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🕊 Hand in Hand für den Frieden & Ger... von Hamzah

🟥⬜🟥  Österreich > Geschichte > Ur- und Frühgeschichte

Begonnen von Ferdinand, 13. August 2025, 14:14:27

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Ferdinand

🟥⬜🟥  Österreich > Geschichte > Ur- und Frühgeschichte


Venus von Willendorf, der wahrscheinlich bekannteste paläolithische Fund aus Österreich

Die Urgeschichte Österreichs reicht vom ersten Nachweis der Anwesenheit von Menschen auf österreichischem Boden bis zum Einsetzen der durch Schriftquellen belegbaren Geschichte, also bis zur Eroberung durch das Römische Reich. Dies umfasst etwa einen Zeitraum von vor 300.000 Jahren bis um Christi Geburt. Auch auf Grund der geographischen Besonderheiten war Österreich nicht zu allen Epochen gleichmäßig dicht besiedelt und einheitlich kulturell geprägt.

Während der Eiszeiten war der Alpenraum vergletschert und primär eisfreie Gebiete wurden vom Menschen begangen. Die ältesten Spuren von Menschen von vor 300.000 Jahren stammen aus der Repolusthöhle in der Steiermark. Etwa 70.000 Jahre alte Spuren des Neandertalers sind aus der Gudenushöhle (unter Burg Hartenstein) im nordwestlichen Niederösterreich bekannt. Über 50 % der bisherigen altsteinzeitlichen Funde stammen aus den zumeist jungpaläolithischen Freilandstationen Niederösterreichs.

Neben den zahlreichen Spuren der jungpaläolithischen Steingeräteherstellung (u. a. Silex, Bergkristall) sind in Grub bei Stillfried und Stratzing (Niederösterreich) auch seltene Nachweise von zeltartigen Behausungen gelungen. Besonderheiten sind Kunstwerke aus dieser Zeit. Die 1988 entdeckte Statuette aus der Aurignacien-Station von Stratzing/Krems-Rehberg (Tanzende Fanny) ist eine 7,2 cm große Reliefplastik aus grünlichem Amphibolit-Schiefer. Sie ist rund 32.000 Jahre alt und fügt sich nicht in das gängige Bild fettleibiger Frauen dieser Epoche ein, wie die aus Oolith gefertigte und ehemals rot bemalte Venus von Willendorf (ca. 27.000 Jahre alt, 11 cm hoch).

Menschliche Skelettreste aus der Altsteinzeit sind sehr selten. Sie sind in Österreich erst für das Jungpaläolithikum, der Zeit des ,,Jetztmenschen" Homo sapiens nachgewiesen. Im 19. Jahrhundert wurde in Spitz/Mießlingtal und am Krems/Hundsteig Menschenknochen gefunden, die aber aus Aberglaube und Unkenntnis zerstört wurden. Weitere spärliche Relikte stammen aus Willendorf, Aggsbach und Schletz. Im Herbst 2005 wurde bei Ausgrabung der Gravettien-Station Krems-Wachtberg eine 27.000 Jahre alte Säuglings-Doppelbestattung entdeckt. Die Kleinkinder waren mit Rötel unter einem Mammutschulterblatt gemeinsam und in gleicher Haltung bestattet worden. Eine Kette mit tropfenförmigen Elfenbeinperlen gehörte zur Grabausstattung. Die älteste Epoche der menschlichen Geschichte endet in Österreich vor rund 10.000 Jahren.

Fundplätze des Mesolithikums sind bisher wenige bekannt. Im Bodensee-Rheintal wurden mesolithisch genutzte Abris untersucht. Aufsammlungen zeigen, dass auch mit hochgelegenen Fundstellen in Nordtirol (Loaser Sattel, Schwaz), Tuxer Joch (Hintertux) zu rechnen ist. Zu den frühmesolithischen Fundstellen gehören u. a. Salzburg-Maxglan, Kamegg, Limberg und Bisamberg (Niederösterreich). In Elsbethen bei Salzburg wurde bei der Untersuchung eines Abris eine Kinderbestattung aus dem Spätmesolithikum entdeckt. Ebenfalls an die Schwelle zur frühen Jungsteinzeit sind die Fundstellen Krinnenbalme und Rheinbalme bei Koblach (Vorarlberg), Neusiedl am See (Burgenland) und Mühlfeld (Niederösterreich) zu datieren.

Während der Jungsteinzeit wurden vorrangig diejenigen Regionen Österreichs besiedelt, in denen die Bodenbearbeitung möglich war. Fundstätten der ersten mitteleuropäischen bäuerlichen Kultur, der Linearbandkeramik, wurden vor allem in Niederösterreich (Brunn am Gebirge) und im Burgenland nachgewiesen, eine kleinere Häufung von Fundorten tritt allerdings in Oberösterreich auf. Nördlich von Wien ballen sie sich entlang der Flüsse Kamp, Pulkau und Zaya sowie an Schmida und Göllers, südlich davon an Leitha und Triesting. Westlich von Wien und südlich der Donau findet sich eine Verdichtung an Traisen und Pielach. In Oberösterreich wurden bisher erheblich weniger Stätten ausgegraben, jedoch fanden sich Hinweise auf das Frühneolithikum in Leonding und Rutzing. Die Konzentration um den Linzer Zentralraum bestand bis in das Spätneolithikum. Westlich von Linz findet man erst in Niederbayern Dorfreste der Linearbandkeramiker. Dabei stammen die ältesten von ihnen aus dem 6. Jahrtausend v. Chr. Diese ältere Phase I, auch ältestes und älteres Neolithikum genannt heißt hier auch Vornotenkopf, während die Phase II, das jüngere Neolithikum als Notenkopf bezeichnet wird. In den inneralpinen Gebieten stehen solche Nachweise noch aus. Deutlich stärker sind in dieser Zeit die Einflüsse aus dem Osten (Starčevo-Kultur), doch erwies sich am Fundort Brunn am Gebirge, dass die Linearbandkeramik auch von starken lokalen Einflüssen geprägt wurde. Ähnliches gilt für die Spätphase (Asparn an der Zaya).

Neben unbefestigten Siedlungen sind auch mit bis zu dreifachen Grabensystemen befestigte Plätze (Kreisgrabenanlagen) in Niederösterreich (u. a. Friebritz, Porrau, Puch und Kleedorf, Velm) mehrfach nachgewiesen.

Der älteste Bergbau datiert in den mittleren Abschnitt der Jungsteinzeit. Auf der Antonshöhe in Mauer im 23. Wiener Gemeindebezirk, am Flohberg und am Roten Berg im 13. Wiener Gemeindebezirk wurde Radiolarit im Tagebau und Untertagebau gewonnen.

Im Graben, der die Siedlung von Schletz (Niederösterreich) umgab, fanden sich zahlreiche Tote. Das Altersspektrum der Toten, deren Verletzungen durch Schuhleistenkeile und die Tatsache, dass eine reguläre Bestattung der Leichen ausblieb – die Skelette wiesen Verbissspuren von Aasfressern auf – weisen auf einen kriegerischen Überfall oder auf einen Opferkult hin. Nach diesen Ereignissen am Ende der Bandkeramik scheint die Siedlung aufgelassen worden zu sein.

Im 5. Jahrtausend wird der Westen Österreichs von der Rössener Kultur neolithisiert. Weiter im Osten wird während der Bemaltkeramik/Lengyel-Kultur die Siedlungstätigkeit bis in die Becken- und Tallandschaften der Steiermark, Kärntens und Salzburgs ausgeweitet. Kärnten weist zudem oberitalische Einflüsse auf. Namensgebend für diesen mittleren Zeitabschnitt der Jungsteinzeit ist die Sitte, Keramiken mit dekorativen, geometrischen Mustern (z. B. Hakenmäander) zu bemalen, in der älteren Phase gelb-schwarz-rot, in der jüngeren weiß-rot. Das breite Gefäßspektrum wird durch hohe Fußschüsseln, kleine würfelförmige Gefäße, Deckel und Griffe in Tier- und Menschengestalt besonders auffällig.

Frauenfiguren aus gebranntem Ton – das Aufkommen ist gegenüber den altsteinzeitlichen Frauendarstellungen sehr häufig – werden mit breiten Hüften, waagrecht abstehenden Stummelarmen, zierlichen Brüsten und kleinen Köpfen dargestellt. Ritzungen und/oder Bemalungen deuten Bekleidung und Schmuck an.

Kupferzeitliche Erzsucher dürften bei der Erschließung der inneralpinen Gebiete von Anfang an (Epi-Lengyel-Horizont) eine Rolle gespielt haben. Die ältesten Artefakte aus Kupfer dürften aus dem Karpatenbecken nach Österreich verhandelt worden sein. Kleine Perlen aus einem Kindergrab bei Bisamberg sowie der Depotfund von Stollhof (Niederösterreich) gehören zu den wenigen Metallfunden dieser Zeit. Der Osten und Südosten Österreichs wird vom Balkan und aus dem Karpatenbecken beeinflusst, der Westen profitiert von den Michelsberger Kultur und Pfyner Kultur. Während der Kupferzeit (3900 - 2300/2200 v. Chr.) formen sich die inneralpine Mondseekultur mit ihren Pfahlbauten und Seeuferrandsiedlungen sowie die pannonisch-karpatenländische Badener Kultur (3300–2900 v. Chr.) mit Höhensiedlungen. Der Fund eines zu Lebzeiten des Mannes erfolgreich verlaufenen Schabtrepanation (Schädelöffnungen) stammt aus Zillingtal (Burgenland) und gehört der Badener Kultur an. Gusslöffel in Befunden der Mondseekultur sprechen für den Anteil der Pfahlbaukulturen an der Lagerstättenprospektion, Kupferverarbeitung und Transport über Wasserrouten sowie den Alpenhauptkamm. Die Klimaverschlechterung und der damit verbundene Anstieg des Wasserspiegels im Laufe der späten Kupferzeit dürfte zur Aufgabe der Seeuferrandsiedlungen geführt haben. Die von Nordosteuropa, Polen, Deutschland, Böhmen, Mähren bis Österreich verbreitete Kultur der Schnurkeramik (2900 - 2300/2200 v. Chr.) steht mit der Glockenbecherkultur bereits an der Schwelle zur Frühbronzezeit. Die typischen glockenförmigen, zonal verzierten Gefäße dieser Zeit sowie steinernen oder knöchernen Armschutzplatten für Bogenschützen sind auch in Österreich (u. a. Laa an der Thaya) mehrfach gefunden worden.

Die kulturelle Vielfalt der bronzezeitlichen Gruppen wird auch durch die geografischen Möglichkeiten von umliegenden kulturellen Einflüssen bestimmt. Die Kulturgruppen werden zumeist durch ihre Keramikprodukte – meist Tassenformen – definiert.

[...]


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