt hatte, wandte er sich den Kreuzfahrerstaaten zu, die sich nun in seiner Umklammerung befanden.

Mit einem großen Heer zog er Richtung Palästina, wo er am 4. Juli 1187 in der Schlacht bei Hattin ein Kreuzfahrerheer vernichtend schlug. Nach dieser Schlacht entriss Saladin den Kreuzfahrern nahezu ungehindert Städte wie Akkon und eroberte einen Großteil des Königreichs Jerusalem. Am 2. Oktober 1187 nahmen Saladins Truppen nach kurzer Belagerung Jerusalem ein, wobei sie jeden, der ein Lösegeld aufbringen konnte, freiließen und den Rest versklavten. Die Kreuzfahrer kontrollierten jetzt nur noch Tyros, Tripolis und Antiochia, die Saladin im folgenden Jahr ebenfalls angriff.

Die Nachricht von der Eroberung Palästinas durch Saladin löste in Europa große Bestürzung aus, was auch die Todesursache von Papst Urban III. gewesen sein soll. Die Forderung nach einem neuen Kreuzzug wurde schnell laut. Am 29. Oktober 1187 rief Papst Gregor VIII. mit der Bulle ,,Audita tremendi" zu einem allgemeinen Waffenstillstand in Europa und zum Dritten Kreuzzug auf. Als Gregor nach nur zwei Monaten im Pontifikat starb, übernahm sein Nachfolger Clemens III. das Propagieren des Kreuzzugs.

Als erster Herrscher zeigte sich im Jahre 1187 Wilhelm II., der normannische König Siziliens, zur Teilnahme bereit. Er schickte umgehend 50 Galeeren, die erheblich zum Erfolg der Verteidigung von Tripolis beitrugen.

Der englische König Heinrich II. und der französische König Philipp II. beendeten ihren Dauerkonflikt um die englischen Lehen in Westfrankreich und nahmen am 21. Januar 1188 in Gisors in der Normandie gemeinsam das Kreuz.

Der Kaiser des Heiligen Römischen Reiches Friedrich I. (genannt Barbarossa) erklärte im März 1188 auf dem Reichstag in Mainz, gemäß seiner Vorstellung vom sakralen und universalen Charakter des Kaisertitels, seine persönliche Teilnahme am Kreuzzug. Auf dem Reichstag in Mainz wurde auch die Finanzierung für den Kreuzzug Friedrich Barbarossas geregelt. Hierbei wurde festgelegt, dass jeder Kreuzzugsteilnehmer mindestens drei Mark Silber an Ausgaben aufbringen musste, um am Kreuzzug teilnehmen zu können. Dieser Betrag wurde als Minimalausgabe eines Kreuzritters für zwei Jahre geschätzt.

Im Juli 1189 starb König Heinrich II., und sein Sohn Richard I. wurde sein Nachfolger. Dieser erneuerte im Juli 1189 in Azay-le-Rideau an der Loire zusammen mit Philipp II. das Kreuzzugsgelübde, wobei vereinbart wurde, gemeinsam zu ziehen, da keiner der beiden dem anderen traute und die Abwesenheit des einen Königs einen zu großen Vorteil für den Daheimgebliebenen bedeutet hätte. Sie sollten schließlich im Juli 1190 aufbrechen. Zur Finanzierung der Kreuzzugskosten erhoben beide Herrscher eine Kreuzzugssteuer, den sogenannten Saladinszehnten.


Kalenderblatt:


Ereignisse (https://de.wikipedia.org/wiki/11._Mai)

















Mondkalender:
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Sagen:


Kelten | Germanen

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Anmerkungen:
  • Namenstag in DE=Deutchland, BY=Bayern, AT=Österreich, CH= Schweiz, FR-Frankreich, ES=Spanien, IT=Italien, BE-Belgien, NL= Niederlande, RU=Russland, PL=Polen,
  • Kth=Römisch-katholische Kirche, EV=Evangelisch, Orth=Orthodoxie, IS=Islam, Bud=Buddhismus
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