Bundeskanzler Olaf Scholz vergleicht Irans Atomwaffe mit Pfefferspray:
Die Mullahs dürfen sie besitzen, aber nicht benutzen
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Die Diplomatie hat mit dem Recht gemeinsam, dass es auf jedes Wort ankommt.
Ein falscher Zungenschlag kann fatale Folgen haben, zumal in internationalen Beziehungen.
Bis auf wenige Ausnahmen – Trump, Baerbock – kennen die Beteiligten die Regeln, zumal wenn sie länger im Geschäft sind.
Man darf also hoffen, dass Olaf Scholz wusste, was er bei der Pressekonferenz mit Israels Premier Jair Lapid sagte: «Es muss verhindert werden, dass der Iran Atomwaffen einsetzen kann.»
Klingt auf den ersten Blick harmlos, war aber in den Ohren seines Gastes eine Ungeheuerlichkeit. Denn es bedeutet, dass Berlin den Mullahs den Besitz einer Atombombe zugesteht. Nur zünden dürfen sie sie nicht.
Hat der studierte Jurist Scholz eine Anleihe beim deutschen Recht gemacht? Hier gilt, dass Frauen Pfefferspray in der Handtasche haben, es aber nicht anwenden dürfen.
Gut, Pfefferspray ist nicht so zerstörerisch wie eine Nuklearwaffe. Aber die Analogie passt.
Es gibt freilich noch die Möglichkeit, dass Scholz nicht wusste, was er sagte. Was die Sache aber nicht wirklich besser macht.
Quelle: Die Weltwoche (https://weltwoche.ch)