Welcome to Sputnik Magazin. Please login or sign up.

30. August 2025, 16:07:55

Login with username, password and session length

Top Posters

Jake
3658 Beiträge

Bastian
3043 Beiträge

Urs
2247 Beiträge

Martin
1154 Beiträge

Sebastian
1033 Beiträge

Michi
832 Beiträge

Ludwig
783 Beiträge

Armin
693 Beiträge

Recent

Mitglieder
Stats
  • Beiträge insgesamt: 27.024
  • Themen insgesamt: 20.008
  • Online today: 283
  • Online ever: 519 (30. Mai 2025, 10:06:35)
Benutzer online
  • Users: 0
  • Guests: 178
  • Total: 178
178 Gäste, 0 Benutzer

The best topic

*

Beiträge: 3
Total votes: : 27

Letzter Beitrag: 03. Oktober 2024, 08:07:59
🕊 Hand in Hand für den Frieden & Ger... von Hamzah

🏞  Inn: Neuhaus am Inn | Schärding

Begonnen von Martin, 11. August 2025, 13:36:59

« vorheriges - nächstes »
Topic keywords [SEO] ÖsterreichBayernWittelsbachInnHabsburgNiederbayernOberösterreichNoricumInnviertelSchärdingInnbaiernNeuhaus am Inn

Martin

🏞  Inn: Neuhaus am Inn | Schärding


Neuhaus am Inn BY
Bild 2: Schärding OÖ

Neuhaus am Inn (amtlich: Neuhaus a.Inn) ist eine Gemeinde und ein Dorf im niederbayerischen Landkreis Passau.

Neuhaus am Inn liegt in der Region Donau-Wald direkt gegenüber der oberösterreichischen Stadt Schärding, welche über zwei Innbrücken erreichbar ist. Mit Schärding bildet die Gemeinde Neuhaus das gemeinsame grenzüberschreitende Mittelzentrum Neuhaus-Schärding. In 4 km Entfernung besteht auf Neuhauser Gemeindegebiet Anschluss an die A 3 (Ausfahrt Pocking). Die direkt am Ort vorbeiführende B 512 bietet über die mittlerweile zur Landesstraße St 2110 herabgestufte B 12 Anbindung an die 17 km entfernte Dreiflüssestadt Passau sowie in Gegenrichtung über die B 12 und A 94 an die 160 km entfernte Landeshauptstadt München. Zukünftig soll diese unfallträchtige Strecke durch die in Planung bzw. in Bau befindliche A 94 zwischen München und der von Neuhaus aus nächstgelegenen Stadt Pocking abgelöst werden. Südlich von Neuhaus führt die Straße St 2110 über die denkmalgeschützte hölzerne, mittlerweile für den Kfz-Verkehr dauerhaft voll gesperrte Rottbrücke bei Weihmörting nach Mittich. Im Gemeindegebiet liegt das Inn-Kraftwerk Schärding-Neuhaus der ÖBK, das im Oktober 1961 nach dreijähriger Bauzeit in Betrieb ging. In der Nachbargemeinde Ruhstorf an der Rott, Gemeindeteil Sulzbach am Inn befindet sich ein Bahnhof an der Bahnstrecke Passau–Neumarkt-Sankt Veit. Der nächstgelegene Bahnhof mit Anschluss an den Fernverkehr ist in Schärding oder in Passau.

In römischer Zeit gehörte das Gebiet um Neuhaus am Inn zur Provinz Raetia. Im Jahr 1808 wurden in der Ortschaft Weihmörting mehrere Römersteine gefunden, die sich heute im Landshut-Museum befinden.

In der Frühen Neuzeit war der Ort Neuhaus am Inn Teil des Kurfürstentums Bayern und bildete eine geschlossene Hofmark.

Mit dem Frieden von Teschen 1779 kamen die östlich des Inn gelegenen Gebiete des Kurfürstentums Bayern als ,,Innviertel" zu Österreich. Dies hatte auch Auswirkungen auf Neuhaus, da der Untere Inn, der bis dahin in erster Linie ein Handelsweg innerhalb Bayerns gewesen war, damit zum Grenzfluss zwischen Bayern und Österreich ob der Enns wurde. Besonders die wichtigen wirtschaftlichen Beziehungen zu der am gegenüberliegenden Flussufer liegenden Stadt Schärding erlitten dadurch einen starken Einbruch.

Die geschlossene Hofmark Neuhaus war seit 1794 im Besitz der Landgräfin von Fürstenberg. 1818 entstand durch das Zweite Gemeindeedikt die heutige politische Gemeinde.

Schärding (Oberösterreichisch: Scháréng; Boarisch: Scharing) ist eine Stadt in Oberösterreich mit 5595 Einwohnern (Stand 1. Jänner 2025). Bekannt ist Schärding als Barockstadt am Inn, mit ihren zahlreichen barocken Bürgerhäusern und historischen Plätzen. Sie ist Bezirkshauptstadt des Bezirks Schärding und gleichzeitig lokales Zentrum für den umliegenden Bezirk.

Die Stadt liegt am Inn, 15 km südlich von Passau, am westlichen Rand des nördlichen Innviertels. In Schärding treffen zwei unterschiedliche Naturräume aufeinander. Der hügelige Sauwald, ein Teil der Böhmischen Masse im Norden und südlich die auslaufende Ebene des Inntals. Die Stadt liegt auf 313 m Höhe im Innviertel. Die Ausdehnung beträgt von Nord nach Süd 4,1 km, von West nach Ost 1,9 km. Die Gesamtfläche beträgt 4,08 km². 2,4 % der Fläche sind bewaldet, 31,7 % sind landwirtschaftlich genutzt.

Der Inn bildet die Grenze zum benachbarten Freistaat Bayern. Direkt gegenüber liegt auf der bayrischen Seite des Inns die Gemeinde Neuhaus am Inn, die über zwei Brücken erreichbar ist. Mit Neuhaus am Inn bildet Schärding nach bayerischen Landesentwicklungsprogramm (LEP) ein gemeinsames grenzüberschreitendes Mittelzentrum.

Das Gebiet um Schärding war schon seit der Jungsteinzeit besiedelt. Erste Siedlungen sind durch archäologische Funde (Lochäxte oder Flachbeile) entlang der Flussläufe von Antiesen, Inn und Pram in der Jungsteinzeit belegt. Bevor im Jahr 15 v. Chr. die Römer bis an die Donau vorstießen und das Innbaiern und Schärding Teil der römischen Provinz Noricum wurde, besiedelten Kelten das Gebiet. 488 n. Chr. ließ König Odoaker seine Truppen nach Süden abziehen.

Westgermanische Bajuwaren wanderten etwa 30 Jahre später donauaufwärts und besetzten das Gebiet zwischen Wienerwald und Lech. Die Ortsnamen mit den Endungen auf -ing, -ham und -heim weisen deutlich auf die Landnahme hin. Der Name der Bezirksstadt 'Scardinga' stammt aus der Bezeichnung für die Siedlung eines Scardo mit seiner Sippe.

Als Passauer Gutshof scardinga wurde Schärding 804 zum ersten Mal urkundlich erwähnt. Die geographisch günstige Lage des Burgfelsens in unmittelbarer Nähe des Inn wurde schon früh zur Anlage einer Befestigung genützt.

Seit dem 10. Jahrhundert entwickelte sich der Ort durch den lukrativen Handel auf dem Inn als Marktzentrum und Sitz der Grafschaft Schärding unter den bayerischen Familien Formbach-Neuburg. Ab 1160 gehörte es zur Herrschaft der Andechs-Meranien und von 1248 bis 1504 der Wittelsbacher.

Zur Zeit der frühen Kirchenorganisation im Mittelalter gehörte Schärding zur Urpfarre St. Weihflorian. Als eigenständige Pfarre wurde St. Weihflorian erstmals 1182 bezeichnet, als sie zusammen mit der Pfarre Tettenweis dem Passauer ,,Innbruckamt" inkorporiert wurde,[3] welches dem St. Ägidien-Spital in der Innstadt unterstand. Der Sprengel der Pfarre St. Weihflorian war sehr ausgedehnt: Er lag zwischen dem Wirkungsbereich der Urpfarre St. Severin sowie dem der Urpfarre Münsteuer und umfasste das Gebiet der heutigen Pfarren Brunnenthal, Schärding, St. Florian am Inn, Suben, St. Marienkirchen und Eggerding, dazu außerdem Anteile der heutigen Pfarren Taufkirchen, Lambrechten und Rainbach. Als es im Jahr 1380 zur Verlegung des Sitzes der Pfarre St. Weihflorian nach Schärding kam, wurde die Stadt selbst zum Pfarrort.

Durch die günstige Lage am Inn entwickelte sich Schärding zu einem großen Handelszentrum, besonders für Salz, Holz, Erze, Wein, Seide, Glas, Getreide, Tuchwaren und Vieh. Ende des 13. Jahrhunderts wurde dem Ort das Marktrecht verliehen. Nach häufigem Besitzerwechsel im 14. Jahrhundert wurde Schärding erstmals am 20. Jänner 1316 (durch die Wittelsbacher) und später am 24. September 1364 (durch Rudolf IV. von Habsburg) nochmals zur Stadt erhoben. 1369 beendete der Frieden von Schärding den Streit zwischen Bayern und Österreich um Tirol, das an Habsburg verpfändete Schärding selbst kam zu Bayern zurück.

Von 1429 bis 1436 wurden die Befestigungsanlagen der Stadt durch Herzog Ludwig den Gebarteten ausgebaut. Unter anderem wurden das äußere Burgtor, der Stadtgraben, Linzer und Passauer Tor sowie das Wassertor im Zuge dieser Baumaßnahmen errichtet. Im Jahr 1527 wurde hier der lutherische Reformtheologe Leonhard Kaiser hingerichtet. Während des Dreißigjährigen Krieges, insbesondere in den Jahren 1628, 1634, 1645, 1647 und 1651 wüteten Pestepidemien in der Stadt.

Als Folge des bayerischen Erbfolgekrieges wurde im Friedensvertrag von Teschen 1779 das bis dahin bayerische Innviertel (Innbaiern) und damit auch Schärding den Habsburgern zugesprochen. Der Untere Inn, der bis dahin in erster Linie ein Handelsweg innerhalb Bayerns gewesen war, wurde damit zum Grenzfluss zwischen dem Kurfürstentum Bayern und Österreich ob der Enns.

Nachdem im Verlauf der Napoleonischen Kriege die Stadt am 26. April 1809 niederbrannte und das Innviertel 1810 mit dem Pariser Frieden wieder zu Bayern zurückgekehrt war, kam die Stadt 1816 (Vertrag von München) wieder in den Habsburger Einflussbereich und lag damit plötzlich am Rande des Staates; die alten Handelsverbindungen wurden durch eine Zollgrenze abgeschnitten. Schon nach der ersten Angliederung an die habsburgischen Länder 1779 war der Salzhandel zum Erliegen gekommen, da Österreich das Salz aus dem Salzkammergut bezog und überdies der Salzhandel ein staatliches Monopol war. Hinzu kam, dass mit Errichtung der Eisenbahnen der Inn seine Bedeutung als Verkehrsweg verlor. Die damit einhergehende wirtschaftliche Stagnation ist der Grund dafür, dass Schärding heute ein nahezu komplett erhaltenes historisches Stadtbild in der typischen Inn-Salzach-Architektur aufweist.
[...]
~~~~~~~~~
Martin Lutar

"Die höchste Form des Glücks ist ein Leben mit einem gewissen Grad an Verrücktheit."