💥 Das europäische Asylsystem liegt am Boden. Das demonstriert unfreiwillig die deutsche Kritik an der Schweiz
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Die Schweiz ist bekanntlich ein Binnenland. Wer hierherkommen will, reist via einen Nachbarstaat ein oder benutzt das Flugzeug.
Deutschland-Politiker kritisieren die Eidgenossenschaft. Sie würde Migranten durchwinken. Ein Asylverfahren müsse laut Dublin-Abkommen im Land durchgeführt werden, in das ein Schutzsuchender nachweislich zuerst einreise, monieren sie.
Doch besagte Personen kommen aus Österreich. Vorher durchquerten sie bereits ein osteuropäisches Land. Es hätte also bereits mehrere Gelegenheiten gegeben, sie ins Flüchtlingssystem aufzunehmen. Nur hatten diese Staaten kein Interesse daran. Sie waren froh, dass die vornehmlich jungen Männer weiterziehen.
Das Dümmste, was Volksvertreter machen können, ist, mit den Fingern aufeinander zu zeigen. Statt Schuldzuweisungen brauchte es das Eingeständnis, dass das Flüchtlingssystem in Europa in der heutigen Form gescheitert ist. Die erste Sofortmassnahme wäre, die Grenzen der Schengen-Staaten wirksam zu schützen.
Sicher ist: Würden das Dublin-Abkommen und die Versprechungen von Schengen konsequent angewandt und erfüllt, würde die Flüchtlingssituation in der Schweiz anders aussehen, als sie sich heute präsentiert.
Quelle: Die Weltwoche (https://weltwoche.ch)