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  • ✨ 12. Februar: Bild, Santiago de Chile, Kalenderblatt, Mondkalender, Bauernregel 10 0 10 10

✨ 12. Februar: Bild, Santiago de Chile, Kalenderblatt, Mondkalender, Bauernregel

Begonnen von ThiagoPeralta, 12. Februar 2025, 07:02:06

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ThiagoPeralta

✨ 12. Februar: Bild, Santiago de Chile, Kalenderblatt, Mondkalender, Bauernregeln, Heilige, Sagen

Bild des Tages: Santiago del Nuevo Extremo  Santiago de Chile


Santiago del Nuevo Extremo | Santiago de Chile
Bild 2: Santiago de Chile bei Nacht

Santiago de Chile, offiziell und kurz Santiago [español:  Santiago de Chile; boarisch: Santiago de Chile] ist die Hauptstadt und Primatstadt von Chile.

Das Stadtgebiet ist Teil der Hauptstadtregion (Región Metropolitana), die neben der Provinz Santiago weitere fünf Provinzen umfasst. Im städtischen Siedlungsgebiet (área urbana) leben 5 220 161 Menschen, in der gesamten Región Metropolitana sind es 7 112 808 (Stand 2017). Damit leben etwa 44 Prozent aller Chilenen in der Hauptstadt oder in ihrer direkten Umgebung.

Santiago heißt eigentlich nur die Gemeinde, die das Stadtzentrum und das Regierungsviertel umfasst. Hier leben 404 495 Menschen (Volkszählung 2017). Die Agglomeration Santiago umfasst hingegen sogar Städte und Gemeinden anderer Provinzen, wie Puente Alto oder San Bernardo.

Die Stadt ist das unbestrittene politische Zentrum Chiles, auch wenn das chilenische Parlament, der Congreso Nacional (Nationalkongress), in Valparaíso tagt. Santiago ist ein wichtiger Verkehrsknotenpunkt sowie das bedeutendste Wirtschafts- und Kulturzentrum von Chile mit zahlreichen Universitäten, Hochschulen, Museen und Baudenkmälern. Die bedeutendsten Unternehmen Chiles haben ihren Sitz in Santiago, ebenso viele ausländische Dependancen. Die Hauptstadt ist auch das Medienzentrum des Landes.

Seit 1561 ist Santiago auch Sitz eines römisch-katholischen Bistums, das 1840 zum Erzbistum Santiago de Chile erhoben wurde. Bischofskirche ist die Metropolitankathedrale von Santiago de Chile.

Santiago liegt in einem Talkessel am Río Mapocho. Dieser Talkessel bildet den nördlichen Abschluss des großen chilenischen Längstals, das meridional zwischen der Küstenkordillere im Westen und den Anden im Osten verläuft und weiter südlich, bei Puerto Montt, in das Meer abtaucht und die Meeresstraßen zwischen dem Festland und den vorgelagerten Inseln (unter anderem Chiloé, Chonos-Archipel) bildet. Die Stadt wird im Norden vom Aconcagua-Tal, im Süden vom Rancagua-Becken und seitlich von der Anden- und Küstenkordillere begrenzt.

Der Río Mapocho entspringt nordöstlich von Santiago in den Anden. Nach rund 50 Kilometer fließt der Fluss durch die Hauptstadt Chiles. Innerhalb Santiagos nimmt die Wasserqualität stark ab. Über Peñaflor fließt der Fluss nach El Monte, wo er dann in den Río Maipo mündet. Vom Fluss gehen eine große Anzahl Kanäle aus, die bekanntesten sind der Maipo-Kanal und der San Carlos-Kanal.

Das Stadtgebiet (areá urbana) hat eine Fläche von 641,4 Quadratkilometer. Davon gehören 22,4 Quadratkilometer zur Gemeinde Santiago. Die Metropolregion Santiago (Región Metropolitana) hat eine Fläche von 15 103,2 Quadratkilometer. Die Ebene der Hauptstadtregion ist von Weizen-, Wein- und Obstkulturen überzogen. Die Kessellage in Verbindung mit Auto- und Industrieabgasen führt im Winter häufig zu Smog, der oft so dicht ist, dass von den westlichen Stadtteilen aus die Bergkette nicht mehr zu erkennen ist, die direkt an das Stadtgebiet grenzt.

Am 13. Dezember 1540 erreichte der spanische Konquistador Pedro de Valdivia mit 170 Soldaten, davon die meisten zu Pferde, über den Inka-Pfad, wo heute die Straßen Independencia und Bandera liegen, den Río Mapocho und das inkaische Verwaltungszentrum ,,Tambo Grande", das an der Stelle der heutigen Plaza de Armas erbaut war. Nach einer kurzen Überquerung des Mapocho wurden die Verwaltungsgebäude besetzt, um die Kontrolle über die Gegend zu erhalten.

Die durch Kuriere des Inka-Herrschers Manco Cápac II. vorgewarnte indigene Bevölkerung hatte ihre Lebensmittel versteckt und zeigte sich feindselig gegenüber den Besatzern. Zudem war den spanischen Invasoren schon bei der Ankunft der Proviant ausgegangen, und unter Hunger leidend brauchten sie noch 20 Tage, bis es Pedro de Valdivia mit Geschick gelang, die Bevölkerung zu Verhandlungen und Kooperation zu nötigen.

Santiago wurde dann am 12. Februar 1541 von Pedro de Valdivia unter dem Namen ,,Santiago del Nuevo Extremo" gegründet. Der Name sollte an die spanische Wallfahrtsstadt Santiago de Compostela erinnern. Im selben Akt wurde die Umgebung zur Provinz ,,Nueva Extremadura" erhoben. Die Zeremonie fand auf dem Hügel Cerro Santa Lucía (von den Picunche-Ureinwohnern ,,Huelén" genannt) statt, der heute ein Park am Rande des historischen Zentrums ist. Valdivia wählte den Ort, weil der Río Mapocho hier eine größere Insel bildete. Diese Lage war günstig, um die Stadt gegen die Angriffe der Mapuche zu verteidigen. Der Grundriss der neuen Stadt bestand aus geradlinigen Straßen von 12 Varas (14,35 m) Breite, die in gleichmäßigen Abständen von 138 Varas (165,08 m) oder rechtwinklig zueinander angeordnet waren. Mit neun Straßen in Ost-West-Richtung und 15 in Nord-Süd-Richtung wurden 126 Blöcke gebildet, die sogenannten ,,Manzanas" oder, wenn quadratisch zugeschnitten, auch ,,Cuadras" genannt. Eine Cuadra wurde als Plaza Mayor vorgesehen und die übrigen wurden unter den Konquistadoren aufgeteilt.
[...]

Kalenderblatt:

  • Valentin Ernst Löscher
    († 12. Februar 1749 in Dresden)
  • Friedrich Schleiermacher
    († 12. Februar 1834 in Berlin)
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  • Fest der drei Hierarchen
    (Basilios des Großen, Johannes Chrysostomus und Gregor des Theologen)
    (julianisches Datum: 30. Januar 2025)
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  • Kalenderwoche: 7 / 2025
  • Tag im Jahr: 43 von 365
  • Verbleibende Tage: 322
  • Schaltjahr: nein
  • Tierkreiszeichen: Wassermann
  • Element: Luft
  • Meteorologisch: Winter


Ereignisse

  • Politik und Weltgeschehen
  • 881: Der ostfränkische König Karl der Dicke wird von Papst Johannes VIII. zum römischen Kaiser gekrönt.
  • 1541: Der spanische Konquistador Pedro de Valdivia gründet mit Santiago del Nuevo Extremo, dem heutigen Santiago de Chile, die erste Stadt auf chilenischem Boden.
  • 1742: Der Wittelsbacher Karl Albrecht von Bayern wird während des Österreichischen Erbfolgekrieges als Karl VII. zum römisch-deutschen Kaiser gekrönt.
  • 1938: Bei einem Treffen auf dem Obersalzberg in Berchtesgaden zwingt der deutsche Reichskanzler Adolf Hitler dem österreichischen Kanzler Kurt Schuschnigg das Berchtesgadener Abkommen auf, wonach dieser den Nationalsozialisten Arthur Seyß-Inquart als Innen- und Sicherheitsminister in sein Kabinett aufnehmen muss. Es handelt sich um den ersten Schritt zum Ende des Austrofaschismus und dem Anschluss Österreichs an das Deutsche Reich.

  • Wirtschaft
  • 1851: Edward Hammond Hargraves findet im australischen Fluss Summer Hills Creek in New South Wales Gold. Die Nachricht löst einen Goldrausch aus.
  • 1884: Lewis Edson Waterman erhält das US-Patent Nummer 293545 auf den von ihm erfundenen Füllfederhalter.
  • 1950: Im britischen Torquay wird die Europäische Rundfunkunion gegründet.

  • Wissenschaft und Technik
  • 1784: Urs Jakob Tschan führt den ersten Schweizer unbemannten Heißluftballonflug in Solothurn durch.
  • 1903: Das im Packeis eingeschlossene Expeditionsschiff Antarctic des schwedischen Polarforschers Otto Nordenskjöld sinkt im Weddell-Meer. Die gesamte Besatzung erreicht nach sechzehn Tagen die Paulet-Insel, von wo sie zehn Monate später gerettet wird.
  • 1961: Die Sowjetunion schickt die Raumsonde Venera 1 auf die Reise zur Venus. Nach einer Woche geht der Funkkontakt zu ihr verloren.

  • Kultur
  • 1797: Die Kaiserhymne von Joseph Haydn wird mit dem Text von Lorenz Leopold Haschka anlässlich des Geburtstags von Kaiser Franz II. in allen Wiener Theatern aufgeführt, im Burgtheater in Anwesenheit des Kaisers selbst. Die Volkshymne ist ein bewusster Gegenentwurf zur französischen revolutionären Marseillaise.
  • 1978: In Teheran wird das Iranische Teppichmuseum eröffnet.
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  • Katastrophen
  • 1944: Bei der Versenkung des britischen Truppentransporters Khedive Ismail durch das japanische U-Boot I-27 im Indischen Ozean sterben 1297 Menschen; nur 214 Überlebende werden gerettet. I-27 wird noch am selben Tag durch den Zerstörer Petard versenkt; von der japanischen Besatzung überlebt nur ein Mitglied.
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  • Gesellschaft
  • 1267: Der päpstliche Kardinallegat Guido sichert auf Antrag von Rat und Bürgerschaft der Stadt Breslau die Schaffung der Schule bei der Kirche St. Maria Magdalena zu.
  • 1449: Siegmund, Erzherzog von Österreich und Regent von Tirol und Vorderösterreich, heiratet seine erste Gemahlin Eleonore von Schottland.
  • 1951: Der iranische Schah Mohammad Reza Pahlavi heiratet im Golestanpalast von Teheran die 18-jährige Soraya Esfandiary Bakhtiary.

  • Religion
  • 1049: Papst Leo IX. wird im Lateran gekrönt und beginnt sein Pontifikat. Er wird auf seinen ausdrücklichen Wunsch hin zuvor auch vom Volk per Akklamation bestätigt.
  • 1858: In Japan werden Fumien abgeschafft, durch deren öffentliches Betreten im Zweifel der Beweis zu führen war, dass man dem Christentum nicht anhing.
  • 1931: Radio Vatikan strahlt um 16:30 Uhr die Botschaft Qui arcano Dei consiglio von Papst Pius XI. aus und nimmt damit, zunächst versuchsweise, seinen Sendebetrieb auf.

  • Natur und Umwelt
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  • Sport
  • 1994: König Harald V. von Norwegen eröffnet die XVII. Olympischen Winterspiele in Lillehammer, wobei sein Sohn Haakon das olympische Feuer entzündet. Der Skilangläufer Vegard Ulvang spricht den olympischen Eid.
  • 2010: Die XXI. Olympischen Winterspiele in Vancouver werden durch Michaëlle Jean eröffnet. Hayley Wickenheiser spricht den olympischen Eid für die Athleten, Michel Verrault für die Kampfrichter. Das olympische Feuer wird von Wayne Gretzky, Nancy Greene, Steve Nash und Catriona LeMay Doan entzündet.
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  • Geboren
  • 1074: Konrad III., König von Deutschland und Italien1074: Konrad III., König von Deutschland und Italien
  • 1768: Franz II., letzter Kaiser des Heiligen Römischen Reiches Deutscher Nation, Kaiser von Österreich
  • 1885: Julius Streicher, deutscher Politiker und Propagandist, Eigentümer und Herausgeber des Hetzblattes Der Stürmer, Kriegsverbrecher
  • 1997: Nikita Nagorny, russischer Kunstturner


  • Gestorben
  • 901: Antonios II. Kauleas, Patriarch von Konstantinopel
  • 1559: Ottheinrich, Pfalzgraf von Pfalz-Neuburg und Kurfürst von der Pfalz
  • 1590: Heinrich XIII. von Pappenheim, erzherzoglicher Rat in Österreich sowie bayrischer Rat und Pfleger
  • 2009: Armin Baltensweiler, Verwaltungsratspräsident der Swissair


  • Losttag
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  • Brauchtum
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  • Bauernregel
  • Sankt Eulalia Sonnenschein, bringt viel Obst und guten Wein.
  • Eulalia im Sonnenschein bringt viel Äpfel und Apfelwein.
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Heilige:

Valentin Ernst Löscher

Valentin Ernst Löscher (* 29. Dezember 1673 in Sondershausen; † 12. Februar 1749 in Dresden) war ein lutherischer Superintendent und Kirchenlieddichter in Dresden.


Valentin Ernst Löscher
Valentin Ernst Löscher stammte aus einem alten evangelischen Pfarrgeschlecht, sein Vater Caspar Löscher war Superintendent in Sondershausen, später in Zwickau und Professor der Theologie in Wittenberg und Generalsuperintendent des sächsischen Kurkreises. Auch seine Mutter Cleophe Salome (* 1657 in Worms, gest. am 15. Januar 1717 in Wittenberg) war die Tochter des Stiftsuperintendenten von Merseburg (* 22. Dezember 1630 in Schleusingen; † 18. Juli 1705 in Merseburg) und dessen erster Frau (Heirat am 3. Juni 1656) Salome Höhnich. Bereits sein Urgroßvater Jodocus Löscher hatte bei Martin Luther Vorlesungen besucht und aus dessen Nachkommenschaft sind viele evangelische Theologen hervorgegangen. Valentin Ernst besuchte zuerst die Schule in Zwickau, kam 1687 an die Schule in Wittenberg und immatrikulierte sich am 13. März 1690 an der Universität Wittenberg.

Hier studierte er Philologie, Geschichte und Theologie. Als Lehrer an der philosophischen Fakultät wirkten in Philosophie Theodor Dassow, in Geschichte und Griechisch Konrad Samuel Schurzfleisch, in Ethik Christian Röhrensee, in Dialektik Christian Donati und in Rhetorik Georg Kasper Kirchmaier. Sein Hauptaugenmerk lag auf der Theologie, wozu er die theologischen Vorlesungen seines Vaters, die von Philipp Ludwig Hanneken, jene bei Johann Deutschmann und die bei Michael Walther dem Jüngeren besuchte. So vorbereitet, avancierte er am 28. April 1692 zum Magister der Philosophie. Im Anschluss setzte er seine Studien fort, hielt Privatvorlesungen und begab sich 1694 für ein Jahr an die Universität Jena.

Unter Friedemann Bechmann widmete er sich in Jena einem umfangreichen Quellenstudium und betrieb Forschungen zur Kirchengeschichte. Auch Baier und Sagittarius weckten in ihm das Interesse für die Kirchengeschichte, insbesondere für die Zeit der Reformation. Wie damals üblich unternahm er 1695 eine Bildungsreise, die ihn nach Hamburg, Amsterdam, Leiden, Franeker, Altona, Lübeck, Kopenhagen, Rostock und Berlin führte. Zurückgekehrt nach Wittenberg wurde er am 28. November 1696 als Adjunkt an der philosophischen Fakultät der Wittenberger Hochschule aufgenommen und hielt Vorlesungen, die gut besucht wurden. 1698 wurde er vom Herzog Johann Georg von Sachsen-Weißenfels für das Amt des Superintendenten von Jüterbog vorgeschlagen. In seiner Designationszeit avancierte er in Wittenberg am 16. November 1698 zum Lizentiaten der Theologie, absolvierte am 30. November seine erste Probepredigt in Jüterbog, wurde am 16. Dezember in Weißenfels ordiniert und trat am 29. Dezember 1698 das Amt des Pfarrers an der St.-Nicolai-Kirche und das des Superintendenten von Jüterbog an.

Neben seinen kirchlichen Aufgaben widmete sich Löscher in Jüterbog auch seinen wissenschaftlichen Studien. Dabei beschäftigte er sich in einigen polemischen Arbeiten mit der Geschichte der Mystik und betrieb biblische Studien. Den Erfolg seiner Studien brachte ihm am 22. April 1700 die Promotion zum Doktor der Theologie in Wittenberg unter Gottlieb Wernsdorf dem Älteren ein. Löscher, der sich in seiner literarischen Tätigkeit vor allem dem Gedanken der lutherischen Orthodoxie von der Reinhaltung der christlichen Lehre verschrieben hatte, erfuhr in der Folge der theologischen Auseinandersetzungen viele Angriffe. Trotzdem lag ihm daran, allen lutherischen Predigern gegenüber den schwärmerischen Aussagen der Pietisten das Rüstzeug an die Hand zu geben, die reine Lehre des Evangeliums zu vermitteln.

Aus jenem Zusammenhang heraus entstand 1701 sein Journal ,,Unschuldige Nachrichten von alten und neuen theologischen Sachen". Es war die erste theologische Zeitschrift. In ihr wurden im Kontext der damaligen Zeit ältere theologische Werke besprochen, wichtige Aktenstücke bekannt gemacht, neue theologische Bücher im Auszug publik gemacht und rezensiert. Als Hauptredakteur des Blattes musste er sich mancher Anfeindung von Seiten pietistischen Vertreter erwehren. Ebenso wirkte seine zweite Schrift, die ,,Edlen Andachtsfrüchte oder 68 auserlesenen Oerter der Heiligen Schrift, so von der Andacht handeln, darinnen die theologia mystica orthodoxa vorgetragen wird", welche durchaus als wichtiges theologisches Werk von ihm anzusehen ist. Für Löscher ist der orthodoxe lutherische Glaube eine Herzenstheologie, die keine Veränderungen akzeptiert, da diese der theologischen Wahrheit der Lehre widerspricht. Jegliches Widerstreben ist somit für ihn vielmehr ein Ausdruck schwärmerischen Denkens. So hatte sich Löscher mit an die Spitze der lutherischen Orthodoxie gestellt. Am 10. November 1701 erhielt Löscher vom Herzog Moritz Wilhelm von Sachsen-Merseburg einen Ruf als Superintendent nach Delitzsch, den er annahm.

In Delitzsch vertiefte er sich immer mehr in ein intensives Bibelstudium mit dem Ziel, die theologischen Wissenschaften zu beleben. Dabei verwendete er besondere Aufmerksamkeit darauf, dass die neuen Kandidaten in einem theologischen Amte speziell geschult wurden und als sittlich gereift ihr Pfarramt antraten. Auch trat er für eine Wiedereinführung der Visitationen ein. Seine Studien flossen in seine 1703 erschienene pia desideria ein. Folgend widmete sich Löscher den Einigungsversuchen in der evangelischen Kirche. So hatte man 1703 in Berlin ein Unionskollegium zwischen Lutheranern und Reformierten veranstaltet. Nachdem die Verhandlungen sehr negativ für die Seite der Lutheraner verliefen, meldete sich Löscher anonym mit der Schrift ,,Alleruntertänigste Adresse an ein großmächtiges Oberhaupt im Namen der evangelisch lutherischen Kirche, die Religionsvereinigung betreffend nebst einem Vorschlag zum gesegneten Kirchenfrieden" zu Wort.

Die anonyme Veröffentlichung verfehlte nativ nicht ihr Ziel und brachte die Parteien der Pietisten und Reformierten in Aufregung, worauf diese Entkräftigungsschriften fertigten. Daher ließ Löscher 1704 die ,,Historie der ersten Religions-motuum zwischen denen Evangelisch-Lutherischen und Reformierten, nebst christlicher Beantwortung der exception-Schrift" folgen.

Nach kurzer akademischer Tätigkeit als Professor in Wittenberg (1707–1709) wurde er als Pfarrer an die Dresdner Kreuzkirche berufen. Gleichzeitig wurde er zum Oberkonsistorialassessor und Superintendenten ernannt. 1713 trat er als eines der Gründungsmitglieder in die ,Sozietät der christlichen Liebe und Wissenschaften' ein, die unter Präsidentschaft von Samuel Steurlin stand. In Dresden, wo er bis zu seinem Tode wirkte, entfaltete er ein umfangreiches Wirken.
[...]

Friedrich Schleiermacher

Friedrich Daniel Ernst Schleiermacher (* 21. November 1768 in Breslau, Schlesien; † 12. Februar 1834 in Berlin) war ein deutscher evangelischer Theologe, Altphilologe, Philosoph, Publizist, Staatstheoretiker, Kirchenpolitiker und Pädagoge. In mehreren dieser Wirkfelder wird er zu den wichtigsten Autoren seiner Zeit, in einigen auch zu den Klassikern der Disziplin überhaupt gerechnet, Ähnliches gilt etwa für die Soziologie. Er übersetzte die Werke Platons ins Deutsche und gilt als Begründer der modernen Hermeneutik.

Friedrich Schleiermacher wuchs in einem Pfarrhaus als Sohn des reformierten Feldpredigers Gottlieb Schleiermacher (1727–1794), eines Sohnes des Zioniten Daniel Schleyermacher, und dessen Frau Maria Catharina (1736–1783), einer Tochter des Hofpredigers Timotheus Christian Stubenrauch (1693–1750), auf. Seine jüngere Halbschwester Anna Maria aus der zweiten Ehe seines Vaters wurde 1817 die zweite Frau Ernst Moritz Arndt. Schleiermacher wurde ab 1783 im Pädagogium der Herrnhuter Brüder-Unität in Niesky erzogen. Ab 1785 besuchte er ihr Theologisches Seminar in Barby, das er 1787 wieder verließ, nachdem er sich ab 1786 von der dogmatisch-positiven Form der Religiosität zu distanzieren begonnen hatte.

Nach dem äußeren Bruch mit den Herrnhutern und gegen den Willen seines Vaters studierte er anschließend an der Universität Halle Evangelische Theologie, wo er durch den Philosophen Johann August Eberhard mit der Wolffschen Philosophie in Kontakt gebracht wurde. Auch seine kontroverse Beschäftigung mit Immanuel Kant nimmt hier ihren Anfang. Von 1790 bis 1793 arbeitete er als Hauslehrer in der Familie des Grafen Friedrich Alexander zu Dohna auf Schloss Schlobitten in Ostpreußen. Seit dieser Zeit bestand eine enge Freundschaft mit dessen Sohn Alexander Graf zu Dohna-Schlobitten, später preußischer Innenminister und Staatsmann. 1794 wurde Schleiermacher Hilfsprediger in Landsberg/Warthe. Ab 1796 war er Prediger an der Charité in Berlin. In dieser Zeit verkehrte er in der von Ignaz Aurelius Feßler gegründeten ,,Mittwochgesellschaft" und im Salon von Henriette Herz. Dort lernte er Friedrich Schlegel kennen, mit dem er von Ende 1797 bis September 1799 eine gemeinsame Wohnung hatte. Eng mit den romantischen Kreisen verbunden, veröffentlichte er erste Aufsätze in der Zeitschrift Athenaeum und mit dem Versuch einer Theorie des geselligen Betragens, den Reden über die Religion (beide 1799), den Monologen (1800) und den Vertrauten Briefen über Lucinde (1801, zu dem gleichnamigen Roman Friedrich Schlegels) seine ersten selbständigen Werke (alle vier zunächst anonym).

1802 wurde Schleiermacher nach Konflikten mit einem Vorgesetzten als Hofprediger nach Stolp versetzt. Dort veröffentlichte er 1804/05 die ersten drei Bände seiner durch Schlegel angeregten fünfbändigen Übersetzung der Werke Platons, die besonders durch die Einleitungen zu den Dialogen Epoche machte. Sie prägte die Platondeutung, die ausschließlich die Dialoge in den Mittelpunkt der Platoninterpretation stellte (vgl. die Diskussion um Platons ungeschriebene Lehre). An seine Grundlinien einer Kritik der bisherigen Sittenlehre (1803) schlossen die Abhandlungen über die wissenschaftliche Behandlung des Tugendbegriffs, des Pflichtbegriffs, über den Begriff des Erlaubten, über den Unterschied zwischen Natur- und Sittengesetz und den Begriff des höchsten Gutes an. Die Bayerische Akademie der Wissenschaften ernannte ihn 1805 zum korrespondierenden auswärtigen Mitglied der philologisch-philosophischen Klasse.


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Mondkalender:

  • Vollmond
    Beleuchtete Mondscheibe: 100%
  • Vollmond: am 12.02.2025 um 14:54 Uhr
  • Letztes Viertel: am 20.02.2025 um 18:33 Uhr
  • Neumond: am 28.02.2025 um 01:45 Uhr
  • Erstes Viertel: am 05.02.2025 um 09:03 Uhr
  • Totale Mondfinsternis am 14.03.2025
  • Partielle Mondfinsternis am 28.08.2026

Sagen:

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Kelten | Germanen

  • Kelten
  • Fest- Feiertage
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  • Ostara (21. März)
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  • Germanen
  • Fest- Feiertage
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  • Funkensonntag (9. März)
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 Thiago Peralta


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