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🕊 Hand in Hand für den Frieden & Ger... von Hamzah

🏞  Inn: St. Florian am Inn

Begonnen von Martin, 10. August 2025, 09:55:19

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Topic keywords [SEO] ÖsterreichStiftKlosterInnOberösterreichInnviertelSt. Florian am Inn

Martin

🏞  Inn: St. Florian am Inn


St. Florian am Inn, OÖ
Bild 2: Stift St. Florian

St. Florian am Inn ist eine Marktgemeinde in Oberösterreich im Bezirk Schärding im Innviertel mit 3225 Einwohnern (Stand 1. Jänner 2025). Die Gemeinde liegt im Gerichtsbezirk Schärding.

St. Florian am Inn liegt auf 321 m Höhe im Innviertel. Die Ausdehnung beträgt von Nord nach Süd 8,3 km, von West nach Ost 5,3 km. Die Gesamtfläche beträgt 24,1 km². 19,1 % der Fläche sind bewaldet, 63,5 % der Fläche sind landwirtschaftlich genutzt. Im Gemeindegebiet liegt das Inn-Kraftwerk Schärding-Neuhaus der ÖBK, das im Oktober 1961 nach 3-jähriger Bauzeit in Betrieb ging.

Die Hügelgräber im Lindetwald zeugen von der vorgeschichtlichen Besiedlung des Gemeindegebietes.

Die erste urkundliche Erwähnung St. Florians erfolgte um 1150 und betrifft die Kirche und einen dazugehörigen Maierhof (heute Frankenberger). Zur Zeit der frühen Kirchenorganisation im Mittelalter war der Ort Sitz der Urpfarre St. Weihflorian. Als eigenständige Pfarre wurde St. Weihflorian erstmals 1182 bezeichnet, als sie zusammen mit der Pfarre Tettenweis dem Passauer ,,Innbruckamt" inkorporiert wurde, welches dem St. Ägidien-Spital in der Innstadt unterstand. Der Sprengel der Pfarre St. Weihflorian war sehr ausgedehnt: Er lag zwischen dem Wirkungsbereich der Urpfarre St. Severin sowie dem der Urpfarre Münsteuer und umfasste das Gebiet der heutigen Pfarren Brunnenthal, Schärding, St. Florian am Inn, Suben, St. Marienkirchen und Eggerding, dazu außerdem Anteile der heutigen Pfarren Taufkirchen, Lambrechten und Rainbach.

In der Ortschaft Teufenbach (heute verwaltungsmäßig geteilt in Ober- und Unterteufenbach) befand sich ein Wasserschloss, das 1721 auch von Michael Wening in einem Kupferstich abgebildet wurde. Reste davon sind erhalten. Die Grablege der Schlossbesitzer von Teufenbach befindet sich in der Pfarrkirche von St. Florian. Aus der ältesten Besitzerfamilie dieses Schlosses stammte Ortholf von Teufenbach, er war 1326 bis 1329 und 1335 bis 1346 Propst von Stift Reichersberg.

Bis 1779 war St. Florian unter bayerischer Landeshoheit, ehe es in jenem Jahr nach dem Frieden von Teschen zusammen mit den östlich des Inn gelegenen Gebieten des kurfürstlichen Rentamtes Burghausen, die bis dahin ,,Innbaiern" geheißen hatten, als ,,Innviertel" zu Österreich kam. Der Untere Inn, der bis dahin in erster Linie ein Handelsweg innerhalb Bayerns gewesen war, wurde damit zum Grenzfluss zwischen dem Kurfürstentum Bayern und Österreich ob der Enns. Während der Napoleonischen Kriege ab 1810 bayerisch, gehört St. Florian seit 1816 (Vertrag von München) wieder zu Oberösterreich.

Nach dem Anschluss Österreichs an das Deutsche Reich am 13. März 1938 gehörte der Ort zum Gau Oberdonau. Nach 1945 erfolgte die Wiederherstellung Oberösterreichs.

Segelflugversuche begannen nach dem Zweiten Weltkrieg schon in der Besatzungszeit ab 1953 per Gummiseilstart ,,von der Wiese beim Steinernen Bankerl".

In den Ortschaften Allerding und Gopperding betrieb die Kapsreiter-Gruppe aus Schärding große Steinbrüche, die später von der Schärdinger Granit AG übernommen wurden. Die OÖ Landesregierung hat mit Beschluss von 19. Juni 2006 die Gemeinde zum Markt erhoben.
[...]

Das barocke Stift Sankt Florian, eines der größten und bekanntesten Klöster Österreichs, befindet sich in der Marktgemeinde St. Florian nahe Linz in Oberösterreich. Die unter dem Patrozinium Mariä Himmelfahrt errichtete Stiftskirche (Patrozinium 15. August) ist Pfarrkirche und Basilica minor. Sie gehört zum Dekanat Enns-Lorch in der Diözese Linz. Die Stiftsbasilika und die Klostergebäude stehen unter Denkmalschutz.

Seit dem Jahr 1071 besteht hier eine Gemeinschaft der Augustiner-Chorherren, heute Kongregation der österreichischen Augustiner-Chorherren genannt. Die prachtvollen, nahezu unversehrt erhaltenen Barockgebäude mit der Stiftsbasilika sind unter den Architekten Carlo Antonio Carlone, Jakob Prandtauer und Johann Gotthard Hayberger in der Zeit von 1686 bis 1751 entstanden. In der Basilika befindet sich auch die Grabstätte des Komponisten Anton Bruckner.

Der Ursprung des Stiftes St. Florian ist durch keine Dokumente belegt. Die ersten schriftlichen Quellen stammen vom Ende des 8. Jahrhunderts. Eine Überlieferung aus dem 9. Jahrhundert, die Passio Floriani, erzählt vom Märtyrertod des ersten namentlich bekannten Christen auf dem Gebiet des heutigen Österreich: des Heiligen Florian, der zunächst in der Zivilverwaltung des Römischen Reichs tätig war. Als er sich später im Zug der Christenverfolgung Kaiser Diokletians öffentlich zum Christentum bekannte, wurde er gefoltert und gefesselt in den Fluss Enns geworfen, wo er starb. Nach der Passio Floriani bestattete man ihn im Jahre 304 an der Stelle, wo sich die Stiftskirche befindet. Damit lässt sich in St. Florian ab dem 4. Jahrhundert eine Verehrungstradition des namengebenden Heiligen vermuten.

Das erste schriftliche Zeugnis einer Klosteranlage geht auf karolingische Zeit im Jahr 819 zurück. 1071 führte Bischof Altmann von Passau die Augustinusregel ein. Bis dahin war St. Florian ein Stift weltlicher Chorherren. Mit der Einführung der Regel wurden aus den Chorherren Ordensleute, die ab nun Ordensgelübde ablegten. Seit damals verrichten sie klösterliche und seelsorgliche Aufgaben (das Stift betreut 33 inkorporierte Pfarren).

Vom Ende des 11. Jahrhunderts stammt der erste überlieferte Kirchenbau. Er wurde bei einem Brand 1235 zerstört, danach aber sofort wieder neu errichtet.

1140/1150 entstand im Scriptorium des Stiftes die Riesenbibel von St. Florian, ein Kunstwerk der romanischen Buchmalerei.

Eine Pfarre außerhalb des heutigen Oberösterreichs (damals noch Steiermark) erwarb das Stift erstmals im Dezember 1162: Mit der Wachauer Mutterpfarre St. Michael wurden auch deren Filialen St. Margareta und St. Ulrich in Mühldorf sowie St. Florian in Wösendorf übernommen. 1258 kamen noch die Wachauer Filialen Weißenkirchen und der Lesehof samt Weingärten in Weinzierl im östlichen Gemeindegebiet von Krems hinzu.

Mitte des 13. Jahrhunderts übte der Probst von St. Florian das Amt des passauischen Archidiakons von Lorch aus. St. Florian war damals das Zentrum der kirchlichen Verwaltung im Gebiet des heutigen Oberösterreich und spielte bei der Bildung des Landes ob der Enns durch König Otakar Přemysl eine wichtige Rolle. Dessen Landschreiber Witiko von Prčice und Blankenberg wurde übrigens vor Pfingsten 1256 im Speisesaal des Klosters im Streit ermordet.

In den unsicheren Jahren 1477 bis 1487 brachte das Stift seine Kleinodien, das Getreide und den Wein zur Stadt Enns in Sicherheit. Matthias Corvinus brachte damals Kaiser Friedrich III. in Bedrängnis, und die Liechtensteiner auf Schloss Steyregg erpressten und plünderten als Parteigänger des Ungarn wiederholt kaisertreue Orte und Klöster. Die Stadt Enns wiederum weigerte sich mehrmals, die Güter wieder ans Stift zurückzuliefern.

1684 machte Kaiser Leopold I. nach der überstandenen Zweiten Wiener Türkenbelagerung eine Dankes-Wallfahrt zur Gedenkstätte des heiligen Florian, was als Anstoß zum Neubau der Stiftskirche und in Folge auch der Stiftsgebäude gesehen wird.

Im Jahr 1686 begann man, die St. Florianer Stiftskirche auf dem Grundriss der früheren Kirche und unter Verwendung mittelalterlicher Mauern neu zu errichten. Baumeister der Kirche war Carlo Antonio Carlone. Sie gilt als sein Hauptwerk. Eigentlich sollte er die gesamte Klosteranlage neu bauen, er starb aber während der Arbeiten im Jahr 1708. Die Kirche und beinahe den gesamten Westflügel des Stiftsgebäudes konnte er bis dahin vollenden.

Nach Carlones Tod übernahm Jakob Prandtauer den Bau, der ihn im Wesentlichen in Carlones Sinn weiterführte. Da er eine bekannte Künstlerpersönlichkeit war, nahm er Ergänzungen und kleine Änderungen vor. So sind u. a. das über drei Geschoße reichende Portal des Westflügels auf ihn zurückzuführen, das Steinportal erbaute der Eggenburger Steinmetzmeister Mathias Strickner. Weiters der Südtrakt mit dem pavillonartigen, hervortretenden Marmorsaal und das Sommerrefektorium als Annexbau an der Ostseite des Stiftes. Der Konventflügel wurde nach Prandtauers Tod (1726) nach seinem Entwurf unter Leitung Jakob Steinhubers und dessen Sohn Michael zu Ende geführt. – Zu Innenarchitektur und Einrichtung der Kirche siehe weiter unten.

Im 19. Jahrhundert entwickelte sich das Stift zum Zentrum der oberösterreichischen Geschichtsforschung, als dessen wichtigste Vertreter Franz Xaver Pritz und Jodocus Stülz zu nennen sind. Von 1848 bis 1855 wirkte der Komponist und Musiker Anton Bruckner als Stiftsorganist; er ist direkt unter der von Franz Xaver Krisman erbauten Brucknerorgel bestattet.

Im Jänner 1941 wurde das Stift durch die Gestapo beschlagnahmt und enteignet. Die Chorherren und ihr damaliger Propst Vinzenz Hartl wurden ausgewiesen, konnten aber ihr klösterliches Leben in Kloster Pulgarn bei Steyregg fortsetzen. Ab 1942 hatte die Reichsrundfunkgesellschaft unter ihrem Generaldirektor Heinrich Glasmeier hier ihren Sitz. Nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges konnten die Chorherren wieder ins Stift zurückkehren.

Nach Leopold Hager, Johannes Zauner (1913–1977), Wilhelm Neuwirth (1977–2005) und Johannes Holzinger (2005–2025) ist seit dem 6. Februar 2025 Klaus Sonnleitner der 58. Propst von Sankt Florian. Aktuell (Jänner 2025) gehören dem Stift 23 Chorherren an.
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Martin Lutar

"Die höchste Form des Glücks ist ein Leben mit einem gewissen Grad an Verrücktheit."