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Title: 🏞  Traun - Weißkirchen an der Traun
Beitrag von: Martin am 31. Januar 2026, 12:35:18
🏞  Traun - Weißkirchen an der Traun

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Deutsch: Weißkirchen an der Traun Blick ONO
Bild 2: Südsüdwestansicht von Weißenkirchen mit dem Gewerbepark links hinten und anschließend den Traunauen, wo auch die A25-Autobahn verläuft

Foto's 📸:
 
Wikimedia (https://de.wikipedia.org/) | Creative-Commons (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0/deed.de)

Weißkirchen an der Traun (https://de.wikipedia.org/wiki/Wei%C3%9Fkirchen_an_der_Traun) ist eine Gemeinde in Oberösterreich im Bezirk Wels-Land im Hausruckviertel mit 3570 Einwohnern (Stand 1. Jänner 2025)

Weißkirchen an der Traun liegt auf 305 m Höhe im Hausruckviertel. Die Ausdehnung beträgt von Nord nach Süd 6,2 km, von West nach Ost 7,1 km. Die Gesamtfläche beträgt 21,8 km².

19,3 % der Fläche sind bewaldet, 68,3 % der Fläche sind landwirtschaftlich genutzt.

Die Traun fließt im Unterlauf auf einer breiter werdenden Schotterterrasse ziemlich geradlinig und Richtung NO bis ONO. Weißkirchen liegt durchwegs rechts der Traun. Der Hauptort, die Ortschaft Weißkirchen, liegt etwa 1 km südöstlich des Flusses, am Fuß erster am rechten Talrand aufragender Hügel.

Aus früheren Jahrhunderten ist nur wenig von der Geschichte Weißkirchens bekannt. Ein gefundenes Steinbeil lässt darauf schließen, dass schon zur Steinzeit Menschen im Raum Weißkirchen lebten. Ausgegrabene Mauerreste bekunden, dass zu Zeiten der Römer in Weißkirchen an der Traun Siedlungen bestanden haben. Nach Ende der Römerherrschaft verödete allerdings die Gegend wieder weitgehend. Erst als im Jahr 777 von Herzog Tassilo das Stift Kremsmünster gegründet wurde, begannen die Mönche des Klosters im heutigen Weißkirchen Äcker und Wiesen anzulegen.

Im Jahr 1179 wird Wæizchirchen in der Lateran-Urkunde des Papstes Alexander III. für das Stift Kremsmünster erstmals erwähnt. Der Name verweist darauf, dass in Weißkirchen schon im 12. Jahrhundert eine gemauerte, weiß gefärbelte Kirche – im Gegensatz zur damals noch verbreiteten Holzbauweise – stand. Die Pfarre Weißkirchen hatte im Mittelalter eine große Ausdehnung. Der Pfarrsprengel umfasste im 14. Jahrhundert die heutigen Pfarren Allhaming, Eggendorf, Weißkirchen, Pucking, weiters Teile von Neuhofen, Schleißheim und Sipbachzell.

Der im Jahre 1594 abgebrannte Pfarrhof wurde wieder erbaut und in weiterer Folge vergrößert und bedeutend verschönert. Der Weißkirchner Pfarrhof ist nicht nur wegen seiner Schönheit erwähnenswert, sondern auch wegen bedeutender historischer Ereignisse. Am 1. Mai 1809 kam der spätere Feldmarschall Radetzky durch Weißkirchen und übernachtete im Pfarrhof, wo eine Marmortafel an dieses Ereignis erinnert. Tags darauf zog Kaiser Napoleon mit seinen Truppen durch Weißkirchen und man reichte ihm im Pfarrhof ein Glas Wasser. Das Glas, aus dem Napoleon trank, ist bis heute im Pfarrhof aufbewahrt.

Im Jahr 1857 brach ein Großbrand im heutigen Gasthaus Binder aus und vernichtete neun Häuser.

1883 Trennt sich die Gemeinde Weißkirchen von der Pfarre Pucking. Pucking wird eine eigenständige Gemeinde.

1889 Gründung des ,,Vorschußkassenvereines der Gemeinden Eggendorf und Weißkirchen" nach dem Prinzip Raiffeisens, gilt als Gründungsjahr der Raiffeisenbank Weißkirchen, welche somit eine der ältesten des Landes ist.

1893 die Ortschaft Eggendorf wird eigenständige Gemeinde.

Im Jahre 1901 erhielt Weißkirchen einen Gendarmerieposten (alt: Weißkirchen 50, Untere Dorfstraße 5, das Gebäude nicht mehr bestehend), der am 31. Dezember 1962 aufgelassen wurde.

Nach dem Anschluss Österreichs 1938 an Hitler-Deutschland, gehörte der Ort zum Gau Oberdonau. Rund 100 KZ-Häftlinge starben bei Todesmärschen durch Weißkirchen in den letzten Kriegstagen. Eine Gedenkstätte in der Bergerner Au in der Nähe des Weigl-Gutes erinnert daran.

Nach 1945 erfolgte die Wiederherstellung des Bundeslandes Oberösterreich.

1952 Wiedererrichtung der Traunbrücke, die im Jahr 1945 gesprengt wurde.
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