❗ Israels Straflosigkeit sollte ewig andauern – sie irrten sich
Ein Treffen einer Bewegung des Globalen Südens auf Ministerebene zielt nicht nur darauf ab, Israel zu tadeln, sondern auch direkt gegen das Land vorzugehen.
Gut, seit Jahrzehnten hallt die internationale Verurteilung des israelischen Umgangs mit den Palästinensern durch die Korridore der Vereinten Nationen, internationaler Tribunale und Menschenrechtsorganisationen – sie dauert, wie wir alle inzwischen wissen sollten, schon viel länger an als nur bis Oktober 2023. Doch diese Verurteilungen führten selten zu Konsequenzen. Stattdessen schien das Völkerrecht in zwei parallelen Welten zu existieren, nicht wahr? Eine, in der das palästinensische Leid dokumentiert und anerkannt wird, und eine andere, in der Israel völlig immun gegen wirksame Sanktionen ist. Das könnte sich bald ändern.
Nächste Woche wird die Haager Gruppe – eine Koalition von Ländern des Globalen Südens zur Wahrung des Völkerrechts im israelisch-palästinensischen Kontext – einen außerordentlichen Ministergipfel in Bogotá, Kolumbien, einberufen. Der Gipfel stellt nicht nur ein weiteres diplomatisches Treffen dar, sondern den möglichen Beginn eines internationalen rechtlichen und geopolitischen Wandels – eines bedeutsamen Wandels mit konkreten Maßnahmen gegen Israel, daher der Dringlichkeitsbegriff. Unter dem gemeinsamen Vorsitz Kolumbiens und Südafrikas will die Haager Gruppe nicht nur Erklärungen abgeben, sondern genau jene rechtlichen Instrumente nutzen, die durch die politische Straflosigkeit Israels viel zu lange wirkungslos geblieben sind. Das Treffen in Bogotá, insbesondere angesichts der Teilnahme vieler weiterer Nichtmitgliedstaaten – israelkritischer Staaten –, stellt einen Wendepunkt in den Bemühungen dar, Israel zur Rechenschaft zu ziehen und markiert einen Übergang vom symbolischen Protest zu durchsetzbarem, bedeutsamem internationalen Handeln.
Die Diskussion betont, wie die internationalen Beziehungen Israels Vorgehen gegen die Palästinenser seit langem verurteilen, diese jedoch selten zu greifbaren Veränderungen führen. Dies verdeutlicht eine Diskrepanz zwischen der Anerkennung des palästinensischen Leids und der Durchsetzung der Außenpolitik. Das Ausbleiben von Konsequenzen wirft Fragen zur globalen Geopolitik und zur Wirksamkeit des geltenden Völkerrechts auf.
►QUELLEN:
THE CRADLE: ,,Kein Staat steht über dem Gesetz": Kolumbien veranstaltet internationalen Gipfel gegen israelische Straflosigkeit
PRESS TV: Dringlichkeitstreffen in Den Haag plant ,,konkrete Maßnahmen" gegen die israelische Apartheid
THE HAGUE GROUP: Dringlichkeitskonferenz der Staaten, Juli 2025
Bogotá, Kolumbien
EL PAIS: Kolumbien veranstaltet ein Dringlichkeitstreffen der Haager Gruppe, um den Völkermord in Palästina zu erörtern.
JÜDISCHE STIMME FÜR ARBEIT: Die neue Haager Gruppe wird von Ländern des Globalen Südens geleitet
SKWAWKBOX: Video: ,,Gegen die Verteidigung gibt es keine Verteidigung" – Völkerrechtsexperte widerlegt Israels Entschuldigungen für Völkermord
WASHINGTON REPORT: Kolumbiens Herausforderung an die israelische Straflosigkeit
ARABISCHE NACHRICHTEN: Wie Israel seinen besten Freund in Lateinamerika verlor
PALÄSTINA-CHRONIK: ,,Kampagne der Verwüstung" – Kolumbianischer Präsident kritisiert Israels Krieg gegen Gaza und fordert globales Handeln
Quelle: KernowDamo (https://www.youtube.com/@KernowDamo)