🏞 Rába/Raab – Kotenburg/Sárvár
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📸 Schloss Nádasdy in Sárvár
📸 2: Schloss Nádasdy in Sárvár
Foto's 📸
Wikimedia (https://de.wikipedia.org/)|Creative-Commons (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0/deed.de)
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Sárvár (https://hu.wikipedia.org/wiki/S%C3%A1rv%C3%A1r) [ˈʃaːrvaːr] (deutsch:
Kotenburg (https://de.wikipedia.org/wiki/S%C3%A1rv%C3%A1r) bzw. Rotenturm an der Raab; slowenisch Mala Sela) ist eine Stadt in Ungarn und anerkannter Kurort. Sie liegt zwischen Sopron (Ödenburg) und dem Plattensee im Komitat Vas. Die Stadt hat etwa 15.000 Einwohner und ist als Kreisstadt ein Verwaltungszentrum. 2016 wurde Sárvár der Ehrentitel ,,Reformationsstadt Europas" durch die Gemeinschaft Evangelischer Kirchen in Europa verliehen.
Die westungarische Stadt war im Spätmittelalter bedeutend. Sie weist eine der wenigen ungarischen Wasserburgen auf. Der Stadtname, der sich mit ,,Schlammburg" übertragen ließe, könnte dafür sprechen, dass die Festungsanlage die Keimzelle der Stadt war und sich ursprünglich in einer Sumpf- und Moorlandschaft am Zusammenfluss der Güns und der Raab befand. Ebenso plausibel wäre allerdings die Übersetzung von Sárvár als ,,Lehmburg". Der Typ der Lehmburg mit Palisaden auf einem Erdwall war zumindest im frühmittelalterlichen Königreich Ungarn gebräuchlich.
In der Renaissance war die Stadt das Zentrum der ungarischen Reformation und wurde daher auch das ,,ungarische Wittenberg" genannt. Hier wurde die Grammatica Hungarolatina des Melanchthon-Schülers und Humanisten János Sylvester (Sárvár 1539), das erste gedruckte ungarischsprachige Buch, sowie seine ungarische Übersetzung des Neuen Testaments (Sárvár 1541) gedruckt. Zudem wirkte hier Mátyás Bíró Dévai, der bedeutendste ungarische Reformator und Verfasser des ersten ungarischen Katechismus (Sárvár 1538).
Das kastellartige ehemalige Wasserschloss
Nádasdy (https://de.wikipedia.org/wiki/Schloss_N%C3%A1dasdy) wurde in der Renaissance um 1560 anstelle einer älteren Anlage errichtet und später barock umgebaut. Zu Beginn des 17. Jahrhunderts lebte hier Elisabeth Báthory. Im Prunksaal der Anlage sind auf Bildern des Wiener Malers Hans Rudolf Müller von 1653 die siegreichen Schlachten ihres Gatten Ferenc Nádasdy, des ,,Schwarzen Ritters", gegen die Türken dargestellt. Die letzten Besitzer der Burg waren die bayerischen Wittelsbacher.
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