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Kategorie => Bild des Tages => Länder & Reise & Urlaub & Fotos => Main => Thema gestartet von: PhilippHuber am 09. Februar 2026, 14:18:39

Title: 🏞  Main - Mainleus
Beitrag von: PhilippHuber am 09. Februar 2026, 14:18:39
🏞  Main - Mainleus

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Schloss Wernstein
Bild 2: Kirche von Veitlahm

Foto's 📸:
Wikimedia (https://de.wikipedia.org/) | Creative-Commons (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0/deed.de)

Mainleus (https://de.wikipedia.org/wiki/Mainleus) (oberfränkisch: Maleus) ist ein Markt im oberfränkischen Landkreis Kulmbach in Bayern.

Mainleus liegt direkt am Main, der südlich am Ort vorbeifließt. Es ist ca. einen Kilometer vom Zusammenfluss der beiden Quellflüsse Weißer und Roter Main bei Steinenhausen (♁50° 5′ N, 11° 24′ O) entfernt. Die Bahnstrecke Bamberg–Hof teilt den Ort. Südlich davon liegt der Altort, nördlich ein Gewerbegebiet, an das sich im Osten und Westen Wohnsiedlungen anschließen.

Der Ort wurde 1333 als ,,Leubs" erstmals urkundlich erwähnt, 1398 erstmals als ,,Meynleubs" zur Unterscheidung von dem in der Nähe gelegenen Kirchleus. Der Ortsname leitet sich von dem slawischen Personennamen Ljuboslav ab. Daraus lässt sich schließen, dass die ersten Siedler Slawen waren (siehe auch Slawische Siedlungsnamen in Nordostbayern).

Die Flößerei über den Main hatte im 19. Jahrhundert ihre Blütezeit. Als Teil des seit 1792 preußischen Fürstentums Bayreuth lag Mainleus ab 1500 im Fränkischen Reichskreis. Es fiel im Frieden von Tilsit 1807 an Frankreich, das es 1810 Bayern überließ.

Im Jahre 1908 richtete die Kulmbacher Spinnerei eine Zweigniederlassung in Mainleus ein. Bereits 1912 wurde diese erweitert. Durch den Zuzug von weiteren Arbeitern wurde der Wohnraum knapp. Die Kulmbacher Spinnerei unter der damaligen Leitung von Geheimrat Fritz Hornschuch begann mit dem Bau einer etwa drei Hektar großen Wohnkolonie für die Arbeiter, die Hornschuchshausen genannt wird. Bis zum Beginn des Zweiten Weltkrieges wurden 51 Häuser für etwa 300 Bewohner errichtet. Das Ensemble ist noch bewohnt.

Die Luftangriffe am Ende des Zweiten Weltkrieges richteten sich in erster Linie gegen die sogenannte kriegsentscheidende Industrie, zu der auch die Kugellagerindustrie in Schweinfurt gehörte. Man verlegte diese Industrie in relativ sichere Gegenden. Deshalb wurde eine Fabrik der Vereinigten Kugellager-Fabriken Schweinfurt im Jahr 1943 unter der Bezeichnung ,,Ostwerk" im Spinnereigebäude Mainleus untergebracht. Im Jahr 1943 erbaute das Ostwerk für die Zwangsarbeiter sechs Baracken mit verschiedenen Wohnungseinheiten.
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Burg Wernstein

Die Burg Wernstein (https://de.wikipedia.org/wiki/Burg_Wernstein_(Oberfranken)) liegt am westlichen Rand des gleichnamigen Gemeindeteils des Marktes Mainleus im Landkreis Kulmbach. Sie zählt zu den schönsten Burganlagen in Oberfranken und ist seit über 600 Jahren im Besitz der Familie von Künsberg.

Die Burg Wernstein wurde, wie sich aus dem Landbuch der Herrschaft Plassenberg von 1398 entnehmen lässt, zwischen 1362 und 1376 an Stelle einer zerstörten Vorgängeranlage errichtet. Als Heinrich von Künsberg zu Berneck am 12. Januar 1376 die in der Pfarrei Schwarzach gelegene Kapelle in Veitlahm als Pfarrei dotierte, traf er die Bestimmung, dass der dortige Geistliche wöchentlich ein oder zwei Messen ,,zu dem Wernstein" lesen sollte. Damit wurde die Burg Wernstein erstmals urkundlich erwähnt. Sie befindet sich seither im ununterbrochenen Besitz der Familie von Künsberg. Die Burg war Lehen der Burggrafen von Nürnberg. Vom 20. Januar 1395 datiert der erste erhaltene Lehenbrief durch den Burggraf Johann III. ,,Wernstein die vesten und den hag" an Ulrich von Künsberg verlieh. Hans Friedrich von Künsberg war mit Ursula, einer Erbtochter von Georg, dem letzten Förtsch von Thurnau, verheiratet. Als sein Schwiegervater 1564 in Peesten starb, wurde Hans Friedrich zu einem der Nutznießer des Förtsch'schen Erbes. Der reiche Besitzzuwachs war es wohl, der Hans Friedrich von Künsberg dazu veranlasste, sich ab 1567 durch die Umgestaltung seines Stammsitzes Wernstein in ein prachtvolles Renaissance-Schloss eine standesgemäße Residenz zu schaffen. Nach seinem frühen Tod 1571 heiratete die Witwe Ursula Georg von Künsberg zu Schnabelwaid, der die Umbauarbeiten fortsetzte. Im Dreißigjährigen Krieg besetzte der schwedische Obrist von Rosen Schloss Wernstein. 1644 berichtete Hans Heinrich von Künsberg, dass das Schloss mit Ringmauern, äußeren und inneren Höfen, Saal, Bräuhaus und Küche ,,bei vergangenen Kriegswesen auf das äußerste ruinieret" worden sei. Die Beseitigung dieser Kriegsschäden ließ jedoch nicht lange auf sich warten.
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