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Winter in der Wärmehalle

Begonnen von Armin, 12. Juli 2022, 09:46:38

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Armin

Gaskrise: Zahlreiche Kommunen bereiten sich auf Notfall vor. Deutscher Städtetag ruft zum Energiepsaren auf

Deutschland blickt bange auf die nächsten Tage: Seit Montag wird kein Erdgas mehr über die Ostseepipeline Nord Stream 1 geliefert. Grund sind Wartungsarbeiten, die rechtlich vorgeschrieben sind und regelmäßig ausgeführt werden müssen. Doch führende Politiker spekulierten zuletzt, der Gashahn könne auch nach Abschluss der Arbeiten geschlossen bleiben.

Am Montag versprach die deutsche Außenministerin Annalena Baerbock (Grüne), die Bundesregierung werde im Ernstfall alles dafür tun, dass es zu keiner Spaltung der Gesellschaft kommen werde. Nach einem Treffen mit ihrem japanischen Amtskollegen Yoshimasa Hayashi in Tokio sagte sie: »Wenn wir weniger Energie haben, wenn wir weniger Wärmeversorgung haben, dann werden wir dafür sorgen, dass es gerecht zugehen wird«. Konkreter wurde sie nicht.

Die Folgen eines Lieferstopps sind absehbar: Die Gaspreise würden explodieren und viele Menschen könnten dann womöglich ihre Wohnungen nicht mehr heizen. Schon jetzt müssen viele Haushalte tiefer ins Portemonnaie greifen: Mit Mehrkosten von bis zu 2.000 Euro muss ein durchschnittlicher Haushalt rechnen, der einen jährlichen Gasverbrauch von 20.000 Kilowattstunden hat. Das erklärte Thomas Engelke, Energieexperte der Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv), gegenüber dem Münchner Merkur (Montag).

Zahlreiche Kommunen bereiten sich inzwischen auf den Notfall vor und bilden Krisenstäbe. In Rheinland-Pfalz planen Städte bereits, Orte einzurichten, in denen sich Bürger aufwärmen können. Ludwigshafen will zum Beispiel in der Friedrich-Ebert-Halle eine zentrale Aufwärmstation einrichten. Andere Städte wie Neustadt, Frankenthal und Landau bereiten ebenfalls schon »Wärmeinseln« vor, die verhindern sollen, dass arme und alte Menschen »gesundheitliche Schäden davontragen oder gar im Winter erfrieren«, heißt es auf der Internetseite inrlp.de.

Der Deutsche Städtetag hat die Kommunen dazu aufgerufen, Energie zu sparen – und die Einschränkungen dürften sich in den nächsten Monaten bemerkbar machen. Die Menschen in Deutschland »werden die Komfortzone verlassen müssen«, erklärte vergangene Woche Helmut Dedy, Hauptgeschäftsführer des Deutschen Städtetags. Um Energie zu sparen, empfahl er den Städten und Gemeinden unter anderem, nachts die Straßenbeleuchtung und die Ampeln auszuschalten, in öffentlichen Gebäuden auf warmes Wasser zu verzichten, und das Wasser in Schwimmbädern solle kälter sein.

Für Schüler könnte es ab Herbst auch weniger angenehm werden. In einem Arbeitspapier des Deutschen Städtetags, das jW vorliegt, wird empfohlen, in Schulen ebenfalls auf warmes Wasser zu verzichten und die Temperatur in den Klassenzimmern zu senken.

Damit allerdings nicht genug: Indirekte Folge der Gaskrise könnte sein, dass viele Kinder keinen Schwimmunterricht haben werden. Denn viele kommunale Betreiber von Schwimmbädern können sich schon jetzt die Energiekosten nicht mehr leisten, und es ist zu befürchten, dass deshalb zahlreiche Bäder geschlossen werden müssen. In Nürnberg ist das zum Beispiel der Fall, berichtete Business Insider am Sonntag. Über den Sommer werden dort drei Hallenbäder geschlossen, weil die Energiekosten zu hoch seien. Aus demselben Grund schließt auch die sächsische Landeshauptstadt Dresden Hallenbäder. Eine umfassende Übersicht hatte eine parlamentarische Anfrage in Baden-Württemberg ergeben. Durch die hohen Energiepreise seien etwa 45 von 197 Hallenbädern im Land in ihrer Existenz bedroht.

Quelle: junge Welt
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   Armin Scheider
      > Journalist

Die Presse muss die Freiheit haben, alles zu sagen,
damit gewisse Leute nicht die Freiheit haben, alles zu tun.


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