Welcome to Sputnik Magazin. Please login or sign up.

04. April 2025, 21:51:27

Login with username, password and session length

Top Posters

Jake
3588 Beiträge

Bastian
2982 Beiträge

Urs
2042 Beiträge

Martin
1107 Beiträge

Sebastian
989 Beiträge

Michi
757 Beiträge

Ludwig
756 Beiträge

Armin
683 Beiträge

Recent

Mitglieder
Stats
  • Beiträge insgesamt: 25.516
  • Themen insgesamt: 18.911
  • Online today: 158
  • Online ever: 426 (18. Februar 2025, 06:09:24)
Benutzer online
  • Users: 0
  • Guests: 149
  • Total: 149
149 Gäste, 0 Benutzer

🔔 MACRON IM STRESS Verbündeter im Vatikan

Begonnen von Bastian, 27. Oktober 2022, 10:07:09

« vorheriges - nächstes »

Bastian

🔔 MACRON IM STRESS
Verbündeter im Vatikan

Frankreich: Macron will Papst einspannen. Regierung übersteht Umsturzversuch


Privataudienz bei Papst Franziskus: Frankreichs Präsident Macron (24.10.2022)

Zu Hause von Misstrauensanträgen der Opposition gegen seine Regierung bedroht, versuchte der französische Präsident - Emmanuel Macron in den vergangenen Tagen wenigstens auf internationalem Parkett als starker Mann aufzutreten. In Rom nahm er sich am Wochenende den Papst zur Seite: Der Pontifex soll, quasi auf Wunsch des Pariser Staatschefs, dabei helfen, in der Ukraine für ein vorgezogenes Ende des Krieges zu sorgen. In der Nationalversammlung entging seine Ministerpräsidentin Élisabeth Borne einen Tag später ihrem frühen Sturz nur, weil die oppositionelle bürgerliche Rechte, Les Républicains (LR), sich dem Misstrauensvotum der vereinigten Linken (NUPES) nicht anschloss. Den Antrag der NUPES stützte allerdings Marine Le Pens faschistisches Rassemblement National (RN) – eine von der Linken wortreich als ungewollter politischer Unglücksfall abqualifizierte, peinliche »Liaison«.

In der italienischen Hauptstadt war Macron am Sonnabend und Sonntag Gast der jährlichen interreligiösen Konferenz der Gemeinde Sankt Egidius. Motto der Veranstaltung: »Der Schrei nach Frieden«. Gelegenheit für den zu Hause unter Druck stehenden Präsidenten, seinen von ihm so bezeichneten »Freund«, Papst Franziskus, für eine politische Mission einzuspannen. Er habe Franziskus gebeten, ließ er im Interview mit dem Wochenblatt Le Point wissen, bei den gegnerischen Staatschefs Joseph Biden und Wladimir Putin sowie den russisch-orthodoxen Patriarchen Kyrill I. anzurufen und sie zu Friedensgesprächen an einen Tisch zu bringen. Macron: »Wir brauchen die USA am Verhandlungstisch, um einen Friedensprozess in der Ukraine zu begünstigen.«

»Joe Biden« habe, wie er wisse, »zum Papst ein wirkliches Vertrauensverhältnis«. Franziskus könne daher »Einfluss auf ihn nehmen, damit er sich wieder der Ukraine zuwendet«. Der Jesuitenschüler und praktizierende Katholik Macron brachte einen »notwendigen religiösen Dialog« ins Spiel, eine eher überraschende Idee für den Chef eines Staates, der sich seit 1905 als streng laizistische Nation versteht. Intervenieren könnten die Kirchen allerdings nur, »wenn die Ukrainer es wollen und unter von Kiew zu entscheidenden Bedingungen«. Die Orthodoxien stehen sich nicht erst seit dem Beginn des gegenwärtigen Krieges als Konkurrenten gegenüber. Ukrainische Orthodoxe hatten sich bereits 1990 von der russischen Kirche losgesagt und sich in Ukrainische Orthodoxe Kirche umgetauft. Die Möglichkeit, diese zum Teil fanatischen Religiösen zu Friedensgesprächen an einen Tisch zu bringen, dazu noch unter der brüderlichen Anleitung eines Papstes, scheint Kennern der Szene zumindest unwahrscheinlich.

Am Mittwoch nachmittag kehrte wieder die Realpolitik in den Terminkalender des Franzosen ein. Macron empfing in der ehemaligen Königsresidenz Fontainebleau den deutschen Bundeskanzler Olaf Scholz zu Gesprächen, in denen vor allem Fragen der Militarisierung der beiden Länder und Europas zur Sprache gekommen sein dürften. Seit Tagen berichten französische Medien über »Alleingänge« der Deutschen bei der Planung, Herstellung und Nutzung neuer Waffensysteme in Europa – ein Herzensanliegen Macrons – und dem »von Berlin zu verantwortenden Bruch von Vereinbarungen«, die noch während der Kanzlerschaft Angela Merkels getroffen worden seien.

Tageszeitungen wie der rechtskonservative Le Figaro, aber auch die linksliberale Le Monde nennen an erster Stelle den geplanten »Raketenschutzschild«, ein Projekt, das Scholz lieber gemeinsam mit den USA angehen wolle, als mit den Marktkonkurrenten aus Frankreich und Italien. Als Gegner und keineswegs mehr als Partner in dem mit ungeheuren Profiten lockenden Waffengeschäft hätten sich inzwischen auch Rheinmetall und Krauss-Maffei Wegmann erwiesen. Die Deutschen hätten – statt den gemeinsam geplanten französisch-deutschen Panzer zu entwickeln – ihren Leopard, »diese 63 Tonnen schwere Bestie«, wie die Satirezeitschrift Le Canard enchainé am Mittwoch höhnte, bereits in 18 Ländern losgeschlagen. Der leichtere, aber teurere französische Tank habe dagegen nur einen Kunden, Saudi-Arabien.

Quelle: junge Welt
~~~~~~~~~~~~~

Bastian Gruber
  > Redaktion | Administrator

* In diesem Sinne freuen wir uns auf Morgen -
weil's Gestern so schön war! *



Schnellantwort

Achtung: In diesem Thema wurde seit 120 Tagen nichts mehr geschrieben.
Solltest du deiner Antwort nicht sicher sein, starte ein neues Thema.

Achtung: Dieser Beitrag wird erst angezeigt, wenn er von einem Moderator genehmigt wurde.

Name:
E-Mail:
Shortcuts: mit Alt+S Beitrag schreiben oder Alt+P für Vorschau