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🕊 Hand in Hand für den Frieden & Ger... von Hamzah

Ich wünsche allen Österreichern einen schönen Nationalfeiertag!

Begonnen von Steven, 26. Oktober 2022, 10:49:37

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Steven

Ich wünsche allen Österreichern einen schönen Nationalfeiertag!
Als unser Land vor so vielen Jahrzehnten im Jahre 1955 die Neutralität angenommen hat, ergab sich für unsere Nation eine hervorragende Möglichkeit auch als kleiner Staat in dieser Welt für positive Veränderung zu sorgen.
Gelebte Diplomatie, keine Seitenbekenntnis bei Kriegen und im Einsatz für den Frieden, mit diesen Schlagworten konnte sich unser Österreich in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts einen Namen machen.
Wahre Staatsmänner, die heute ihresgleichen suchen, in Kombination mit dem Verständnis der Bevölkerung welche besondere Rolle Österreich inne hat, das war die Zauberformel für die große Anerkennung in so vielen Teilen dieser Welt.

Dann kam der Beitritt in die EU, er brachte viele Vorteile aber auch viele Nachteile die bis heute gerne verschwiegen werden. Mit jedem Beitrittsjahr schuf sich die Neutralität und Souveränität unseres Landes weiter ab. Der Zenit dieses Abbaus der Sonderrolle unserer Nation findet nun gerade statt:
Beteiligung an einem Wirtschaftskrieg, indirekte Finanzierung von Waffenlieferungen, Mitgliedschaft in der EU während diese Soldaten einer Kriegspartei auf EU-Boden ausbildet und regelmäßige Rüstungs- und Kriegstransporte durch österreichisches Hoheitsgebiet unter Bewilligung der Regierung. Zudem kommen keinerlei Bemühungen für diplomatische Versuche dem Konflikt ein Ende zu bereiten und die Glaubwürdigkeit als Vermittler aufzutreten wurde bereits durch die Beteiligung an den vorher genannten Punkten verspielt.

Als sich Österreich in den letzten Jahren durch seine "Gesundheitspolitik" immer weiter von den Grundwerten unserer Gesellschaft und einer wahren Demokratie entfernt hat, habe ich mein Land kaum wiedererkannt.  Mein vorheriger Nationalstolz war angeknackst und ich wusste nicht was ich jetzt von diesem Land noch halten solle. Diskriminierung, Spaltung, Hass und Totalitarismus waren die neuen "Werte" die ich jeden Tag beobachten musste. Und nun, nach den Eskapaden der Jahre 20-22, der nächste Angriff auf unsere Art zu leben:
Der offensichtliche Verlust unserer Neutralität und das ignorieren einer riesen Chance einen Beitrag zum Frieden beizusteuern.

Auch das Bundesheer hat sich verändert. Gerade im Ende des 20. Jhd. haben sich österreichische Soldaten in vielen Krisengebieten einen Namen als Friedenshüter und Helfer beim Wiederaufbau zerstörter Gebiete gemacht. Die rot-weiß-rote Flagge war bei den Menschen vor Ort ein gern gesehenes Symbol. Die Peacekeeping-Missions Österreichs im Einsatz für den Frieden sind bis heute legendär und ich kenne viele ehrenwerte Soldaten mit astreinem moralischen Kompass die mit viel Herzblut für den Erhalt und die Sicherstellung des Friedens in diesen Krisengebieten eintraten. Heute ist das anders. Auch die Anbiederung unserer Armee an die Nato ist nicht zu übersehen. Die militärischen Verflechtungen zwischen dem neutralen Österreich und Nato-Staaten wird immer komplexer und die Stimmen für eine EU-Armee oder sogar Nato-Beitritt werden immer lauter. Schade. Als ich beim Heer diente war ich noch bereit mein Leben zum Schutze dieser Gesellschaft und unserer Werte zu geben, heute bin ich das nicht mehr und das hat viele der vorher genannten Gründe.

Was also tun an einem Nationalfeiertag eines Landes, das man kaum wiedererkennt? Stolz sein? Traurig sein? Gar wütend sein?
Ich denke dieser Feiertag kann vor allem eine Besinnung an alte Zeiten sein. Ein sich erinnern wo wir als Nation einst waren und welche Bestrebungen nun notwendig sind, um auch dort wieder hinzukommen. Nicht alles am "neuen" Österreich ist schlecht, aber es sind zu viele Punkte die weh tun, um sie zu ignorieren.
Daher ist dieser Tag für mich vor allem eines: kein Stolz sein auf die aktuelle Situation in der sich unser Land befindet, sondern ein Ehren der Werte und Handlungen der Vergangenheit und auch in erster Linie ein Motivationsmoment, um Teil einer positiven Veränderungen in der Zukunft zu sein.

Gerwin Lovrecki

~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~
Steven Rohrmooser
      Redaktion


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