Herzlich Willkommen | Information statt Propaganda
ZitatHintergrund: Kriegsverbrecher unter sich
Laut der britischen Tageszeitung Guardian versucht die US-Administration, ein neues »internationales Komitee« zur Dokumentation von Menschenrechtsverletzungen im Jemen zu schaffen. Bekannt wurde dies am Vorabend eines Treffens zwischen dem US-Präsidenten Joseph Biden und dem saudischen Kronprinzen Mohammed bin Salman im Juli.
Laut Abd Al-Raschid Al-Fakih, einem vom Guardian zitierten Mitbegründer der gerade mit dem Aachener Friedenspreis ausgezeichneten jemenitischen Nichtregierungsorganisation Mwatana for Human Rights, plant das US-Außenministerium, Vertreter des »präsidialen Führungsrates« in das Gremium aufzunehmen. Dieser war im Zuge des Rücktritts des demokratisch schon seit Jahren nicht mehr legitimierten »Präsidenten« Abed Rabbo Mansur Hadi im April gegründet worden. Allerdings unterhält der demokratisch ebensowenig legitimierte Rat nicht nur äußerst enge Verbindungen nach Riad – seinen Vorsitz hat Raschad Al-Alimi, ehemals Berater des als Marionette des saudischen Königshauses geltenden Hadi, inne. Ihm gehören auch Aidarus Al-Subaidi, Vorsitzender des separatistischen Südübergangsrats, der eng mit von den Vereinigten Arabischen Emiraten unterstützten Milizen verbandelt ist, und Abdullah Al-Alimi von der muslimbrudernahen Islah-Partei an. Fakih hält das geplante Gremium nicht nur für zu schwach, sondern auch für parteiisch.
Ersetzen soll es eine 2017 von den Vereinten Nationen eingesetzte Expertenkommission für den Jemen, deren Mandat der UN-Menschenrechtsrat im vergangenen Herbst auf Betreiben Saudi-Arabiens nicht verlängert hat.
Seite erstellt in 0.197 Sekunden mit 29 Abfragen.